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    Bergen/Griebelschied

    Straße nach Bergen wird ab Herbst ausgebaut

    Die Kreisstraße von Kirn nach Bergen gehört mit knapp 2000 Autos täglich zu den eher ruhigen in der Region. In diesen Tagen ist dies anders: Forstfachleute lassen derzeit die Motorsägen aufheulen und fällen Bäume auf der 2,2 Kilometer langen Strecke, die bis Ende 2017 für rund 2 Millionen Euro ausgebaut werden soll.

    Die frühere Rennstrecke von Kirn nach Bergen wird derzeit für den Ausbau vorbereitet. Der Hang wird abgeholzt, später angegraben.  Foto: Sebastian Schmitt
    Die frühere Rennstrecke von Kirn nach Bergen wird derzeit für den Ausbau vorbereitet. Der Hang wird abgeholzt, später angegraben.
    Foto: Sebastian Schmitt

    Die Männer um Horst Kleber verstehen ihr Handwerk. Im Sekundentakt fällen drei Männer mit ausreichendem Sicherheitsabstand Bäume am Hang, der für die Straßenverbreiterung angestochen wird. Ein Bagger hatte bereits vorher Hecken und Büsche gehäckselt. Jetzt geht es den dickeren Bäumen an die Rinde. "Wir fällen alles, was in einer Baumlänge über den roten Pfählen steht", sagt Kleber. Drei Männer schneiden um, der Harvester entastet und sortiert das Holz, und der Rückezug bringt die Masse an Holz an den alten Steinbruch in der Nähe der Kläranlage von Bergen. Für einige Schaulustige, die sich das Spektakel ansehen, ist die enorme Arbeitsleistung der Männer beeindruckend.

    "Oberhalb der Straße wurde Anfang der 1970er-Jahre ein Fußweg für die Besucher der Bergrennen gebaut", erklärt Dieter Heinrich aus Bergen. Diesen nutzen die Waldarbeiter als Fußweg. Der Einsatz des Vollernters auf dem Weg schlug leider fehl, so müssen die Maschinen auf der Straße bleiben.

    Wer die Strecke regelmäßig befährt, erkennt sie kaum wieder. Viele Meter hoch ist die Böschung entwaldet. Anders als bei so mancher umstrittenen Verkehrssicherungsmaßnahme ist der Grund hier der Straßenausbau: Weichen muss auf der 2,2 Kilometer langen Strecke, ein Bereich von rund 25 Metern, also eine Fläche von 55 000 Quadratmeter oder zehn Sportplätzen. Die Männer hatten bereits am ersten Tag 400 Meter Straßenhang gerodet. Nach den Osterferien soll die Straße bis zum Baubeginn im Spätsommer (womöglich erste Septemberwoche) wieder freigegeben werden.

    Bis zum Baubeginn müssen noch etliche Vorarbeiten erledigt werden, sagt Projektleiter Andreas Molter vom Landesbetrieb Mobilität (LBM) Bad Kreuznach. Es sind auch noch Bodenuntersuchungen fällig. Molter ist froh, dass es per Ausnahmegenehmigung gelungen war, die Fällarbeiten in die Osterferien zu verlegen. Normalerweise ist für solche Maßnahmen am 1. März Schluss. Weil aber Ostern so früh liegt, stimmte die Landespflege dem Fällzeitpunkt zu.

    Das entlastet vor allem Griebelschied. Über die kleine Gemeinde läuft die Umleitung. Immerhin sind es gut 150 Lastwagen und Busse, die täglich die Umleitung befahren. Wenn es im Spätsommer ans Bauen geht und die Straße mindestens ein Jahr oder länger gesperrt ist, will man das Thema Umleitung noch einmal genauer unter die Lupe nehmen, sagen Molter und auch Eckhard Hecht, der Leiter der Masterstraßenmeisterei Kirn.

    Hecht hat nach dem Solidaritätsprinzip einen "Ringverkehr" ins Gespräch gebracht. Im Einbahnprinzip könnte der Umleitungsverkehr in einer Richtung über Griebelschied, in der anderen über Sonnschied fließen, schlägt Hecht vor. Die Mehrbelastungen wären so auf mehrere Schultern verteilt, sagt er. Die Lösung ist nicht einfach, denn beide Ortsdurchfahrten sind eng. In Sonnschied kommt hinzu, dass Lastwagen in einer Spitzkehre sogar aufsetzen könnten. Vielleicht müsse man im Vorfeld des Straßenausbaus von Kirn nach Bergen also die ein oder andere Kurve noch etwas herrichten, damit die Bankette nutzbar ist, sagt Molter dazu. Eine weiträumige Umleitung etwa über Breitenthal sei problematisch. Das wären dann 40 Kilometer.

    Problematisch wird's auch für die Straßenbauer. Begegnungsverkehr scheint unmöglich, auch weil eine Brücke gebaut werden muss. Es kann also sein, dass auch der Baustellenschwerverkehr die Umleitung nutzen muss. In welcher Richtung, wird dann auch davon abhängen, wer den Bauauftrag erhält, sagt der LBB. Sebastian Schmitt/Armin Seibert

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