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    Kreis-SPD: Kurt Beck kehrt als Wahlkämpfer zurück – Traumergebnis für Hans-Jürgen Noss

    Der Wahlkämpfer Kurt Beck ist wieder da - und verleiht seinem alten Weggefährten Hans-Jürgen Noss mächtigen Rückenwind für den aufziehenden Landtagswahlkampf. Auf eine leidenschaftliche gut halbstündige Rede des Ministerpräsidenten a.D. folgt ein Traumergebnis für den Landtagsabgeordneten bei seiner Nominierung durch die SPD-Wahlkreiskonferenz im Saal des Hettenrodter Bürgerhauses.

    Kurt Beck gratuliert Hans-Jürgen Noss zur Nominierung und erhält als Gastgeschenk eine Flasche Edelschliff sowie eine Ausgabe des Buchs von Wolfgang Hey über den 30-jährigen Krieg.  Foto: Michael Fenstermacher
    Kurt Beck gratuliert Hans-Jürgen Noss zur Nominierung und erhält als Gastgeschenk eine Flasche Edelschliff sowie eine Ausgabe des Buchs von Wolfgang Hey über den 30-jährigen Krieg.
    Foto: Michael Fenstermacher

    Von unserem Redakteur Michael Fenstermacher

    Wer den früheren Landesvater bei seinem ersten öffentlichen Auftritt an der oberen Nahe seit dem Landkreis-Jubiläum vor zweieinhalb Jahren als Elder Statesman erwartet hat, wird schnell eines besseren belehrt. Von den Delegierten bereits bei seiner Ankunft mit stürmischem Applaus empfangen, nennt Beck zunächst seine persönliche Verbundenheit zum Abgeordneten Noss als Grund für seine Anwesenheit und erntet gleich herzhafte Lacher: "In einer guten Fußballmannschaft, also nicht gerade Kaiserslautern, spielt Hans-Jürgen die Rolle eines unverzichtbaren Wasserträgers, der jederzeit mannschaftsdienlich spielt."

    Noss bekommt später 67 von 69 Delegiertenstimmen bei zwei Enthaltungen bei der Wahl zum A-Kandidaten für das Direktmandat. Für die Idar-Obersteiner Nachwuchshoffnung Julia Luthmann als B-Kandidatin stimmen 63 Delegierte bei drei Enthaltungen und drei Neinstimmen. 

    Beck legt im Wahlkampfmodus schnell ein, zwei Gänge zu. Ohne Manuskript, voller Elan und mit marktplatzerprobter Stimme - die Mikrofonanlage muss zwischenzeitlich runtergeregelt werden - preist er die Verdienste der SPD-geführten Regierungen seit 1991 und legt sich die CDU und ihre Landeschefin Julia Klöckner als Feindbild zurecht.

    Zum Industrieland weiterentwickelt habe die SPD das Land der Reben und Rüben und dabei gerade für den Nahe-Hunsrück-Raum für Herausforderungen wie die Aufgabe militärischer Liegenschaften stets passende Antworten gefunden - zum Beispiel am Flughafen Hahn. "Es gab auch Vorschläge, dort alles in Weideland umzuwandeln. Aber das hätte nicht Tausende Arbeitsplätze gebracht." Der Erhalt des Airports wie auch des Truppenübungsplatzes und der Militärstandorte in Baumholder und Idar-Oberstein werde "immer ein Kampf bleiben". Das Land sucht gerade nach einem Käufer für das defizitäre Projekt.

    Wer aber wie die Opposition alles schlechtrede, handele unverantwortlich, stellt der Pfälzer auch mit Blick auf den Nationalpark klar, zu dessen Eröffnung er den heimischen Delegierten gratuliert und sich für ihren Einsatz bedankt. "Wenn irgendwo im Land ein Loch in einer Straße auftaucht, erzählt sie, ohne Nationalpark würde sich das bezahlen lassen", fasst er etwas polemisch die Haltung der CDU-Chefin zum Naturschutzprojekt zusammen.

    Dann ist Beck beim Feld der sozialen Gerechtigkeit, für die auch seine Nachfolgerin Malu Dreyer vorbildlich eintrete, und stellt die SPD als Garant für eine beitragsfreie Bildung vom Kindergarten bis zur Universität dar. Der Versicherung der CDU, ihre Pläne für Kitabeiträge würden nur Besserverdienende betreffen, solle dagegen niemand glauben schenken. "Wenn man sich das genau anschaut, trifft es auch den Facharbeiter, dessen Frau halbtags dazuverdient."

    Die letzte Breitseite gegen Julia Klöckner hat er sich fürs Ende aufgehoben. "Um die Wahrheit wegzureden, braucht sie wohl mehrere Anläufe", sagt er zur CDU-Forderung nach bis zu fünf TV-Duellen. Es folgt ein donnernder Schlussapplaus der Delegierten. Hier ist Beck so liebevoll aufgenommen worden wie er einen Parteijubilar in den Arm schließt: Jürgen Henze ist seit 50 Jahren in der SPD und wird vom früheren Parteivorsitzenden geehrt.

    Während B-Kandidatin Julia Luthmann beruflich verhindert ist und sich aus Kiel mit einer kurzen Videobotschaft meldet, wandelt Hans-Jürgen Noss in Becks Spuren und nimmt in seiner Bewerbungsrede ebenfalls die oberste Christdemokratin im Land aufs Korn. "Das ist keine heimische, sondern eine unheimliche Abgeordnete", spielt er auf eine oft benutzte Selbstbeschreibung der Guldentalerin an und nennt es unerträglich, wie sie beispielsweise den Nationalpark und den Flughafen Hahn bei jeder Gelegenheit schlechtrede.

    Bei allem Austeilen gegen die CDU und ihre Landeschefin vergessen die Sozialdemokraten allerdings nicht, das eigene Personal zu loben: Über Landesmutter Malu Dreyer wird ein neuer Imagefilm vorgeführt, und die Verdienste von Herrsteins VG-Chef Uwe Weber, der als Versammlungsleiter fungiert, werden drei Wochen vor dem Wahltermin in der VG Herrstein von allen Rednern betont.

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