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    Idar-Oberstein

    Kohl-Platz: CDU will Kompromiss vorschlagen

    Die Entscheidung, ob es in Idar-Oberstein einen Helmut-Kohl-Platz geben soll, wird der Stadtrat voraussichtlich erst am 8. November treffen. Vorberaten werden soll das weitere Vorgehen in der nächsten Sitzung des Haupt- und Finanzausschusses am Mittwoch, 25. Oktober. Dort will Armin Korpus, der Vorsitzende der CDU-Fraktion, einen neuen Vorschlag unterbreiten, wie er auf Anfrage unserer Zeitung mitteilte. Wegen der Widerstände gegen die Umbenennung des Platzes Auf der Idar deutet alles darauf hin, dass die CDU nunmehr auf den Europa-pplatz umschwenkt.

    Der Platz Auf der Idar wird seinen Namen wohl behalten. Wegen der Widerstände gegen die Umbenennung in Helmut-Kohl-Platz will die CDU einen neuen Vorschlag unterbreiten. Alles deutet darauf hin, dass sie jetzt den benachbarten Europaplatz ins Visier nimmt.  Foto: Hosser (Archiv)
    Der Platz Auf der Idar wird seinen Namen wohl behalten. Wegen der Widerstände gegen die Umbenennung in Helmut-Kohl-Platz will die CDU einen neuen Vorschlag unterbreiten. Alles deutet darauf hin, dass sie jetzt den benachbarten Europaplatz ins Visier nimmt.
    Foto: Hosser (Archiv)

    Das aber ist Spekulation, weil Korpus seinen Vorschlag vorerst noch nicht offenlegen will: „Ich will niemand über die Presse beeinflussen“, begründet er sein Stillschweigen. Korpus hat inzwischen erkannt, dass er sich auf sensiblem Terrain bewegt. Als er im Juni seinen Vorschlag öffentlich machte, den Platz Auf der Idar in Helmut-Kohl-Platz umzubenennen, hagelte es Proteste. Übel nahmen ihm nicht wenige, dass er seinen Vorstoß nicht mit den anderen Fraktionen abgestimmt hatte. Als er erkannte, dass es nicht so einfach werden würde wie gedacht, hatte er seinen Antrag in der Stadtratsitzung vor den Sommerferien kurzfristig zurückgezogen, um Zeit zu gewinnen – und eine Bauchlandung bei der Abstimmung zu verhindern. Denn alles andere als eine deutliche Mehrheit wäre für ihn und die CDU fatal.

    Kein Fraktionszwang bei der SPD

    In der 14-köpfigen SPD-Fraktion – die CDU hat 13 Mitglieder im Stadtrat – gebe es bis heute keine Mehrheit für die Idee, ausgerechnet den Platz Auf der Idar Helmut Kohl zu widmen, berichtet Fraktionsvorsitzender Josef Mähringer. Auf der Idar: Das sei ein traditioneller Name. „Die, die ihn einst ausgewählt haben, haben sich ja was dabei gedacht.“ Wie auch immer der Vorschlag der CDU aussehe: Es werde bei der SPD in dieser Frage auf jeden Fall keinen Fraktionszwang geben, kündigt Mähringer an: „Jeder soll frei nach seinem Gewissen abstimmen.“

    Das Beispiel Frankenthal, wo die Umbenennung des Rathausplatzes am Veto von Bürgern gescheitert ist, zeige, „dass es kein einfaches Thema ist“, merkt Mähringer an. Das veranschaulicht auch das Ergebnis einer Online-Abstimmung auf der Internetseite der Nahe-Zeitung: Dabei hatten sich im Juni und Juli 91 Prozent der insgesamt rund 1800 Teilnehmer gegen die Umbenennung des Platzes Auf der Idar ausgesprochen.

    Die SPD habe aber ein Interesse daran, eine Lösung zu finden, versichert Mähringer. Es gebe in der Fraktion jedoch bisher noch keine einheitliche Meinung dazu, wie die konkret aussehen könnte – auch deswegen, weil man sich nach den Sommerferien noch nicht näher mit dem Thema beschäftigt habe. Nur der Ältestenrat, dem neben dem Stadtvorstand die Vorsitzender aller Fraktionen angehören, hat jüngst darüber nicht öffentlich beraten. An die damit verbundene Schweigepflicht fühlen sich sowohl Korpus als auch Mähringer gebunden. Einen Kompromiss scheint man aber im ersten Anlauf noch nicht gefunden zu haben.

    CDU stimmte nicht für Willy Brandt

    Wie könnte dieser aussehen? Es scheint naheliegend, dass die CDU den Platz Auf der Idar jetzt außen vor lässt und den benachbarten Europaplatz ins Visier nimmt. Damit könnten vermutlich auch die Sozialdemokraten leben. Dass die CDU ganz von ihrem Kohl-Plan abrückt, ist indes unwahrscheinlich. Sie baut dabei auch auf die SPD: Korpus hatte im Juni im Stadtrat ausdrücklich darauf hingewiesen, dass die CDU einst ja auch ihren Segen dazu gegeben habe, den Bahnhofsvorplatz nach Willy Brandt zu benennen. Das stimmt so allerdings nicht: Nach NZ-Recherchen hat es 1994 bei der Abstimmung im Stadtrat bei der CDU sowohl Enthaltungen als auch Nein-Stimmen zu dieser Umbenennung gegeben.

    Von Kurt Knaudt

    Idar-Oberstein ist kein Vorbild: Birkenfelder Politiker sehen keinen Bedarf für Kohl-Platz in der KreisstadtHelmut Kohl: Namensgeber für Idar-Obersteiner Europaplatz - ReaktionenIst jetzt auch ein Bruce-Willis-Platz nötig?KOMMENTAR Eher eine emotionale FrageBlick über den Tellerrand: Umbenennungen sind allgemein unbeliebt – diese ist umstrittenweitere Links
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