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    Kammerwoog: Nahe wird auch 2014 nicht angestaut

    Auch 2014, dem fünften Jahr hintereinander, wird die Nahe im Kammerwoog nicht angestaut. Natur-, Wander- und Radfahrfreunde müssen also weiterhin auf den Anblick eines idyllisch gelegenen Stausees im Westen Idar-Obersteins verzichten. Einer entsprechenden Anfrage der CDU-Fraktion musste Oberbürgermeister Bruno Zimmer (SPD) in der jüngsten Stadtratssitzung eine Absage erteilen - aus guten, nachvollziehbaren Gründen.

    Die Mitglieder der CDU-Stadtratsfraktion hatten bei einem Ortstermin gehofft, die Bauarbeiten am Stauwehr im Kammerwoog könnten schon bald beendet und das Wasser der Nahe erstmals seit 2009 wieder gestaut werden. Beide Unterfangen können allerdings nicht realisiert werden. Foto: Hosser
    Die Mitglieder der CDU-Stadtratsfraktion hatten bei einem Ortstermin gehofft, die Bauarbeiten am Stauwehr im Kammerwoog könnten schon bald beendet und das Wasser der Nahe erstmals seit 2009 wieder gestaut werden. Beide Unterfangen können allerdings nicht realisiert werden.
    Foto: Hosser

    Von unserem Redakteur Andreas Nitsch

    Rückblick: Letztmals war die Nahe im Kammerwoog 2009 angestaut. Geht es nach der Struktur- und Genehmigungsdirektion (SGD) Nord in Koblenz, bleibt dies auch nach Abschluss der derzeit laufenden Sanierungsarbeiten am Wehr so. Die mittlerweile entstandene üppige Vegetation sei der beste Beweis für diese Meinung, heißt es. Aber auch die ortsansässigen Angelfreunde sind mit der derzeitigen Entwicklung zufrieden. Die Wasserqualität hat sich verbessert, die Fischbestände haben sich vergrößert. Doch nicht nur der Gewässerschutz, auch die Finanzen spielen eine nicht unerhebliche Rolle. Bei einer neuerlichen Anstauung müsste nicht nur die Fischtreppe erneuert werden. Viel gravierender aber ist: Die SGD hat der Stadt angeboten, den Stauraum als Überschwemmungsfläche für Hochwasser anzuerkennen. Dies würde der Kommune immerhin 2 Millionen Euro sparen.

    Dennoch hatte sich der städtische Bau- und Umweltausschuss im März 2011 vor allem aus Gründen der Naherholung mit knapper Mehrheit dafür ausgesprochen, die Nahe wieder anzustauen.

    Aus diesem Grund hakte CDU-Sprecher Armin Korpus nun im Stadtrat nach. Bei einem Ortstermin am Nahestauwehr hatte sich seine Fraktion einen Überblick zum Fortschritt der durchgeführten Sanierungsarbeiten am Stauwehrverschafft. Für die Christdemokraten sah es so aus, als stünden die Arbeiten kurz vor dem Abschluss, sodass das Wehr schon in Kürze wieder seinen Zweck erfüllen könnte. "Der beschlossene Wiederanstau wäre im Hinblick auf die kommende Tourismussaison eine sehr wichtige Maßnahme, auch um die Attraktivität der neuen Traumschleife zu steigern", heißt es in der CDU-Anfrage von Korpus. Ein unansehnliches, breites und fast leeres Flussbett mit einem neuen Stauwehr, das nicht staut, trage nicht zur optischen Aufwertung der Örtlichkeit bei und sorge nicht nur bei Touristen, sondern auch bei Bürgern für großes Unverständnis, argumentieren die CDU-Leute. "Wann sind die Bauarbeiten abgeschlossen, und wann ist mit dem beschlossenen Wiederanstau zu rechnen", wollte Korpus wissen.

    "Der Schein trügt", sagte Oberbürgermeister Zimmer. Die Arbeiten, die sich verzögert hätten, würden in Kürze wieder aufgenommen und fortgeführt. "Das wird sich noch bis Mitte/Ende Juni" hinziehen", betonte Zimmer. Danach könne das Wasser der Nahe theoretisch wieder gestaut werden. Doch Vorschriften besagten, dass der Stausee vor dem 1. April aufgestaut werden und zum 1. November wieder abgelassen werden müsse, erinnerte Zimmer. Außerdem gebe es, sollte die Nahe im Kammerwoog tatsächlich wieder gestaut werden, Probleme mit der Wegeführung des dort verlaufenden Wanderweges.

    Die Mitglieder des Bauausschusses haben zwar für Mai einen Ortstermin im Kammerwoog anberaumt. Sicher ist: Das Thema Stausee wird frühestens im Frühjahr 2015 wieder aktuell.

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