40.000
Aus unserem Archiv
Oberbrombach

Oberbrombacher Investitionen: Gemeinde steckt ihr Geld in alte Schule und neue Straße

Für die Gemeinde Oberbrombach gilt es in diesem und im nächsten Jahr, bei ihrer Investitionstätigkeit vor allem zwei Stellen im Dorf besonders in den Blick zu nehmen. Zum einen werden die Sanierungsarbeiten im Gemeinschaftshaus fortgesetzt, und zum anderen ist die Kommune beim Ausbau der Kreisstraße 14 vom Abzweig der B 41 bis zum Ortsausgang in Richtung Sonnenberg finanziell mit im Boot.

Foto: Munsteiner

Im kürzlich vom Rat verabschiedeten Doppelhaushalt für 2018 und 2019 sieht das darin enthaltene Investitionsprogramm Gesamtausgaben in Höhe von 235.000 Euro vor, für die sich die Gemeinde wegen ihrer alles andere als rosigen Lage größtenteils Geld bei den Banken leihen, also Kredite aufnehmen muss.

Zwei Stellen in Oberbrombach, an denen Bauarbeiten anstehen: Die Sanierung des Gemeinschaftshauses (oben) läuft weiter, und die Kreisstraße nach Sonnenberg wird ab Mitte des Jahres innerorts erneuert. Fotos: Axel Munsteiner
Zwei Stellen in Oberbrombach, an denen Bauarbeiten anstehen: Die Sanierung des Gemeinschaftshauses (oben) läuft weiter, und die Kreisstraße nach Sonnenberg wird ab Mitte des Jahres innerorts erneuert. Fotos: Axel Munsteiner
Foto: Munsteiner

Das Hauptaugenmerk liegt weiterhin darauf, die gute Stube des 450-Einwohner-Dorfs in Schuss zu halten. Konkret ist damit die um 1900 erbaute frühere Schule gemeint, zu der 1960 ein Anbau dazukam, bevor sie 1980 zum Gemeinschaftshaus umfunktioniert wurde. Das Gebäude wurde 1990 noch um einen Erweiterungsteil als Domizil für die Feuerwehr ergänzt. Zuletzt wurde 2016 der Vorplatz völlig neu gestaltet, und der markante Glockenturm erhielt einen neuen Anstrich.

Aber auch das Innere des Gebäudes, zu dem drei Mietwohnungen gehören, will die Gemeinde sukzessive auf Vordermann bringen. Denn, so formuliert es Ortsbürgermeister Rüdiger Scherer im NZ-Gespräch: „Auch wenn uns das Gemeinschaftshaus viel Geld kostet, so müssen wir es doch hegen und pflegen, weil es für das Leben im Dorf eine herausragende Bedeutung hat.“ Alle Vereine im Ort, unter anderem der TuS mit seinen zahlreichen Gruppen oder der Chor Allegro, nutzen es für ihre Übungsstunden. Da es schon seit einigen Jahren keine Gaststätte mehr im Ort gibt, wird es zudem häufig für private Anlässe wie Geburtstagsfeiern, Hochzeiten oder Beerdigungen gebucht.

Insgesamt rund 174.000 Euro sind im Doppeletat für Sanierungsarbeiten im Haus und den dazugehörigen Wohnungen vorgesehen. Dabei geht es im von der Gemeinde genutzten Teil vornehmlich um die Erneuerung der Elektroinstallationen, wobei Scherer betont, dass noch nicht ganz klar ist, in welchem Umfang dies im Kellergeschoss geschehen wird. Zunächst wurde dafür im Haushaltsplan für 2019 ein Betrag in Höhe von 60.000 Euro eingestellt. Die Mietwohnung im Erdgeschoss soll für 50.000 Euro und die im Dachgeschoss für 10.000 Euro saniert werden. Um in diesem Bereich des Gebäudes den Brandschutz im Treppenhaus zu verbessern, sind weitere 10.000 Euro vorgesehen.

Die Unterhaltung der Gemeindestraßen, unter anderem soll das schadhafte Pflaster in der Straße „Im Unterdorf“ ausgetauscht werden, lässt sich die Gemeinde 2018 rund 12.000 Euro kosten. Die wichtigste Baustelle, die auch für viele Nichtoberbrombacher von Belang sein wird, richtet jedoch der Kreis ein. Voraussichtlich Mitte des Jahres startet der Ausbau der K 14 auf dem circa 200 Meter langen Teilstück zwischen der Ortsmitte und dem Ortsausgang in Richtung Sonnenberg. Während der Arbeiten muss dieser Straßenabschnitt voll gesperrt werden, sodass sich Autofahrer, die in Richtung Sonnenberg unterwegs sind, auf Umwege einstellen müssen. Allerdings geht Scherer davon aus, dass diese Einschränkungen nur bis Ende 2018 bestehen bleiben und die Arbeiten bis dahin abgeschlossen sind.

Davon geht auch Thomas Heß, der zuständige Sachbearbeiter bei der Kreisverwaltung, aus. Der Kreis schultert als Bauträger mithilfe eines Landeszuschusses die Kosten für die Erneuerung der Fahrbahn. Sie sind laut Heß mit insgesamt 150.000 Euro veranschlagt. Sache der Gemeinde ist es aber, die Erneuerung der Gehwege und der Straßenbeleuchtung zu bezahlen. Das schlägt mit insgesamt 37.000 Euro zu Buche. Allerdings werden die Anlieger – wie bei solchen Vorhaben üblich – an der Finanzierung in Form von Beiträgen beteiligt. Daher fließen durch diese Zahlungen auch 22.000 Euro wieder zurück in die kommunale Kasse.

Von unserem Redakteur
Axel Munsteiner

Idar-Oberstein Birkenfeld
Meistgelesene Artikel
Anzeige
Ihre Ansprechpartner in der Redaktion
Stefan Conradt (sc)
Redaktionsleiter
Tel. 06781/605-43
E-Mail
Vera Müller (vm)
Redakteurin
Tel. 06781/605-52
E-Mail
Bettina Schäfer (bet)
Redakteurin
Tel. 06781/605-56
E-Mail
Andreas Nitsch (ni)
Redakteur
Tel. 06781/605-45
E-Mail
Axel Munsteiner (ax)
Redakteur
Tel. 06781/605-44
E-Mail
Peter Bleyer (pbl)
Redakteur
Tel. 06781/605-58
E-Mail
Silke BauerSilke Bauer (sib)
Redakteurin
0171-2976119
E-Mail
Jörg Staiber (jst)
Reporter
Tel. 06781/605-63
E-Mail
Online regional

Bettina TollkampBettina Tollkamp
Chefin v. Dienst
E-Mail

Regionalwetter
Sonntag

13°C - 29°C
Montag

15°C - 29°C
Dienstag

15°C - 28°C
Mittwoch

15°C - 27°C
Anzeige
epaper-startseite
News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
Anzeige