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Nächste Traumschleife eröffnet: „Zwischen den Wäldern" gibt es viel zu sehen

Wirschweiler/Allenbach – Gut 300 Wanderinteressierte nahmen am Samstagmorgen an der Eröffnung der vierten Traumschleife der Verbandsgemeinde Herrstein teil. Sie heißt „Zwischen den Wäldern" und führt zwischen Wirschweiler und Allenbach durch Wald und Flur (siehe Extra-Text). Der Name ist Programm: Über weite Teile haben Wanderer freien Blick auf den Hunsrückhauptkamm im Norden und den wilden, geschichtsträchtigen Quarzitrücken zwischen Wildenburg und Pfannenfels im Südosten, der einmal das Rückgrat des Nationalparks Hunsrück bilden könnte.

Am Wanderportal am Sportplatz Wirschweiler eröffnete die Deutsche Edelsteinkönigin Magdalena I. gemeinsam mit VG-Bürgermeister Uwe Weber sowie den beiden Gemeindevertretern Siegfried Burmann und Erich Paulus den neuen Wanderweg. Keine 500 Meter weiter erwartet den Wanderer bereits die erste Überraschung: Eine großdimensionale Skulptur des einheimischen Künstlers Gerd Edinger steht als markanter Blickfang am Waldesrand. „Sonnenzeit" besteht aus einem kleinen und großen Grundblock (für den Tag, der die Nacht dominiert) und 24 Stunden-Steinen, die wie ein überdimensioniertes Steinmännchen in den Himmel ragen. Der rötliche Allenbacher Quarzit wurde vom Steinbruch Juchem gestiftet, der dem Künstler auch beim Aufbau mit schwerem Gerät half. Steinsitzbänke laden zum Verweilen und Meditieren ein.

Zertifiziert ist der neue Weg noch nicht, das soll in den kommenden Tagen erfolgen. Auch fehlen die Entfernungsschilder noch – auch sie werden in den kommenden Tagen montiert. Uwe Weber ist gemeinsam mit dem „Vater der Traumschleifen", Achim Laub vom Projektbüro Saar-Hunsrück-Steig in Losheim, von einer guten Bewertung überzeugt. Laub, der den Weg in seiner Endgestalt am Samstag erstmals komplett unter die Wanderschuhe nahm, verteilte schon mal Vorschusslorbeeren: „Das ist wie immer eine tolle Arbeit des Herrsteiner Teams um Adam Wetzel." Der Wegebauer der VG hat fast ein Jahr an der Streckenführung getüftelt und zahlreiche Pfade neu erstellen lassen. Das Ergebnis kann sich sehen lassen. Traumhafte Passagen durch schattige Wälder, entlang des plätschernden Idarbachs und zum Finale eine enge Schlucht in der Hohlbach sind die Höhepunkte. Etliche Ruhe- und auch mehrere geschwungene Sinnenbänke sind ja fast schon Standard auf den „Herrsteiner" Traumschleifen.

Doch noch mehr als von der Streckenführung profitiert der neue Weg von den Attraktivitäten an der Strecke. Das ist neben Gerd Edingers Großskulptur vor allem das „Historische Handwerksdorf Allenbach". Denn dort können Wanderer nicht nur im Hotel-Restaurant Steuer einkehren oder am Weiher die Seele baumeln lassen, sondern auch eine historische wasserbetriebene Kornmühle, eine Schmiede – beide voll funktionsfähig – und ein Schlösschen besichtigen. Das Schloss leider derzeit nur von außen (außer an Aktionstagen), die Schmiede auf Anfrage im Hotel Steuer. Einzig die authentisch hergerichtete Mühle, die aus dem Jahre 1450 herrührt (damals noch als Ölmühle für die Kupferschmelze), ist täglich geöffnet – man muss nur beim „Müller" Hans Müller klingeln. Die Dorfschmiede ist im Besitz von Edwin Steuer, dem VG-Beigeordneten, der das Ensemble vor dem Verkauf rettete und mühsam die alten Einrichtungsgegenstände von der Feuerstelle, über den Amboss bis hin zu allerlei Werkzeug besorgte. Derzeit fehlt nur noch ein historischer Blasebalg.

Infos im Überblick: Der neue Premiumweg ist ähnlich dem Herrsteiner Mittelalterpfad ein entspannter Familienwanderweg von rund 11 Kilometer Länge und mit gerade mal 230 Höhenmetern. Er ist damit eine ideale Ergänzung im Netz der doch meist schwierigeren und längeren Rundwege in der näheren Umgebung („Köhlerpfad" ab Langweiler; „Nahe-Felsen-Weg" in Idar-Oberstein und „Kupfer-Jaspis-Pfad" ab Niederwörresbach/Hintertiefenbach/Fischbach). Für Kinder ist der Weg aufgrund vieler Wasserläufe, der Fledermaushöhlen im Krahloch und der Sehenswürdigkeiten zum Anfassen in Allenbach interessant. Mehr Infos zu den Traumschleifen: www.saar-hunsrueck-steig.de/traumschleifen Stefan Conradt

Idar-Oberstein Birkenfeld
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