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    Kandidaten mit Horrorszenarien konfrontiert

    VG Herrstein. Bürgermeister müssen kreativ sein, dürfen nicht nur verwalten, sondern sollen gestalten. Und sie sollen Lösungsansätze haben, wenn Probleme auftauchen. Die NZ forderte mit Blick auf die Urwahl am 14. Juni die beiden Bewerber ums Bürgermeisteramt in der Verbandsgemeinde Herrstein, Amtsinhaber Uwe Weber (SPD) und Stephan Dreher (CDU), dazu auf, sich mit von uns entwickelten "Horrorszenarien" zu befassen.

    Die NZ malt den Teufel an die Wand und konfrontierte die beiden Bürgermeisterkandidaten Weber und Dreher mit Szenarien in der VG Herrstein, die sich nun wirklich keiner wünscht. Nicht bei allen Problemlagen haben die beiden ähnliche Ansätze.  Fotomontage: Hosser
    Die NZ malt den Teufel an die Wand und konfrontierte die beiden Bürgermeisterkandidaten Weber und Dreher mit Szenarien in der VG Herrstein, die sich nun wirklich keiner wünscht. Nicht bei allen Problemlagen haben die beiden ähnliche Ansätze. Fotomontage: Hosser
    Foto: Hosser

    Von unserer Redakteurin Vera Müller

    Foto: styleuneed - Fot

     Wir haben mal den Teufel an die Wand gemalt. Wie reagieren Weber und Dreher?

    Der Altersschnitt nach der nächsten Kommunalwahl liegt bei 60 Jahren im VG-Rat …

    Dreher: 60 ist das neue 50. Dennoch sollten sich alle aktuellen Mandatsträger bemühen, jüngere Menschen für die Kommunalpolitik zu interessieren. In den Parteien und Wählergruppen muss ihnen die Möglichkeit gegeben werden, ein Mandat zu erreichen. Die CDU Herrstein hat dies bei der Listenaufstellung zur jüngsten Kommunalwahl beherzigt. Neuanmeldung von jungen Menschen in der CDU sind weiterhin zu verzeichnen.

    Weber: Erfahrung ist immer auch ein Baustein für Entwicklung, sie verhindert auch zumeist Schnellschüsse, die nach hinten losgehen. Dann bräuchten wir wohl keinen Seniorenbeirat mehr.

    Der Rhein-Hunsrück-Kreis signalisiert, dass er die VG Herrstein gern übernehmen würde …

    Dreher (mit ironischem Unterton): Wenn es dem Landkreis Birkenfeld nützt, nehmen wir auch gern den Rhein-Hunsrück-Kreis auf.

    Weber: Dann würden wir uns geschmeichelt fühlen. Der Fortbestand des Landkreises Birkenfeld mit eigenem Territoriumszuwachs steht aber im Vordergrund.

    Das Land erwartet, dass die Flächen für Windkraft in der VG bis 2020 verdoppelt werden …

    Weber: Das wäre wirtschaftlicher und ökologischer Unsinn, dem man sich verweigern sollte.

    Dreher: Das Leben ist kein Wunschkonzert, und nicht jede Erwartung ist erfüllbar.

    50 Prozent der Vereine finden im Jahr 2020 keine Vorstandsmitglieder mehr …

    Weber: Rein statistisch gesehen, wäre dies im Vergleich zu den 1970er-Jahren immer noch das 2,5-Fache.

    Dreher: Angebote schaffen Nachfrage. Die Vereine müssen lukrative Angebote entwickeln, um ihre Attraktivität für Neumitglieder zu steigern.

    An der IGS Herrstein/ Rhaunen gelingt es nicht, dauerhaft eine Oberstufe einzurichten …

    Weber: Auf eine rhetorische Frage erwartet der Fragende keine Antwort. Auf ein solches Szenario muss sich niemand vorbereiten.

    Dreher: Die Qualität des Bildungsangebots der IGS spricht sich in der Öffentlichkeit herum und wird weiterhin für ein positives Image der Schule sorgen. Das wird auch zukünftig die nötigen Anmeldezahlen sichern.

    Der Nationalpark führt nicht ansatzweise zum touristischen Boom in der VG Herrstein …

    Weber: Dann hätte wenigstens der Naturschutz gewonnen.

    Dreher: Wir müssen jetzt schon verstärkt touristische Highlights installieren. Durch eine Umwidmung würde die Steinbachtalsperre zu einem Magneten. Das Incoming muss durch bessere Straßenanbindungen erleichtert werden.

    Die Altersarmut nimmt dramatisch zu in der VG …

    Weber: Dies ist ein wichtiges Thema, dem sich die Gesellschaft und die Bundesregierun,g egal, welcher Mehrheitsverhältnisse, stellen muss. Wer sich gegen einen Mindestlohn stellt, muss auch gleichzeitig die Frage beantworten, wie wir dann der Altersarmut begegnen wollen.

    Dreher: Wir brauchen weiterhin gut bezahlte Jobs. Die Wirtschaft in der Verbandsgemeinde muss wachsen. Gewerbe und Handwerk müssen stärker gefördert werden. Der Ansiedlung neuer Unternehmen sollten wir aufgeschlossen sein.

    Die Sozialstation schreibt trotz der Umwandlung in eine gGmbH immer noch rote Zahlen …

    Dreher: Die aktuellen Weichenstellungen in der Sozialstation dienen dazu, dass genau dieses Szenario nicht passiert.

    Weber: Dann müssen wir uns eine Alternative überlegen. Die Auflösung dieser Einrichtung ist für mich eine allerletzte Möglichkeit. Wir werden zeigen, dass auch eine kommunal geführte Sozialstation trotz (und wegen) tariflicher Bezahlung eine Zukunft hat.

    Der Jugendbeirat der VG Herrstein möchte, dass in Herrstein ein Schwimmbad gebaut wird …

    Weber: Dann werde ich den Jugendbeirat davon überzeugen, dass die umliegenden Schwimmbäder in Tiefenstein, Grumbach, Kirn, Rhaunen, Thalfang, Birkenfeld, Schwollen und Morbach sowie das sanierte Hallenbad in der Schmuckstadt ausreichen.

    Dreher: Dann gehen wir es an und werden dieses Ansinnen ergebnisoffen in den Gremien beraten.

    Ein Unternehmen aus dem Bereich chemische Industrie (Gefahrstoffe) möchte sich im großen Stil in der VG ansiedeln …

    Weber: Dann werden wir darüber reden. Die Meinung des Rates und der Bürgerschaft würde eingeholt. Von der ländlichen Struktur her mit einem grundsoliden Besatz kleiner und etwas größerer Betriebe bis 300 Beschäftigte sowie der guten touristischen Entwicklung passt ein Großunternehmen eigentlich nicht in die Landschaft. Eine vorurteilsfreie Bewertung muss aber erfolgen.

    Dreher: Die Ansiedlung neuer Unternehmen ist wünschenswert. Gesetze und Verordnungen regeln den Umgang mit Gefahrstoffen. Durch meine berufliche Erfahrung weiß ich, dass der Umgang mit Gefahrstoffen in keinem Widerspruch zu Arbeitssicherheit, Gesundheit und Umweltschutz steht.

    Idar-Oberstein Birkenfeld
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