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Quasi-Geständnis führt zur Erstattung von drei Monaten

Idar-Oberstein/Bad Kreuznach – Metalle und andere Materialien im Wert von rund 48 000 Euro hat ein 36 Jahre alter Rumäne, der in Wöllstein lebt, gemeinsam mit sechs weiteren Komplizen, die aber noch nicht ermittelt werden konnten, im Juli 2012 aus der Firma Türkis GmbH in Idar-Oberstein gestohlen.

Um sich Zutritt zu verschaffen hinterließen die Einbrecher eine Spur der Zerstörung, hebelten unter anderem Fenster und Türen auf. Zu der Diebesbeute gehörten auch Kupferspulen, von denen einige im Fahrzeug des Rumänen gefunden wurden, als ihn die Polizei später auf der A 61 stoppte. Über die Auswertung von Mobilfunkgesprächen konnte die Polizei seiner damals habhaft werden.

In erster Instanz vor dem Amtsgericht Idar-Oberstein hatte der Mann noch alle Vorwürfe der Staatsanwaltschaft abgestritten. Er wurde dennoch zu einer Gefängnisstrafe von zweieinhalb Jahren verurteilt. Gegen dieses Urteil legte der Mann Berufung ein. Jetzt wurde vor dem Kreuznacher Landgericht verhandelt.

Zunächst stritt der Rumäne auch hier alle Vorwürfe ab und versuchte mit allerhand Ausflüchten das Gericht davon zu überzeugen, dass er mit dem Einbruch nichts zu tun habe. Nach einem Übersetzungsmarathon durch den Dolmetscher, der dem Angeklagten alle, durch die Richterin vorgetragenen Vorhalte in epischer Breite erklärte, erschien es allen Prozessbeteiligten letztlich sinnvoll, ein Rechtsgespräch hinter verschlossenen Türen zu führen. Das hatte zum Ergebnis, dass der Angeklagte seine Berufung auf das Strafmaß beschränkte, womit er die Feststellungen des Amtsgerichts Idar-Oberstein bestätigte und somit quasi ein Geständnis ablegte. Das konnte ihm die Kammer in ihrem neuen Urteil nun positiv anrechnen. So entschied das Landgericht nun auf eine Gefängnisstrafe von zwei Jahren und drei Monaten.

Auf freien Fuß kam der Rumäne, der sich seit geraumer Zeit bereits in Untersuchungshaft befindet, aber trotzdem nicht. Er fuhr zurück in die Justizvollzugsanstalt, wo er wohl noch den Rest seiner Strafe absitzen muss, falls er nicht wegen besonders guter Führung und/oder anderen positiven Umständen von der sogenannten Zwei-Drittel-Regelung profitieren kann. Nach den Komplizen fahndet die Polizei weiterhin.

Von unserem Mitarbeiter

Rolf Müller

Idar-Oberstein Birkenfeld
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