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    Idar-Oberstein

    Kunst an der Oberen Nahe hat viele Gesichter

    K U N S T – in Schwarz, Rot, Gold und Blau auf weißem Grund spielen die Lettern des Titels der diesjährigen Ausstellung des Kunstvereins Obere Nahe mit dem Begriff, der die 22 beteiligten Schaffenden wohl ein Leben lang beschäftigt. Kein Satzzeichen, aber durch Spiegeln, Auf-den-Kopf-Stellen, Drehen und Beschädigen wird der Begriff in Angriff genommen.

    Sich einlassen auf die Exponate und sie auf sich wirken lassen – so lautet das Motto auch bei der Ausstellung in der Volksbank.  Foto: Hosser
    Sich einlassen auf die Exponate und sie auf sich wirken lassen – so lautet das Motto auch bei der Ausstellung in der Volksbank.
    Foto: Hosser

    Die Handschrift des Kurators und stellvertretenden Vorsitzenden Helmut Schmid lässt sich erahnen. Sein Pop-Art-Bild mit dem poetischen Hesse-Zitat als Titel, „In jedem Anfang wohnt ein Zauber inne“, verwendet die fünf Farben Frankreichs und Deutschlands, um Angela Merkel und Emmanuel Macron im Profil erste hoffnungsvolle Blicke tauschen zu lassen. „Es war tatsächlich eine große Herausforderung, die zu erwartende Vielfalt der Objekte sinnvoll zu organisieren“, bestätigte Schmid. „Viele meiner Kollegen zeigen ganz unterschiedliche Stile.“

    Schmid und seinem Team ist es hervorragend gelungen, Bilder und Skulpturen in dem relativ kleinen Ausstellungsraum der Volksbank Hunsrück-Nahe in der Otto-Decker-Straße wirkungsvoll zu kombinieren. Frappierend Nana Prestels „Akt 2“ in seiner abstrakten Zartheit in Verbindung mit dem „Dorf“ von Herbert Heß. Das gebrochene Orange mag dort leitend gewesen sein.

    Bei der Begrüßung für die Bank machte sich Michael Auler Gedanken über den zentralen Begriff des Abends. Vor fast 100 Gästen betonte er den Willen und die Bereitschaft des Instituts, mit solchen Veranstaltungen die Region zu fördern. Man hatte das Trio Atrevidos, drei unerschrockene Lehrer der Kreismusikschule (Anneliese Hanstein, Flöte, Jörg Elberding, Gitarre, und Hans-Peter Bohrer, Klarinette), eingeladen, bei der Vernissage dezent Hintergrundmusik zu liefern. Ab und zu spendete man ihnen für ihr niveauvolles Spiel ein wenig Beifall.

    Was ist Kunst? In seiner kleinen Einführung servierte auch Helmut Schmid etliche Zitate zum Thema. Josef Beuys provokantes „Kunst ist Kapital“ ließ einige natürlich besonders mit Hinblick auf die Räumlichkeiten schmunzeln. Und zudem handelt es sich ja um eine Verkaufsausstellung. Sich einzulassen auf die Exponate, zu schauen und wirken zu lassen sind Wege, den Werken ihre Geheimnisse zu entlocken. Vorschnelle Werturteile blockieren. Beide Redner betonten die Vielfalt der verwendeten Stile und Ausdrucksformen. Dem geübten Museumsgänger kommt bei dem einen oder anderen Bild die Erinnerung an Georges Braque oder Otto Dix. Nana Prestels „Akt 2“ lässt ein wenig Marc Chagall durchscheinen. Ernst Slaviks erdige Tableaux in Mischtechnik über Leben, Alter und Tod beeindrucken stark. Wie ein Wimmelbild wirkt Harma-Regina Rieths Acrylgemälde „Dada – Diesel – Dicke Luft“. „Nehmen Sie sich Zeit zum Entdecken“, hatte Schmid empfohlen. Die hat man im Gedränge des Vernissagegeschehens nur bedingt, aber es bleiben ja noch zwei Wochen. Schmid hatte sich die Zeit genommen, auf jeden Aussteller einzugehen. Viele waren anwesend und standen für Gespräche bereit. Es gibt so viel zu sehen: von Rolf Seuls wuchtigem Bild „Ohne Titel“ über Raymond Pauquets blutroten, beängstigenden „Terror in Europa“ bis hin zum wegen seiner aufwendigen Technik verblüffenden „Landschaftsbild“ von Lothar Prediger, der in diesem Kreis zum ersten Mal ausstellt. Und dann tauchen auch noch Luthers Tintenfass und eine Bratwurst auf – wahrlich, auch an der Oberen Nahe hat die Kunst viele Gesichter!

    Vom 6.11. bis zum 17.11. ist die Ausstellung während der Öffnungszeiten der Bank zu besichtigen.

    Von unserer Mitarbeiterin
    Jutta Gerhold

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