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    Kreis Birkenfeld

    Rehasport: Davon profitieren auch die Vereine

    Mit Rehabilitationssport, kurz Rehasport genannt, soll Menschen, die eine Krankheit oder eine schwere OP überwunden haben, nicht nur der Weg zurück zum normalen Leben erleichtert werden, sondern sie sollen auch dazu motiviert werden, sich langfristig weiterhin sportlich zu betätigen. Der am besten geeignete Ort dafür ist sicherlich der Sportverein, und daher wurde der Rehasport auch ganz gezielt dort angesiedelt. Umgekehrt ist es für die Vereine eine Chance, auf den demografischen Wandel zu reagieren und die Basis ihrer Mitglieder zu verbreitern. Im Landkreis Birkenfeld sind es bislang vier Vereine, die Rehasport, für den es speziell ausgebildeter Übungsleiter bedarf, anbieten: der Idarer Turnverein 1873, der Turnverein 1848 Oberstein, der Turnverein 1889 Herrstein sowie der Turnverein 1875 Vollmersbach.

    Gemeinsam geht alles leichter: Rehasport im Verein kommt vielen Menschen entgegen, die wieder zurück ins normale Leben finden wollen.  Foto: Hosser
    Gemeinsam geht alles leichter: Rehasport im Verein kommt vielen Menschen entgegen, die wieder zurück ins normale Leben finden wollen.
    Foto: Hosser

    „Viele Leute, die in den Rehasport kommen, haben noch nie zuvor im Leben Sport gemacht“, berichtet Marlene Schäfer, die als Übungsleiterin bei den Vereinen in Idar, Herrstein und Vollmersbach fungiert. „Unser Ziel ist es, dass sie auch nach der ärztlichen Verordnung dauerhaft dabei und im Verein bleiben.“ Im Regelfall werden 50 Übungseinheiten für den Zeitraum von 18 Monaten verschrieben, bei bestimmten Indikationen können es auch 120 Einheiten für den Zeitraum von 36 Monaten sein. Ziel ist es meist, die Bewegungsfähigkeit zu verbessern und den Verlauf von Krankheiten positiv zu beeinflussen.

    „Typische Übungen dienen der Förderung des Gleichgewichts, der Koordination, der Ausdauer, der Kraft, der Dehnungsfähigkeit oder der Stärkung der Tiefenmuskulatur“, erläutert Übungsleiterin Gaby Jungblut. „Mit kleinen Spielen werden kognitive und soziale Fähigkeiten verbessert.“ Als Übungsgeräte dienen teils simple Dinge wie die unterschiedlichsten Bälle, Becher oder Ringe, teils relativ neu entwickelte, teilweise aus der physiotherapeutischen Praxis stammende Hilfsmittel wie die Faszienrolle, elastische Übungsbänder, Balancekissen und -bretter oder Vibro-Stäbe. Allen gemein ist, dass sie einfach zu handhaben und vielfältig für ganz unterschiedliche Übungen und Zwecke einsetzbar sind. Ebenfalls Bestandteil des Rehasports sind Fallübungen. „Die Sturzprophylaxe ist gerade bei älteren Menschen wichtig“, erklärt Marlene Schäfer. „Dazu kann man die Stolperreflexe trainieren. Gerade weil so große Angst vor Stürzen besteht, gibt es ein Vermeidungsverhalten gegenüber kritischen Situationen, was dazu führt, dass die Reflexe verkümmern und die Leute noch unbeweglicher werden, als sie ohnehin schon sind.“ Dazu müssten, erläutert die erfahrene Übungsleiterin, Ängste abgebaut werden, damit die Menschen wieder lernen zu fallen.

    Für die vier lizenzierten Rehasporttrainer im Kreis, neben Marlene Schäfer und Gaby Jungblut sind das Herbert Kaucher und Volker Wissmann, ist es ein wichtiger Aspekt, dass es dieses Angebot bei den Vereinen gibt. „Das ist keine Konkurrenz zu den Krankengymnasten, sondern eine Ergänzung des Angebots“, unterstreicht Gaby Jungblut. „Im Verein ist von den Räumlichkeiten und der Ausstattung her die notwendige Infrastruktur vorhanden“, betont sie. „Und eine feste Gruppe – beim Rehasport sind das maximal 15 Teilnehmer – ist eine zusätzliche Motivation, auch regelmäßig hinzugehen und anschließend auch dabei zu bleiben.“

    Infos zum Rehasport gibt es bei Marlene Schäfer, Tel. 06781/ 469 17, Herbert Kaucher, Tel. 06784/ 9175, Gaby Jungblut, Tel. 0157/326.708 55, und Volker Wissmann, Tel. 06785/943.741

    Von unserem Reporter Jörg Staiber

    Idar-Oberstein Birkenfeld
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