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Hettenrodt

Neueröffnung des Dorfladens steht bevor

Andreas Nitsch

Das Projekt „Dorfladen“ in Hettenrodt geht in seine finale Phase. Noch sind kleinere Restarbeiten zu erledigen, doch am Samstag, 3. Februar, soll die offizielle Wiedereröffnung über die Bühne gehen – auch wenn dort bereits seit November wieder eingekauft werden kann.

Die offizielle Wiedereröffnung soll zwar erst Anfang Februar stattfinden, doch schon seit November können die Hettenrodter wieder in ihrem modernisierten Dorfladen einkaufen.  Foto: Hosser
Die offizielle Wiedereröffnung soll zwar erst Anfang Februar stattfinden, doch schon seit November können die Hettenrodter wieder in ihrem modernisierten Dorfladen einkaufen.
Foto: Hosser

Ganz sicher sei dies allerdings noch nicht, sagte Ortsbürgermeister Markus Schulz. Er und seine Mitstreiter indes hoffen das Beste.

Hohe bürokratische Hürden

Einfach war die Umsetzung der Pläne – Umgestaltung und Modernisierung des Dorfladens – beileibe nicht. „Es hat sehr lange gedauert, bis wir die ganzen Vorarbeiten erledigt hatten“, sagt Ortsbürgermeister Schulz rückblickend. Der bürokratische Aufwand, der betrieben werden musste, um Zuschüsse aus dem Leader-Programm der EU zu erhalten, sei enorm gewesen. Zwischenzeitlich stand das gesamte Unterfangen sogar auf der Kippe. Letztlich aber sprang sogar eine Premiumförderung heraus. Das heißt, 75 Prozent der Baukosten werden von der EU übernommen.

Zuvor aber musste eine Machbarkeitsstudie erstellt werden. Darüber hinaus wurde – auch um die Hettenrodter frühzeitig in das Projekt einzubeziehen – eine Haushaltsbefragung ins Leben gerufen und durchgeführt. Motivation dieser Befragung war es, die konkreten Bedürfnisse der Bevölkerung bei der Ausgestaltung neuer Angebote zu erfahren und schließlich auch zu berücksichtigen.

Die Hettenrodter hatten sich eine Menge vorgenommen. Die bestehende Ladenfläche sollte um einen barrierefreien Treffpunkt mit einem Bereich mit Sitzmöglichkeit für Kunden erweitert werden. Weitere Wünsche waren, Einheimischen und Gästen ein Getränke- und Imbissangebot machen zu können sowie das Sortiment frischer und regionaler Produkte zu erweitern. Gleichzeitig sollte das Gebäude energetisch aufgewertet werden. Und schließlich sollte für den Laden eine öffentlich zugängige, barrierefreie Toilette geschaffen werden.

Grundversorgung sichern

All diese Maßnahmen sollen nicht nur in erster Linie dazu beitragen, den Dorfladen und somit einen beliebten dörflichen Treffpunkt im Ortskern zu erhalten, sondern die Grundversorgung der Ortsgemeinde dauerhaft zu sichern. Ganz wichtig ist in diesem Zusammenhang der Erhalt der Poststelle im Dorf, was ebenfalls die Attraktivität des Dorfladens steigert – nicht zu vergessen die Sicherung der bis dahin bestehenden fünf Arbeitsplätze vor Ort. Ein Nebeneffekt ist sicher, dass auch Wanderer und Besucher des Nationalparks eine Anlaufstelle haben.

Ganz wichtig war Ortsbürgermeister Schulz und den Mitgliedern des Ortsgemeinderates, dass sich die Gemeinde für dieses Projekt nicht neu verschulden muss. Das ist in Hettenrodt gelungen. Mehr noch: Auch die anvisierten Baukosten in Höhe von knapp 270.000 Euro sind eingehalten worden. „Oft ist es ja so, dass gerade bei solchen Maßnahmen die Kosten explodieren. Uns war es wichtig, dass wir den Finanzrahmen nicht sprengen“, betont Schulz.

Im Juni 2017 wurde unter der Regie der Architektin Heidi Ritter mit der Entkernung begonnen. Der Betreiber, Metzger Ralf Georg aus Niederbrombach, wich während der Umgestaltung mit einem Teil seines Sortiments in die Turnhalle des TVH aus. „Wir sind dem TVH sehr dankbar, dass dies so unproblematisch geregelt werden konnte“, erklärt Schulz. In der Turnhalle sei eine richtig kuschelige Atmosphäre entstanden. Mittlerweile ist Ralf Georg zwar wieder an seinem angestammten Standort, aber aus den Reihen der Bevölkerung werde immer wieder angeregt, in der Turnhalle eine Zweigstelle einzurichten, die für die Bewohner am Berg leicht per pedes erreichbar ist.

Bistroecke ist eingerichtet

Nun ist unter anderem die Bistroecke eingerichtet, neue Klimageräte wurden installiert, das gesamte Gebäude gedämmt. Der Einbau der Lampen im Inneren hat sich etwas verzögert und soll dieser Tage erfolgen. Wenn alles weiterhin so glatt läuft, steht der offiziellen Neueröffnung am 3. Februar nichts mehr im Weg. Vor allem die Bürger sind eingeladen, sich das neue Schmuckstück anzuschauen. Ein großes Programm ist nicht geplant, auch wenn Markus Schulz kurz die Historie des Gebäudes beleuchten will.

Von unserem Redakteur Andreas Nitsch

Idar-Oberstein Birkenfeld
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