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Fischbach

Körper soll das Direktmandat zurückerobern

Die große Überraschung blieb aus: Erwartungsgemäß haben die beiden SPD-Kreisverbände Birkenfeld und Bad Kreuznach Fritz Rudolf Körper (57) aus Rehborn zu ihrem Kandidaten für die Bundestagswahl 2013 gekürt. Körper soll im Wahlkreis 202 das im Jahr 2009 gegen Julia Klöckner (CDU) verlorene Direktmandat für die Sozialdemokraten zurückerobern. Härteste Konkurrentin wird wohl die Christdemokratin Antje Lezius aus Idar-Oberstein sein, die ihrerseits Ende September noch offiziell nominiert werden muss.

Lang war die Schlange der Gratulanten. Fritz Rudolf Körper (rechts) tritt bei der Bundestagswahl 2013 für die SPD an. 
Foto: Andreas Nitsch
Lang war die Schlange der Gratulanten. Fritz Rudolf Körper (rechts) tritt bei der Bundestagswahl 2013 für die SPD an.
Foto: Andreas Nitsch

Insgesamt 135 Delegierte – 39 aus dem Kreis Birkenfeld, 96 aus dem Kreis Bad Kreuznach – hatten den Weg zur SPD-Nominierungskonferenz in die Halle der Sportgemeinschaft nach Fischbach (Verbandsgemeinde Herrstein) gefunden. Von 133 abgegebenen Stimmzetteln war einer ungültig. Es gab zwei Enthaltungen, sieben Nein- und 123 Ja-Stimmen. Für Körper votierten also 93,2 Prozent der Delegierten.

Zwar hatte die Veranstaltung mit 17-minütiger Verspätung begonnen, doch nur 72 Minuten später war das Prozedere auch schon wieder vorbei. Körper hatte sich nach einleitenden Worten von Herrsteins VG-Bürgermeister Uwe Weber sowie den Kreisvorsitzenden Hans Jürgen Noss (Birkenfeld) und Hans-Dirk Nies (Bad Kreuznach) kurz vorgestellt.

Elementare Neuigkeiten aus Körpers Munde hatte ohnehin niemand erwartet, und so begnügte sich der Rehborner in seiner 23 Minuten und 27 Sekunden dauernden Ansprache damit, alt bewährte Themen aufzugreifen.

Körpers Gedanken zu Rechtsextremismus ("Wir müssen dafür sorgen, dass sich solche Zustände wie zwischen 1939 und 1945 nie mehr wiederholen"), Energiewende ("Wenn sie gelingt, wird Deutschland zur Blaupause für die Welt"), Eurokrise ("Ich fordere einen fairen, sachlichen Umgang mit Griechenland") oder Altersarmut ("Dem müssen wir entgegensteuern, indem wir viele halbwegs gut bezahlte, versicherungspflichtige Jobs schaffen") wurden mit viel Beifall bedacht.

Rustikal jedoch wurde die Tonart stets, wenn die CDU ins Spiel kam. Hatte Hans-Dirk Nies anfangs schon angekündigt, "die jetzige Gurkentruppe in Berlin ablösen" zu wollen, verhöhnte Körper nun Familienministerin von der Leyen, "die ja von Merkel zurückgepfiffen wurde", und bedachte die Oppositionsführerin im Land, Julia Klöckner, mit allerlei unschönen Attributen, um schließlich festzustellen: "Solch eine versaute Situation habe ich in über 30 Jahren noch nicht erlebt."

Apropos erleben: Silke Kriegel aus Kirn, als Schriftführerin vorgesehen, konnte die Wahl nicht verfolgen. Sie war bei der Ankunft in Fischbach von einer Hornisse in den Kopf gestochen worden. Weil in ihrer Familie eine Allergie dagegen existiert, fuhr sie mit Mutter Ellen Kriegel vorsorglich ins Krankenhaus. Beide konnten somit ihren Stimmzettel nicht ausfüllen.

Von unserem Redakteur

Andreas Nitsch

Idar-Oberstein Birkenfeld
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