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    Idar-Oberstein

    Versprechen eingelöst: Landeschefin Malu Dreyer besucht Göttenbach-Schüler

    Philipp Wehmann, Schulleiter des Göttenbach-Gymnasiums, hatte die Ministerpräsidentin bei einem Bürgerempfang in Idar-Oberstein kurzerhand angesprochen, ob sie nicht mal seine Schule besuchen wolle - und zu seiner Überraschung hatte Malu Dreyer spontan zugesagt.

    Die Klasse 7 a hatte für Ministerpräsidentin Malu Dreyer einen Info-Film über das Göttenbach-Gymnasium gedreht. Als kleines Dankeschön posierte die Landeschefin dann für ein rekordverdächtiges Selfie mit allen Schülern.  Foto: Manfred Greber
    Die Klasse 7 a hatte für Ministerpräsidentin Malu Dreyer einen Info-Film über das Göttenbach-Gymnasium gedreht. Als kleines Dankeschön posierte die Landeschefin dann für ein rekordverdächtiges Selfie mit allen Schülern.
    Foto: Manfred Greber

    Von unserem Reporter Jörg Staiber

    Einige Monate später war der Termin perfekt. Am Dienstagmorgen um 9 Uhr fuhr die Ministerpräsidentin dann, begleitet von ihrer persönlichen Referentin und drei Sicherheitsbeamten, vor und verbrachte gut eineinhalb konzentrierte, aber auch sehr kurzweilige und für die Schüler sicher auch bereichernde Stunden auf der Bein.

    Mit ihrer offenen, natürlichen und humorvollen Art kam die Ministerpräsidentin sowohl bei Lehrern und auch Schülern bestens an, beschränkte sich aber keinesfalls auf das Verbreiten guter Laune, sondern diskutierte ernsthaft, beantwortete bereitwillig alle Fragen und beeindruckte durch ihr Faktenwissen zu den unterschiedlichsten Bereichen und ihre Meinungsfreudigkeit. Eine Art Déjà-vu-Erlebnis hatte sie, als Sozialkundelehrerin Sandra Reichert ihr berichtete, dass man in der vergangenen Woche mit den zehnten Klassen im Landtag gewesen sei, und dort eine Landtagsdebatte über Cannabis-Legalisierung nachgespielt habe. "Die Diskussion gibt's ja schon so lange, wie ich in der Politik bin", erklärte sie. Nach besonderen Problemen gefragt, führten die Lehrer mangelnde Koordination auf Kreisebene beim Deutschunterricht bei frisch zugezogenen ausländischen Schülern sowie fehlende Verbindungen der Schülerbeförderung an, durch die es gerade bei den freiwilligen AGs am Nachmittag oft Probleme gebe.

    Einen kurzen Einblick in das Schulleben vermittelte ihr die Klasse 7 a mit einem selbst gedrehten Film. "Warum gibt es hier denn so wenig Ganztagsschüler? Ist doch ein Supergelände", fragte Dreyer etwas überrascht und beantwortete bereitwillig die Fragen der Schüler - etwa danach, was sie denn den ganzen Tag so mache oder welches Auto sie fahre. Für viele Schüler wohl überraschend erklärte die Landeschefin, dass sie auch deshalb ein großes Auto brauche, weil sie den größten Teil ihrer Büroarbeit und Telefonate unterwegs erledige und die Rückbank einem Büro gleiche.

    Den größten Raum des Besuchs nahm eine Podiumsdiskussion ein, die die Debattier-AG des Gymnasiums vorbereitet hatte und zu der alle Schüler der neunten bis zwölften Klassen in die Mensa gekommen waren. Die Diskutanten waren bestens präpariert, und die Themen reichten von der Frage, was das Land für strukturschwache Räume wie den hiesigen tue über die Fächerauswahl in der MSS und den Numerus Clausus bis hin zu Snowden, Vorratsdatenspeicherung und Pkw-Maut und wie sich die Ministerin die Umsetzung in Rheinland-Pfalz vorstelle. Dreyer versuchte immer auch deutlich zu machen, wo die Einflussmöglichkeiten einer Ministerpräsidentin enden, wenn man etwa beim Flughafen Hahn trotz seiner wichtigen Bedeutung für die Region längerfristig auf Subventionen verzichten oder man die vom Bundestag beschlossene Pkw-Maut einführen müsse, auch wenn sie gerade für Grenzregionen völlig unsinnig und unpraktisch sei. Gegenüber einer Herbsetzung der Wahlberechtigung auf 16 Jahre zeigte sie sich sehr aufgeschlossen, meinte aber, dass ginge derzeit mit der CDU nicht, die man für eine entsprechende Verfassungsänderung brauche.

    "Macht etwas aus dieser tollen Region", appellierte die 54-Jährige an die Schüler, nach dem Abitur nicht auf Nimmerwiedersehen zu verschwinden, sondern hier an der Gestaltung mitzuarbeiten. "Nach Hamburg und Berlin ist Rheinland-Pfalz das Land mit den meisten Startups", erinnerte sie daran, dass die Zukunft auch den Mut zu neuen Wegen haben brauche.

    Idar-Oberstein Birkenfeld
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