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Stipshausen

Kirchendecke trotz Widrigkeiten renoviert

Mit einem Festgottesdienst feierte die Kirchengemeinde den Abschluss der Renovierungsarbeiten am evangelischen Gotteshaus. Pfarrer Erik Zimmermann konnte dazu neben den politischen Vertretern von Gemeinde und Verbandsgemeinde, den Handwerkern und Vertretern der beteiligten Firmen auch den Restaurator Karl-Heinz Pauly begrüßen.

Dr. Jörg Weber, der Superintendent des Kirchenkreises Trier, hält die Festpredigt in Hunsrücker Platt.  Foto: Hermann Mosel
Dr. Jörg Weber, der Superintendent des Kirchenkreises Trier, hält die Festpredigt in Hunsrücker Platt.
Foto: Hermann Mosel

Musikalisch umrahmt wurde der Festgottesdienst vom Kinderchor Hottenbach-Stipshausen, von Jenny Sauer und Alexander Wolff von der Band Big Moon Circle und von Janina Zimmermann an der Stumm-Orgel.

Die Festpredigt mit Aha-Effekt kam von Dr. Jörg Weber, dem Superintendenten des Kirchenkreises Trier. Schon Webers Ankündigung und eigenes Bekenntnis, die meisten Gottesdienstbesucher seien wohl – so wie auch er – bilingual aufgewachsen, ließ aufhorchen. Der Superintendent predigte über Lukas 5, Vers 1 bis 11 – in Hunsrücker Platt. Das ist jene Geschichte, in der Simon Petrus von Jesus aufgefordert wird, nach erfolglosem Fang erneut auf den See hinauszufahren und seine Netze auszuwerfen. Obwohl er es als erfahrener Fischer besser hätte wissen müssen, habe er Jesus vertraut und damit eine neue, positive Erfahrung gemacht. Weber zog Parallelen in die heutige Zeit, nicht zuletzt auch zur Entscheidung der Kirchengemeinde, die Renovierung des historischen Gebäudes in die Wege zu leiten.

Gegen Ende des Gottesdienstes griff Pfarrer Zimmermann ebenfalls noch einmal die Renovierung des Gotteshauses auf. Es sei ein Kleinod des Hunsrücker Bauernbarocks, das ausnahmslos alle Elemente dieser Stilrichtung repräsentiere und damit einzigartig ist. Zimmermanns Dank galt neben dem handwerklichen Können des Restaurators und der ausführenden Betriebe den zahlreichen Helfern und Spendern.

Die ursprünglich veranschlagten Kosten hatten sich im Lauf der Renovierungsphase verdreifacht. Ohne die Fördermittel des Kirchkreises Trier hätte das Vorhaben nicht umgesetzt werden können. Am Ende musste gar die Restaurierung der Kirchendecke ausgesetzt werden, weil die dafür nötigen 20.000 Euro fehlten. Doch mithilfe vieler Spenden wurde letztlich auch diese Hürde genommen. So erstrahlt das Kirchengewölbe heute wieder in seinen ursprünglichen Farben und ohne hässliche Wasserflecken. Vor dem Hintergrund eines in Blau gehaltenen Sternenhimmels greifen bunte Kartuschen Szenen aus der biblischen Geschichte auf. Beim Verlassen der Kirche erhielt jeder Gottesdienstbesucher ein kleines Gebäck in Form eines Kirchleins. Anschließend war zu einem Stehimbiss im evangelischen Gemeindehaus geladen, wo reichlich Gelegenheit zum Gedankenaustausch bestand. So kreisten die Gedanken auch um die Frage, wann in der Vergangenheit wohl zum letzten Mal in der Kirche in Hunsrücker Platt gepredigt wurde.

Von unserem Mitarbeiter Hermann Mosel

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