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    Idar-Oberstein

    Steinbrück und die NSA-Affäre

    Und so sieht unser NZ-Wahllektor Matthias Keidel aus Kirschweiler den Steinbrück-Besuch:

    Foto: DPA

    Es scheint, als hätte die Schmuckstadt auf ihn gewartet. Als vor dem Mineralienmuseum sämtliche SPD-Mandatsträger, die örtliche und überregionale Presse und eine kleinere Menge Schaulustige endlich das noble Gefährt des Spitzenkandidaten der Sozialdemokraten, Peer Steinbrück, erblicken, stürmt die Menschentraube – kaum ist er ausgestiegen – auf ihn zu. Jeder begrüßt ihn, heißt ihn willkommen, erkundigt sich nach seinem Befinden und strahlt angesichts des prominenten Besuches über beide Ohren. Doch das schöne Bild hat – von vielen unbemerkt – einen kleinen Makel, fährt doch tatsächlich ein Auto seiner Eskorte mit dem Nummernschild „S–PY" vor. In Zeiten der NSA-Affäre lässt das englische Wort für „spionieren, ausspähen" doch eine gewisse Eigenkomik aufkommen. Und wenn dazu die Personenschützer mit ihren schwarzen Anzügen und verspiegelten Sonnenbrillen um ihn herumschwirren, erinnert die Szenerie etwas an einen Agenten-Streifen. Nach dem etwas unkoordinierten Besuch des Mehrgenerationenhauses und der Christuskirche begibt sich die Menschentraube dann mitten in die Fußgängerzone. Die Sonne strahlt, jeder will einen Blick auf den Menschen erhaschen, der am vergangenen Sonntag noch vor 17 Millionen Zuschauern gegen Bundeskanzlerin Merkel debattierte. Auch Erstwähler haben sich um ihn versammelt. Die Eindrücke der Jugendlichen über Steinbrück reichen dabei von „leicht arrogant" bis „sympathischer als Frau Merkel". „Wenn man ihn hier sieht, hilft das bei der Entscheidung", sagt einer. Ein anderer ergänzt: „Solche Auftritte sind viel ansprechender als das TV-Duell". Bürgernähe scheint also ein wichtiger Faktor in der Entscheidung um das so wichtige Kreuzchen zu sein. Parteiprogramme liest er nicht mehr, der Jungwähler. Heute klickt er sich durch den „Wahl-O-Mat", der ihm via Internet eine Wahlempfehlung ausspuckt. Er liest Zeitung und lässt sich von abendlichen Gesprächsrunden im Fernsehen berieseln. Trotzdem, ein Steinbrück nur drei Meter entfernt, scheint bei den Jugendlichen bestens anzukommen.

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