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Idar-Oberstein

"Unikate" bei Bengel: Der Stein kommt wieder zurück in den Schmuck

Eine ungewöhnliche Ausstellung wurde am Mittwochabend in der Villa Bengel eröffnet – es ist bereits die 104. seit Stiftungsgründung, und auch „Unikate“ läuft im Rahmen der Reihe „Idar-Oberstein schmückt sich“. 18 Schmuckschaffende aus dem Raum Pforzheim zeigen bis zum 6. Mai ihre Arbeiten. Den Rahmen bildet die renommierte Pforzheimer Firma Schütt, bei der sich die Künstler je einen Stein nach Wahl aussuchen durften. Daraus entstanden sind die unterschiedlichsten Arbeiten vom klassischen Ring über Jugendstilvariationen bis hin zu avantgardistischem Halsschmuck.

Frisch gestrichen und mit neuen Glasvitrinen präsentieren sich die Ausstellungsräume der Villa Bengel, wo bis 6. Mai „Unikate“ zu sehen sind.  Foto: Hosser
Frisch gestrichen und mit neuen Glasvitrinen präsentieren sich die Ausstellungsräume der Villa Bengel, wo bis 6. Mai „Unikate“ zu sehen sind.
Foto: Hosser

Am ungewöhnlichsten ist die Arbeit der einzigen Künstlerin, die in Idar-Oberstein lebt: Ute Eitzenhöfer, Professorin an der Fachrichtung Edelstein und Schmuck der Hochschule Trier am Standort Idar-Oberstein, hat einen historischen Aquamarin verarbeitet, der bei einem Bombenangriff am 23. Februar 1945 im Tresor der Firma Schütt aufgrund der Hitzeeinwirkung gespalten wurde. „Viele Edelsteine verloren an diesem Tag ihren Wert, dieser ist zum Zeitzeugen geworden“, sagte Prof. Peter Smeets, der Prodekan der Fachrichtung, bei der Ausstellungseröffnung.

Eröffnet wurde die Ausstellung durch den Sprecher des Stiftungsvorstandes, Peter Wenzel, der die frisch gestrichenen Ausstellungsräume und die neuen Glasvitrinen hervorhob. Warum Pforzheimer Schmuck in Idar-Oberstein?, werden einige fragen. Smeets und Gabriele Fischer, Geschäftsführerin der Firma Schütt, sagten dazu unisono: „Pforzheim und Idar-Oberstein – das gehört einfach zusammen.“ Es habe immer enge Kontakte der Industrie gegeben. Die Firma Schütt betrieb kurz vor dem Krieg sogar eine Filiale in Idar-Oberstein, eine Schleiferei.

„Der Stein kommt wieder zurück in den Schmuck“, ist David Fischer, Projektleiter der Ausstellung, sicher, der bei der Eröffnung krankheitsbedingt fehlte. Jahrzehntelang hätten Studierende und Auszubildende vornehmlich mit Synthesen oder gar ganz ohne Steine gearbeitet, da sei nun eine Trendwende spürbar, die die Firma Schütt mit der Ausstellung unterstreichen wolle. „Unikate II“ ist bereits gestartet: Die Arbeiten von Schülern und Lehrern der Goldschmiedeschule Pforzheim, die in diesem Jahr ihr 250-jähriges Bestehen feiert, sind ab dem 4. Mai in der Firma Schütt zu sehen. Stefan Conradt

  • Die Ausstellung „Unikate“ ist bis zum 6. Mai in der Villa Bengel, Wilhelmstraße 42a, von Dienstag bis Freitag, 10 bis 16 Uhr (im Mai auch am Wochenende), zu sehen.

Idar-Oberstein Birkenfeld
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