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Kempfeld

Kempfeld will sich für die Zukunft wappnen

Karl-Heinz Dahmer

Die Hunsrückgemeinde will am Dorferneuerungsprogramm des Landes teilnehmen. Das heißt: Für Maßnahmen im Dorf, die das Ortsbild prägen und das Dorf besser gegen die Herausforderungen der Zukunft wappnen, die Folgen der Überalterung vor allem, gibt es Zuschüsse.

Private Initiativen mit dem gleichen Ziel (zum Beispiel um Altbauten zu sanieren) werden ebenfalls gefördert. Dafür muss zunächst ein Konzept erstellt werden, das in Dorferneuerungsprogrammen nach immer gleichem Muster abläuft und von einem Moderator geleitet wird.

Antrag soll gestellt werden

In einer Ortsgemeinderatssitzung vor wenigen Tagen beschlossen die Ratsmitglieder, den Antrag auf Dorferneuerung zu stellen und eine Dorfmoderation durchzuführen. Es gibt Stadt- und Landschaftsplaner, die sich darauf spezialisiert haben: In Zusammenarbeit mit dem Rat und den Kempfelder Bürgern werden sie in Auftakt- und Abschlussveranstaltung und Workshops eine Liste aufstellen, was sich im Ort ändern müsste. Das ist zunächst nichts weiter als eine Wunschliste; welche Projekte daraus bezahlbar sind und umgesetzt werden, muss später der OG-Rat entscheiden.

Dafür gibt es ebenfalls Geld – wenn das Projekt bewilligt wird. Wie viel an Zuschüssen gezahlt wird, hängt von diversen Faktoren ab. Zum Beispiel, ob Kempfeld als Schwerpunktgemeinde anerkannt wird. Das entscheidet das rheinland-pfälzische Innenministerium. Auch darum bewirbt sich das Dorf, sagt Ortsbürgermeister Horst Albohr. Wird Kempfeld Schwerpunktgemeinde, dann wird sie bei der Verteilung von Geld aus dem Fördertopf bevorzugt. Wer als Schwerpunktgemeinde anerkannt ist, bleibt es acht Jahre. So lange hätte die Ortsgemeinde Zeit, Projekte, die im Rahmen des Dorferneuerungskonzepts angestoßen wurden, umzusetzen. Die jetzt beschlossene Dorfmoderation, also die Arbeit des Planungsbüros, wird vom Land mit 80 Prozent bezuschusst, den Rest muss die Ortsgemeinde aufbringen.

Angebote einholen und prüfen

Albohr hat eine Liste mit fünf Planern, von denen er Angebote einholen wird. Zunächst aber muss der Antrag fürs Dorferneuerungskonzept bewilligt werden. Vorige Woche hat er ihn in der VG-Verwaltung in Herrstein abgegeben, dann wird er in der Kreisverwaltung bewertet und ans Land weitergeleitet. Wenn alles gut läuft, wird im Spätherbst oder Winter mit der Moderation begonnen. Dass etwas getan werden muss im Ort, daran zweifelt Ortsbeigeordnete Jutta Berzborn nicht. „Wir kommen nicht drum herum, wenn wir eine Zukunft haben wollen.“

Der Ortsbürgermeister hat bereits eine Vorstellung davon, in welche Richtung ein Teil der Projektplanungen laufen könnten: Es sollte mehr für Senioren geboten werden. Man könnte zum Beispiel verhindern, dass sie in ein Pflegeheim in Idar-Oberstein oder Herrstein kommen, stattdessen sollen sie im Ort eine Betreuung haben. „Sie sollen im Dorf alt werden, dort wo sie aufgewachsen sind.“ Im Kopf hat Albohr ein Projekt ähnlich dem der Wohngemeinschaft, die in Bruchweiler entsteht.

Von unserem Mitarbeiter
Karl-Heinz Dahmer

Idar-Oberstein Birkenfeld
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