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    Idar-ObersteinRockfans hatten ihren Spaß im Daal

    Alles ist (fast) wie bei einem großen Rock-Festival: Die Musik dröhnt, Lichter blitzen auf der Bühne, es gibt Bändchen, Merchandisingstände und Stagediving, es wird wild getanzt und viel getrunken. Genau so ist das auch beim Rock im Daal – aber viel familiärer, mit niedrigen Preisen und Annehmlichkeiten wie einem kostenlosen Campingplatz.

    Das Festival auf der Waldbühne am Ortsrand von Kirchenbollenbach war auch im 22. Jahr ein Erfolg, auch das Wetter spielte mit. Die Organisatoren sind zufrieden, der Zuspruch lag in etwa auf dem Niveau der Vorjahre – um die 1000 Besucher. „Sicher wäre es gerade für die Bands manchmal schöner, wenn ein paar mehr Fans da wären“, sagt Peter Helfenstein, Vorsitzender des Vereins „Rock im Daal“. „Aber wir kommen rund, legen nicht drauf.“ Und fügt schmunzelnd hinzu: „Wenn der Andrang größer wäre, würde das auch in Stress ausarten...“ So teilen sich etwa 50 Helfer die verschiedenen Dienste und haben Spaß dabei.

    Dass das Festival bei Fans von außerhalb immer beliebter wird, zeigt die Tatsache, dass der Campingplatz schon Tage vor Festivalbeginn ausgebucht war. Und was beim Ticketverkauf fehlt, wird beim Umsatz locker wieder reingeholt. Dazu tragen auch sehr zivile Getränkepreise bei. Am Essensstand gab es erstmals vegetarische Angebote – und das kam sehr gut an.

    Familiäre Atmosphäre lockt

    Bei der Musikauswahl bewiesen die Daaler mal wieder ein feines Händchen. Die Kontakte der Speedbottles, der Rock im Daal-Hausband, wirken hier Wunder. Etablierte Bands wie Boozed aus Osnabrück, die schon im Rockpalast zu sehen waren und die am Freitagabend die Fans begeisterten, oder die Berliner Heavyrocker von Wedge, die an den Mega-Auftritt von deWolff im Vorjahr anknüpften, spielen nur selten solch kleine Festivals. Sie genießen in Kirchenbollenbach die familiäre Atmosphäre, den Spießbraten und leckeres Kirner Bier.

    Sogar aus Australien waren die „Clowns“ angereist – mitsamt eigener Vorband und etlichen Fans. Die harte Punkmusik der Jungs und dem blonden Mädel aus Downunder war aber nicht jedermanns Sache. Gerade die zahlenmäßig wie immer stark vertretene ältere Generation atmete hörbar auf, als Speedbottle-Gitarrist Thomas Jürgies anschließend auf der Zeltplatzbühne akustisch „Wish You Were Here“, „Blackbird“ und den Martin-Weller-Klassiker „Babba, keef merr e Mopped“ anstimmte. Auch Christian Lehr, der das Nebenprogramm betreute, bekam auf der lauschigen Zeltbühne viel Applaus.

    Die Bottles selbst hatten am frühen Freitagabend einen beeindruckenden Auftritt hingelegt: „Das ist unser Heimspiel, da freuen wir uns das ganze Jahr drauf, da sind wir voll motiviert“, erläuterte Simon Seul. Am Abend des ersten Tages stand wieder eine Band aus Südamerika auf der Waldbühne – ein roter Faden im Programm der letzten Jahre. Und auch diesmal zeigte sich wieder: Das sind keine 08/15-Bands, die da von weither anreisen, um sich in Europa einen Namen zu machen. Velo de Oza machten da keine Ausnahme. Gehüllt in Leinenumhängen mit Hüten machten die fünf Kolumbianer auf Viehhirte und Pistoleros. Ihren Stil nennen sie Carranga-Rock, doch ihre Bühnenshow lebt mehr von Comedy- und Spaßelementen. Auf jeden Fall hatten die Folkrocker viel Vergnügen und verbrachten noch etliche Stunden mit ihren neuen Fans am Bierstand...

    Politsongs und Partyspaß

    Die Weilburger Band „Fatzke“ trug ihren Punk-Rock mit deutschen Texten und politischen Überzeugungen vor – das gibt es heutzutage nicht mehr oft. Traditionell den Kehraus machen beim Rock im Daal die Londoner Partyrocker von „The Lettuceheads“. Die vier Profimusiker um Sänger Ian haben immer einen Riesenspaß in Kirchenbollenbach und genießen ihren Kultstatus. Da kommt schnell mal eine Auftrittslänge von drei Stunden und mehr zusammen, das Repertoire der „besten Londoner Partyband“ (Eigenwerbung) mit Hits aus den 70er-, 80er-, 90er-Jahren und von heute ist schier unbegrenzt. Und so wurde in Kirchenbollenbach mal wieder bis tief in die Nacht getanzt.

    Von unserem Redaktionsleiter Stefan Conradt

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