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    Rinzenberg

    Nationalpark: Freundeskreis ist weiter voller Tatendrang

    Nicht alles läuft rund beim Thema Nationalpark, der Brief der kommunalen Führungskräfte im Kreis Birkenfeld an Ministerpräsidentin Malu Dreyer zeigt: Man ist unzufrieden mit dem Umgang der Landesregierung mit dem Projekt. Mit ganz anderem Schwung geht man an der Basis an die Arbeit. Die Mitgliederversammlung des Freundeskreises Nationalpark Hunsrück-Hochwald im Gemeinschaftshaus Rinzenberg hat das wieder mal belegt:

    Für Dr. Andrea Klaus-Thiel ist der Nationalpark Hunsrück-Hochwald eine Herzensangelegenheit. Die Biologin hat als Mitarbeiterin im Nationalparkamt damit begonnen, ein Forschungsnetzwerk für das Premiumschutzgebiet einzurichten. Foto: Konrad Funk
    Für Dr. Andrea Klaus-Thiel ist der Nationalpark Hunsrück-Hochwald eine Herzensangelegenheit. Die Biologin hat als Mitarbeiterin im Nationalparkamt damit begonnen, ein Forschungsnetzwerk für das Premiumschutzgebiet einzurichten.
    Foto: Konrad Funk

    Von unserem Mitarbeiter Karl-Heinz Dahmer

    Dort sprudelte man über von Ideen, erzählte mit Begeisterung von den Dingen, die man bereits auf den Weg gebracht hat, und solchen, die man für die nächste Zeit plant.

    Vorsitzender Hans-Joachim Billert fand kaum ein Ende, als er seinen Geschäftsbericht vortrug, er sprach frei, vor sich nur ein paar Stichworte, berichtete unter anderem vom vielversprechenden Start des Nationalpark-Radios, das am 1. April auf Sendung ging und seitdem jeden ersten Freitag im Monat "on air" ist: "Es wird teilweise auf der ganzen Welt gehört."

    Auch andere Ideen sind ein voller Erfolg. Das Nationalparkfest am 26. Mai in Schwollen zum Beispiel, das der Freundeskreis zusammen mit dem Nationalparkamt auf die Beine gestellt hatte. "Es ist ein prima Aushängeschild", findet Rainer Scriba, einer von Billerts Stellvertretern. Nächstes Jahr, zum zweiten "Geburtstag" des Schutzgebiets, wird am 11. Juni am Bostalsee gefeiert, ein historischer Zug soll vom Rhein-Main-Gebiet nach Türkismühle fahren, berichtete Scriba. Fürs Schwollener Fest wurde ein Staffelstab geschaffen, er wandert im Juni nach Nohfelden. Die US-Army-Band habe zugesagt, eine Reihe weiterer Ideen sind vorhanden, mit der Detailplanung werde man Anfang des neuen Jahres beginnen, erklärte Scriba. Eine Arbeitsgruppe wurde gebildet, für die weitere Mitglieder gesucht werden.

    Auch die Kunstwanderung im August hat Spuren hinterlassen: Die Veranstaltung zusammen mit dem Kunstverein Obere Nahe und dem Verein Blue Note kam so gut an, dass die drei Partner weiter zusammenarbeiten wollen. Das nächste Kooperationsprojekt sei angedacht, berichtete Blue-Note-Vorsitzender Dieter Hochreuther.

    Gefeiert wird 2017 auch am Römerlager bei Hermeskeil. Fürs Frühjahr ist ein Grabungsfest an jenem Ort geplant, der nach aktuellem Stand das älteste Lager römischer Soldaten nördlich der Alpen war. Der Freundeskreis hatte eine Spendensammlung gestartet, damit die Ausgrabungen von Archäologin Sabine Hornung weitergehen können, 11 900 Euro kamen zusammen.

    Der Freundeskreis hat zusammen mit dem Naturschutzbund (Nabu) im vorigen Jahr ein Fledermaus-Monitoring gestartet. Nabu-Kreisvorsitzender Christian Jungmann berichtete von der bisherigen Arbeit, bei der die Population von Fledermäusen erfasst wird. Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt, eine Akustiksoftware, der Bat-Corder, wurde mit Unterstützung der Zoologischen Gesellschaft Frankfurt angeschafft. Angedacht ist, in Zusammenarbeit mit dem Nationalparkamt und dem Verein für Heimatkunde im Landkreis Birkenfeld eine Publikation herauszubringen. Adolf Grub vom Heimatkundeverein ist vorsichtig: Es mache nur Sinn, wenn sich jemand findet, der die Redaktion übernehme. Eine Sache zu beginnen, um sie nach wenigen Jahren wieder zu den Akten zu legen, sei nicht zweckmäßig.

    Auch aus dem Nationalparkamt gibt es Ideen. Dessen Leiter Harald Egidi informierte über eine Tour durch den Park in Gebärdensprache. Im April soll sie an der Wildenburg beginnen. Auch eine Kinoserie soll es geben: Sie wird zusammen mit Movietown in Neubrücke verwirklicht. Einer Idee von Uwe Anhäuser erteilte Egidi eine Absage. Anhäuser hatte in einer Ergänzung zur Tagesordnung zwei Vorschläge eingebracht: Das Nationalpark-Gebiet in den Idarwald zu erweitern und eine windkraftfreie Schutzzone einzurichten. Anhäuser war nicht zur Sitzung in Rinzenberg gekommen und konnte sich so auch nicht anhören, dass seine Vorschläge von den Versammelten abgelehnt wurden. Zur Schutzzone von fünf Kilometern um den Park gibt es derzeit eine Stellungnahme zur Fortschreibung des Landesentwicklungsplans. Zur Erweiterung des Parkgebiets, erklärte Egidi: Der Idarwald sei stark mit Fichten und Douglasien bewachsen, er sei wichtig für die Holzindustrie. "Welche weiteren Arrondierungen wir später vornehmen, müssen wir sehen."

    Joe Weingarten, den die SPD vor zwei Monaten als Kandidat für die Bundestagwahl im nächsten Jahr nominiert hat, war auf Wahlkampftour: Der Nationalpark sei "die beste Idee zur Entwicklung der Region", sagte er. Aber es laufe nicht alles optimal, auch auf Landesebene: "Wir müssen die Koordinierung verbessern."

    Idar-Oberstein Birkenfeld
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