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Birkenfeld

Rosenmontagsumzug in Birkenfeld: Chinesen sagen erstmals Helau

Da lacht das Fastnachterherz: Mit strahlendem Sonnenschein wurden sowohl die aktiven Teilnehmer als auch die Jecken am Straßenrand beim Rosenmontagszug in Birkenfeld belohnt. Prächtig gelaunt erlebte das Publikum eine Parade mit insgesamt rund 15 Gruppen und circa 250 Akteuren, die viel internationales Flair versprühten.

Denn erstmals gehörte eine rund 30-köpfige Delegation der chinesischen Bewohner des Oak Gardens zur närrischen Karawane. Sie boten mit ihren traditionellen Kostümen aus dem Reich der Mitte optisch das wohl schönste Schauspiel des Tages. Es gab für die Zuschauer aber auch ein Wiedersehen mit den schon oftmaligen Wiederholungstätern des deutsch-russischen Selbsthilfevereins. Dessen Damen hatten sich als Hexen verkleidet. Und was wäre der Birkenfelder Straßenkarneval ohne die Saarländer? Auf jeden Fall wesentlich leiser. Denn diesmal bestritten der MV Selbach und die Saarbrücker Trommlergruppe Samba O'Leck, die mit mitreißenden südamerikanischen Rhythmen am Publikum vorbeiflanierte, den musikalischen Part im Alleingang.

Auch das Birkenfelder Kinderprinzenpaar Chiara I. und Max-Leon I. durfte sich vom Narrenvolk huldigen lassen, das zudem noch einige merkwürdige Gestalten zu Angesicht bekam. Die schon tot geglaubten Überlebenskünstler zum Beispiel, als die die Gruppe von der seit nunmehr schon zehn Jahre bestehenden Gaststätte Luna unterwegs war. Oder auch Gerhard Ding, ein Urgestein des Karnevals in der Stadt, der diesmal dem staunenden Besuchern präsentierte, wie die besonders seltene Spezies des Mopsdildapp aussieht und dabei noch von Rumpelstilzchen und einem Krokodil begleitet wurde.

Tierisch zu ging es auch bei der Gollenberger Gruppe um Herbert Weirich, die mit ihren Verkleidungen als Wildschweine, Füchse, Rehe und noch weiteren Vierbeinern die große Artenvielfalt der Nationalparkregion dokumentierte. Die größte Abordnung stellten die aktuellen Abiturienten des Birkenfelder Gymnasiums, die mit circa 50 jungen Männern und Frauen auf die Strecke gingen. Deutlich jünger waren die Akteure, die die Fußballer des SCB auf die Reise schickten. Deren D-Junioren glichen dabei mit ihren blutigen Knien einem einzigen Lazarett. Der Grund: Die Mannschaft hatte mal wieder auf dem ungeliebten Hartplatz ein Heimspiel gehabt und muss womöglich noch bis zum Sankt Nimmerleinstag auf das gewünschte Kicken auf Kunstrasen warten.

Mit 15 Gruppen war die Rosenmontagsparade zwar wieder größer als im Vorjahr, die vom Komitee um den Vorsitzenden Karl-Heinz Klein anvisierte Zahl von 20 Zugnummern wurde aber nicht erreicht. Das lag vor allem an einigen kurzfristigen Absagen. So war beispielsweise die Karnevalsgesellschaft „Narrhalla“ Buhlenberg mit einigen Vorstandsmitgliedern und den Trauntalgöttinnen, aber ohne ihr erkranktes Prinzenpaar und die Garden in der Kreisstadt mit von der Partie. Immerhin, sei an dieser Stelle aber lobend erwähnt, dass die Fastnachter vom Monte Buhlo, wenn auch mit Rumpfmannschaft, überhaupt da waren. Denn es muss schon die kritische Frage erlaubt sein , warum an Rosenmontag, wo es ansonsten in der Verbandsgemeinde keine konkurrierenden Umzüge gibt, so wenige Akteure aus dem umliegenden Orten mehr in Birkenfeld mitmachen. Festzuhalten bleibt zudem, dass es auch in der Stadt selbst sehr wohl noch eine ganze Reihe von anderen Klubs gibt, die mit ihren Teilnahme das Fortleben eines Birkenfelder Brauchtums unterstützen könnten, darauf aber offenbar keinen gesteigerten Wert legen.

Dennoch zeigte sich die Veranstalter am Spätnachmittag zufrieden mit dem Verlauf. „Es ist ist alles reibungslos über die Bühne gegangen, und es waren viele Leute da“, sagte Klein der NZ. Wie gewohnt defilierte der närrische Tross im Bereich von „Roth's Eck“ am dichtesten Zuschauerspalier vorbei. Überhaupt sei die ganze Achtstraße von Besuchern gesäumt gewesen. Auf dem Kirchplatz, der erstmals in die Streckenführung eingebaut wurde, bezeichnet Klein den Zuschauerzuspruch als okay, im Bereich vor der Disco „Carneby“ war er hingegen dürftig.

Von unserem Redakteur
Axel Munsteiner

Idar-Oberstein Birkenfeld
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