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    Neues Geld aus Brüssel für den Hunsrück

    Hermeskeil/Birkenfeld - Frohe Botschaft für die Mitglieder der LAG Erbeskopf: In der Geschäftsstelle im Hermeskeiler Rathaus ging ein Schreiben ein, in dem offiziell bestätigt wurde, dass die EU ihre Zuschüsse für Hochwald und Hunsrück um 300 000 Euro aufstockt. Damit stehen der Aktionsgemeinschaft (siehe Extratext)n bis zum Auslaufen der aktuellen Förderperiode Ende 2013 insgesamt 1,95 Millionen Euro zur Verfügung. Seit dem Start des Aktionsbündnisses vor vier Jahren wurden bisher Zuschüsse für 25 Vorhaben zwischen Kell und Idar-Oberstein bewilligt.

    Der Hochseilgarten am Fuße des Erbeskopf soll noch attraktiver werden. Der Betreiber plant eine spektakuläre, 150 Meter lange Seilbahn für 76 000 Euro. 
Foto: Klaus Kimmling
    Der Hochseilgarten am Fuße des Erbeskopf soll noch attraktiver werden. Der Betreiber plant eine spektakuläre, 150 Meter lange Seilbahn für 76 000 Euro.
    Foto: Klaus Kimmling - Klaus Kimmling K

    Das Prozedere war und ist in allen Fällen gleich: Die Anträge für die Projekte stellen die Gemeinden, die dann in der Regel mit einer Förderquote von 55 Prozent rechnen können, oder es sind Vereine und Privatleute, die für ihre Vorhaben eine Finanzspritze der EU erhalten. Für sie fließt aber nur ein Zuschuss von 25 Prozent. Voraussetzung ist immer, dass die angemeldeten Projekte zu den vier Handlungsfeldern der LAG Erbeskopf passen: Dorfentwicklung, Tourismus und Freizeit, regionale Produkte, Energie. Die Gemeinden, Vereine oder Privatleute müssen dem Aktionsbündnis deshalb zunächst eine Projektbeschreibung vorlegen. Die LAG-Mitglieder entscheiden dann in regelmäßigen Sitzungen, ob man für die Vorhaben einen Zuschussantrag stellt.

    Acht neue Projekte

    Beim jüngsten Treffen hat das Gremium beschlossen, dass acht weitere Projekte in den Genuss von Geld aus Brüssel kommen sollen. Insgesamt müssten für sie noch einmal 360 000 Euro aus dem Topf genommen werden, der der LAG zur Verfügung steht.

    Das wichtigste und kostspieligste dieser neuen Vorhaben wird im Kreis Birkenfeld umgesetzt: der Ausbau des historischen Kupferbergwerks in Fischbach (Zuschuss: 124 000 Euro). Dabei geht es vor allem darum, die Sehenswürdigkeit für behinderte Menschen zugänglich zu machen. Sie sollen den Stollen ebenerdig und barrierefrei erleben können. Außerdem gibt es Geld für ein Projekt in der VG Birkenfeld. Sie will das wachsende Problem von leer stehenden Häusern in den Ortskernen angehen. Zunächst wird deshalb der aktuelle Bestand an Leerständen aufgenommen und zugleich eine Prognose erstellt, wie viele leer stehende Gebäude bis 2030 dazukommen. Zu den vorgesehenen Kosten von 71 400 Euro soll die EU 33 000 Euro beisteuern. Außerdem soll die Einrichtung der historischen Weiherschleife in Tiefenstein ergänzt werden. Dafür will die private Edelsteinminen GmbH 60 000 Euro investieren. Der Zuschuss der LAG würde 15 000 Euro betragen. Zudem ist für 25 000 Euro eine Neugestaltung des Internet-Auftritts der Naheland-Touristik geplant. Die LAG Erbeskopf will sich daran mit knapp 3000 Euro beteiligen.

    Seilbahn geplant

    Aber auch Orte im Hochwald und Hunsrück sollen profitieren: In der Verbandsgemeinde Kell gibt es für den geplanten Dorfladen in Mandern finanzielle Unterstützung. In der VG Ruwer soll vom Ort Schöndorf aus eine Anbindung an den Ruwer-Hochwald-Radweg geschaffen werden. Kostenpunkt: 71 400 Euro, Zuschuss: 33 .000 Euro. In der VG Thalfang werden Anträge für zwei Vorhaben gestellt: Auf einer Anhöhe nahe Breit soll rund um das Naturdenkmal Kugeleiche für 24 000 Euro ein Aussichtspunkt mit Bänken entstehen. Und der bereits bestehende Hochseilgarten am Erbeskopf, den ein Verein betreibt, soll noch attraktiver werden. Dort wird für rund 76 000 Euro eine etwa 150 Meter lange Seilbahn gebaut, die den Namen Flying Fox trägt. Auf ihr schweben die Besucher am Fuß des Skihangs über Teile des Parkplatzes, den Teich und den Spielplatz. Der erwartete Zuschuss beträgt 15 500 Euro.

    Sollten all diese beschlossenen Vorhaben tatsächlich umgesetzt werden, dann sind laut dem LAG-Vorsitzenden Michael Hülpes aus dem Fördertopf 1,7 von 1,95 Millionen Euro weg. Die LAG Erbeskopf werde sich auf jeden Fall beim Land für die kommende Förderperiode zwischen 2014 und 2020 bewerben und habe dabei auch gute Chancen. "Der Staatssekretär Thomas Griese im Umweltministerium hat uns das bereits im Hinblick auf den möglichen Nationalpark im Hochwald signalisiert", sagt der Hermeskeiler Bürgermeister.

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