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    Dhronecken/Hermeskeil

    Umzug nach Dhronecken: Forstbeamte packen ihre Sachen

    Eine mehr als 100-jährige Geschichte geht in Hermeskeil zu Ende: Die Stadt ist künftig nicht mehr Standort eines Forstamts. Die Büro-Mitarbeiter der Behörde ziehen diese Woche nach Dhronecken, dem neuen Sitz des Forstamts Hochwald, um. Damit setzt das Land im Zuge der Planungen rund um den Nationalpark Hunsrück-Hochwald eine schon lange angekündigte Entscheidung um.

    Im Hermeskeiler Forstamt ist derzeit Packen angesagt: Die Mitarbeiter ziehen um ins 10 Kilometer entfernte Dhronecken um.
    Im Hermeskeiler Forstamt ist derzeit Packen angesagt: Die Mitarbeiter ziehen um ins 10 Kilometer entfernte Dhronecken um.
    Foto: Axel Munsteiner

    Das Schild mit der Aufschrift "Forstamt" hängt zwar immer noch neben der Eingangstür. Doch in den Büros der Hermeskeiler Behörde stapeln sich schon die Umzugskartons. "Am Donnerstag kommen die Möbelpacker und bringen alles nach Dhronecken." Das sagt Bernhard Buss. Der 62-Jährige war seit 2004 Leiter des Forstamts Hochwald mit Sitz in Hermeskeil. Diese Aufgabe übernimmt er nun kommissarisch im zehn Kilometer entfernten Dhronecken. Die dort schon lange in der Burg angesiedelte Behörde wechselt zum einen ihren Namen - aus dem Forstamt Dhronecken wird nun dort das Forstamt Hochwald. Zum anderen ändert sich auch das Zuständigkeitsgebiet.

    Das bisherige Forstamt Dhronecken war für sechs Reviere zuständig, die sich über die VG Thalfang, die Einheitsgemeinde Morbach und Teile der VG Schweich und Bernkastel-Kues erstreckten. Ihm wird nun ein Teil des früheren Hermeskeiler Personals zugeordnet. Andererseits gibt auch die Dhronecker Behörde Mitarbeiter ab, weil zum Beispiel für die Reviere im Raum Morbach künftig das Forstamt Idarwald in Rhaunen zuständig ist. Aus den landeseigenen Staatswald-Revieren Erbeskopf und Malborn werden Teile nun dem Nationalpark zugeordnet. Das neue Forstamt Hochwald mit Sitz in Dhronecken betreut künftig die Waldflächen in den VG Hermeskeil, Ruwer und Thalfang sowie in Teilen der VG Schweich und Trier-Land. Das Forstamt Birkenfeld bleibt bestehen, für die Flächen des Nationalparks wird aber künftig ein eigenes Nationalparkamt mit Sitz in Birkenfeld zuständig sein.

    Die Auflösung des Forstamtsstandorts Hermeskeil und der Umzug nach Dhronecken waren Entscheidungen mit frühzeitiger Ansage. Getroffen hat sie das Umweltministerium in Mainz im Januar 2014. Das Land will damit in der Hochwald- und Hunsrück-Region neue forstliche Organisationsstrukturen schaffen, die mit der geplanten Einrichtung des Nationalparks zusammenhängen. Denn die beiden früheren Forstämter in Hermeskeil und Dhronecken geben einen Teil ihrer Staatswaldflächen an den Nationalpark ab.

    Buss betont im Gespräch mit unserer Zeitung, dass auch nach der Übersiedlung nach Dhronecken die Bewirtschaftung des Waldes nach seiner Einschätzung "weitgehend wie bisher laufen wird und sich auch an den Ertragsverhältnissen für die Waldbesitzer nichts ändert".

    Das neue Forstamt Hochwald betreut nach Auskunft des Umweltministeriums eine Waldfläche von 16.500 Hektar, die sich auf rund 50 Kommunen verteilen. Wegen des geänderten Zuschnitts des Forstamts werden auch neue Reviergrenzen gezogen. Dies soll im Einvernehmen mit den Waldbesitzern - also neben Privatleuten auch Gemeinden - geschehen und zum 1. Januar 2016 umgesetzt werden.

    Kommunalpolitiker der Stadt und Verbandsgemeinde Hermeskeil hatten sich nach Bekanntwerden der Landespläne im Frühjahr 2014 vergeblich gegen die Auflösung des Forstamts in Hermeskeil gewandt. Axel Munsteiner

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