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    Fischbach

    Schmelze und Horror prägen den Herbst

    Das Kupferbergwerk rüstet sich: Ein heißer Herbst soll es werden, kündigt Betriebsleiter Nico Bollenbach an. Gleich zwei Großveranstaltungen werden zurzeit organisiert: die Kupferschmelze am Samstag und Sonntag, 4. und 5. Oktober, und die schon als kultig zu betrachtenden Horrorführungen unter Tage am Freitag und Samstag, 24. und 25. Oktober.

    Eine heiße Angelegenheit: Ein Schmelzteam des größten Kupferrecyclers Aurubis in Hamburg zeigt alljährlich den Gästen des Kupferbergwerks die mittelalterliche Schmelztradition.
    Eine heiße Angelegenheit: Ein Schmelzteam des größten Kupferrecyclers Aurubis in Hamburg zeigt alljährlich den Gästen des Kupferbergwerks die mittelalterliche Schmelztradition.

    Von unserer Redakteurin Vera Müller

    Bollenbach erzählt: "Wie bereits im vergangenen Jahr werden wir unser Fest im kleineren Rahmen feiern. Trotz alledem gibt es natürlich viele Überraschungen für unsere Gäste und auch einige Attraktionen. Die kleinen Gäste können sich beim Zinngießen und auch erstmalig beim Goldwaschen eine kleine Erinnerung mit nach Hause nehmen. Die Deutsche Edelsteinkönigin Sonja Mzyk wird uns an beiden Tagen besuchen. So mancher Räuber aus vergangenen Jahrhunderten wird die Gäste unterhalten und noch viel mehr …" Der Kupferabstich findet traditionell an beiden Tagen jeweils gegen 14 Uhr statt: "Natürlich kann man dies nicht auf die Minute genau planen, und es kann zu Verschiebungen kommen."

    Der Fischbacher verweist auf Historisches. Georg Agricola schreibt 1556 in seinem Buch "de re metallica" über einen Schmelzofen: "Die Rückwand eines Ofens und die beiden Seitenwände sollen aus weichem Naturstein sein. Weiche Natursteine ohne Risse widerstehen dem Feuer lange Zeit. Die Vorderwand soll aus gebrannten Ziegeln hergestellt sein und im unteren Bereich eine Öffnung haben: 3 Hand breit und 1,5 Fuß hoch. Die Hinterwand soll eine Öffnung nach oben haben bis zur Höhe von 1 Elle und eine Länge von 3 Hand. In diese soll eine eiserne oder kupferne Röhre eingesetzt werden für die Nasen der Blasebälge. Die vordere Wand soll nicht höher als 5 Fuß sein. Die Wand auf beiden Seiten soll 6 Fuß hoch sein, die hintere Wand 6, 3 Hand stark, jeder Ofen soll innen 5 Hand breit sein und 6 Hand 1 Finger lang."

    Dieses Vorbild eines Schmelzofens werde jedes Jahr so genau wie möglich nachgebaut. Zahlreiche Versuche in den Anfangsjahren der Kupferschmelze in Fischbach brachten den Erfolg: So kann Jahr für Jahr Kupferstein und Reinkupfer geschmolzen werden. Ein Schmelzteam des größten Kupferrecyclers Aurubis in Hamburg zeigt alljährlich den Gästen des Kupferbergwerks die mittelalterliche Schmelztradition. "Ansonsten hoffen wir auf schönes Wetter und zahlreiche Besucher. Natürlich gibt es für die Besucher auch genügend zum Essen und Trinken, und für das ein oder andere Souvenir wird auch gesorgt." Mit Blick auf die Horrorvorführungen, die stets ganz schnell ausgebucht sind, berichtet Bollenbach: "Nach den großen Erfolgen im Jahr 2012 und 2013 geht das Gruseln im Fischbacher Kupferbergwerk weiter, denn die Geschichte ist noch lange nicht zu Ende erzählt. Pest, Inquisition, Hexenverbrennung, Pocken und noch vieles mehr aus dem Spät- und Endmittelalter kommen zum Vorschein. Das Team des Kupferbergwerks wird erneut durch eine originelle Garderobe, tolle Dekoration und großartige Masken zu glänzen wissen." Unterstützt wird das Ensemble durch das Team von Jaqueline Schwickert-Mayenfels bei der Maskerade. Der Kartenvorverkauf beginnt am 1. Oktober am Bergwerk. Das Mindestalter der Teilnehmer liegt bei 16 Jahren.

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