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Meckenbach

Shake Down der Deutschlandrallye abgelehnt: Meckenbach wird kein Mekka für Motorsportfans

Auf der Gemarkung Meckenbachs wird es aller Voraussicht nach am Donnerstag, 16. August, kein Shake Down für die ADAC-Deutschlandrallye geben. Bei diesem Programmpunkt handelt es sich quasi um ein Warm-up für das zur WM-Serie gehörende Rennspektakel, das bis zum 19. August über die Bühne geht und bei dem erneut der Servicepark mit Fahrerlager am nahe gelegenen Bostalsee der Dreh- und Angelpunkt ist.

Der Anblick von rasenden Boliden, so wie auf dieser Aufnahme von einer Wertungsprüfung der Deutschlandrallye auf der Panzerplatte bei Baumholder wird es dieses Jahr in Meckenbach nicht geben.  Foto: Joachim Hähn (Archiv)
Der Anblick von rasenden Boliden, so wie auf dieser Aufnahme von einer Wertungsprüfung der Deutschlandrallye auf der Panzerplatte bei Baumholder wird es dieses Jahr in Meckenbach nicht geben.
Foto: Joachim Hähn (Archiv)

Beim Shake Down testen die Fahrer ihre Boliden, sie sind mit Geschwindigkeiten unterwegs, die sie auch im Rennen fahren werden. Und die Motoren dröhnen beim Probefahren so laut wie in den Wertungsprüfungen an den folgenden drei Tagen. Allerdings gibt es aus Sicht der Gemeinde Meckenbach eine Reihe von Argumenten, die gegen die Testfahrten in Hörweite zum Dorf sprechen würden, erklärte Ortschef Stefan Bill jüngst in einer Einwohnerversammlung.

Aber „der Krach“, den die Autos an jenem 16. August vom Morgen bis zum Abend machen würden, scheint der schwerwiegendste Grund für die ablehnende Haltung zu sein. „Wir können uns den Luxus leisten, Nein zu sagen“, betonte Bill. Der Ortsgemeinderat habe sich eindeutig gegen den Shake Down entschieden, und auch die Bürger scheinen nichts davon zu halten, wenn Meckenbach kurzzeitig zum Mekka von Motorsportfans aus aller Welt würde.

Als Bill beim Treffen im Gemeindehaus die anwesenden 25 Besucher fragte, ob sie dafür wären, wenn dieser Programmpunkt der Rallye auf den Wegen rund ums Dorf stattfinden würde, hob keiner die Hand. Nun hören sich 25 Zuhörer nicht nach viel an, aber in einem Ort mit 128 Einwohnern sind das immerhin 20 Prozent.

Nur einer im Saal fand, man solle sich die Absage noch einmal überlegen: Der Birkenfelder VG-Bürgermeister Bernhard Alscher führte die touristische Bedeutung der Rallye an und damit auch den wirtschaftlichen Aspekt für die Region, den ein solches Spektakel mit sich bringt. „Die Deutschlandrallye wandert immer mehr ins Saarland ab.“ Soll heißen: Wenn man sich in der Nationalparkregion Hunsrück-Hochwald nicht für das Motorsportrennen einsetzt, auch nicht für einen Shake Down, würden das die Organisatoren womöglich nicht unbedingt als Wertschätzung der Deutschlandrallye ansehen.

Selbst für einen Shake Down werden 5000 bis 10.000 Zuschauer erwartet, hat Bill erfahren. Aber schon da fangen die Probleme an. Bei einer solchen Zahl von Rennsportfans „platzen wir aus allen Nähten“. 80 Rennautos werden vor Ort sein, 60 Helfer müssten Meckenbach und Achtelsbach, das ebenfalls Teil der Shake-Down-Veranstaltung sein würde, auf die Beine bringen. Das sei nicht zu machen, meint Bill, erst recht nicht an einem Wochentag.

Von unserem Mitarbeiter
Karl-Heinz Dahmer

Startschuss für Dorfmoderation soll noch in diesem Jahr fallen

In Meckenbach soll es eine Dorfmoderation geben, das hat der Gemeinderat beschlossen. „Wir warten auf die Zuschussbewilligung vom Land“, informierte Herbert Leyser von der Birkenfelder VG-Verwaltung. „Ich denke, dass es vor dem nächsten Winter losgehen kann.“ Die Dorfmoderation wird ein Planungsbüro übernehmen, das zusammen mit den Bürgern in Workshops Vorschläge erarbeitet, welche Maßnahmen im Ort realisiert werden können.

Den Stadt- oder Landschaftsplaner, der dafür eingestellt wird, bezuschusst das Land mit 80 Prozent – das steht in dem Bewilligungsbescheid, von dem Leyser gesprochen hatte. Was später umgesetzt wird, muss der Gemeinderat entscheiden. Auch für die späteren Maßnahmen gibt es Zuschüsse – für öffentliche und für private. Zuletzt hatte vor einem Vierteljahrhundert Meckenbach an einem Dorferneuerungskonzept gearbeitet. „In den letzten zehn Jahren hat sich wenig getan“, erklärte Leyser. „Das Thema ist im Ort ein bisschen eingeschlafen.“ da

Idar-Oberstein Birkenfeld
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