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    Idar-Oberstein

    US-Sound aus Norddeutschland

    Wenn man an die deutsch-britische Gruppe Lake denkt, dann fallen einem zwei Namen ein. Zum einen ist der des langjährigen Sängers Jim Hopkins-Harrison, der 1991 starb, und Ausnahmegitarrist Alex Conti. Lake gastiert am Sonntag, 30. März, auf Einladung des Vereins Blue Note, der Kreissparkasse und des Stadtjugendamtes in Idar-Oberstein - wo genau, ist noch unklar.

    Alex Conti (Mitte) und Lake
    Alex Conti (Mitte) und Lake
    Foto: Stefan Malzkorn

    Von unserem Mitarbeiter Erhard Hahn

    Die große Zeit von Lake begann mit der Vertragsunterzeichnung bei CBS 1976. Die Plattenfirma schaffte es, die neue Band auf den Titel des renommierten Sounds-Magazins zu bringen. Der Grund war in erster Linie Gitarrist Conti, der in jener Zeit zu Recht als bester deutscher Gitarrist einen Poll nach dem anderen gewann. Der gebürtige Berliner war von der auch in den USA erfolgreichen deutschen Gruppe Atlantis um Sängerin Inga Rumpf 1975 zu Lake gewechselt, was in der deutschen Rockszene für große Aufmerksamkeit sorgte. Und Lake setzten Maßstäbe.

    Die ersten, die das 1976 zu spüren bekamen, waren die bekannten englischen Gruppen Wishbone Ash ("The King Will Come") und Sutherland Brothers & Quiver ("Sailing"). Lake spielten die beiden großen Bands als Vorgruppe auf einer Deutschland-Tour an die Wand, wie der Schreiber dieser Zeilen selbst in Ludwigshafen in der Eberthalle erleben durfte. Da waren die Sutherland Brothers aus fadenscheinigen Gründen schon nicht mehr dabei und ließen sich von Gordon Giltrap vertreten. Der war auch nur deshalb dabei, so wurde vermutet, weil Wishbone-Gitarrenheld Laurie Wisefield und Sänger und Bassist Martin Turner nicht direkt nach Lake spielen wollten...

    Was damals schon bei Lake auffiel, war der amerikanische, kalifornische Sound der Band. Sie selbst nannten Gruppen wie die Beach Boys, die Doobie Brothers und Steely Dan als Vorbilder. Und so war es nicht verwunderlich, dass Lake auch in den USA Erfolg hatten. Was der Band in Deutschland fehlte, war der große Singlehit, auch wenn Songs wie "On the run" und "Jesus came down" das Potenzial dazu hatten. 1980 kam dann das vorläufige Ende von Alex Conti bei Lake. Ohne das Gitarrenass trat die Band zusammen mit Jane auf dem Festplatz in der Vollmersbachstraße bei einem Festival in den 1980er-Jahren auf.

    Alex Conti tauchte dann immer wieder in der Rockszene auf. Zuerst mit Soloprojekten, später dann als Mitglied von Bands wie Elephant, Rosebud und der Hamburg Blues Band, mit der er auch 2001 auf der Bluesnacht in Idar-Oberstein in der Heidensteilhalle gastierte. Im Jahr 2000 spielte Conti übrigens auch mit einem Idar-Obersteiner Musiker zusammen. Berlin Blues nannte sich das Projekt, dem neben Conti Frank Diez, Colin Hodgkinson, Tony Hicks auch Keyboarder Wolfgang Dalheimer angehörte, der heute die musikalische Leitung der Stefan Raab-Shows hat. 2003 folgte dann die Lake-Reunion, 2005 das Comeback-Album und jetzt 2013 die neue CD "Wings of freedom".

    Auch wenn Alex Conti noch immer das Aushängeschild von Lake ist, so sind die Mitmusiker keine Unbekannten in der Musikszene. Das gilt vor allem für Sänger Ian Cussick, der nicht nur etliche Solo-Alben veröffentlicht hat, sondern der Originalsänger von Lake ist. Er war von 1970 bis 1974 Mitglied der Band. Cussick war übrigens 1984 die Stimme des legendären Eiscreme-Spots "Like ice in the sunshine". Keyboarder Jens Skwirblies spielte unter anderem schon mit Bobby Kimball von Toto und Udo Lindenberg zusammen.

    Vervollständigt werden Lake mit zwei Weggefährten von Alex Conti aus Rosebud-Zeiten. Bassist Holger Trull spielte zudem unter anderem mit Joachim Witt, Chris Andrews und Inga Rumpf, und Schlagzeuger Mickie Stickdorn trommelte unter anderem auch schon für Achim Reichel, Eric Burdon, Jennifer Rush, Otto und Heinz-Rudolf Kunze.

    Wo Lake am 30. März in der Schmuckstadt spielen werden, ist noch nicht ganz klar, vorgesehen ist die VfL-Turnhalle in Algenrodt, in der derzeit noch Sanierungsarbeiten laufen (die NZ berichtete). Der Kartenvorverkauf soll demnächst beginnen.

    Idar-Oberstein Birkenfeld
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