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Brücken

Kabarett mit Saalü in Brücken: Trauntalorte bekommen auf den Zahn gefühlt

Wohin der Abentheurer Hannes von da Hidd überall hinkam, wer ihn kennt und wer nicht – das sind nur drei von noch viel mehr Fragen, die am Pfingstsamstag, 19. Mai, bei einem der Programmhöhepunkte im Rahmen des Trauntalfests gestellt werden. Denn das Ensemble des Heimatvarietés Saalü!, eine Veranstaltung des Kultursommers Rheinland-Pfalz, hat sich ab 20 Uhr zu einem Gastspiel im Hunsrücker Hof in Brücken angesagt. Die an der Traun gelegenen Dörfer werden den ganzen Abend lang im Mittelpunkt des Geschehens stehen. Sie lebten früher vor allem von der Land- und Holzwirtschaft, aber sie spielten auch für die Montanindustrie eine wichtige Rolle, als nämlich eist die Hunsrücker Unternehmerfamilie Stumm ihre Hütte von Abentheuer ins Saarland verlegte.

In der Nähe zum Geschehen im Dorf und seinen großartigen Geschichtenerzählern sowie Akteuren liege generell das Erfolgsgeheimnis des Dauerbrenners Saalü!!, das seit 25 Jahren von Ort zu Ort und von Saal zu Saal zieht, betont Projektleiterin Martina Helffenstein. Denn die Saalü!-Truppe setzt an den Schauplätzen ihrer Auftritte die jeweiligen Eigenheiten der lebendigen Dorfkultur liebevoll und kabarettistisch-musikalisch in Szene. Nun gibt die fidele Truppe in Brücken ein Stelldichein. An deren Spitze steht Deta, die diesen Posten innehat, weil sie schon immer Chefin war. Ihr „Assistänzer“ Rob ist schlauer, als er sein dürfte. Peter spielt Gitarre und hat den Blues, und Waldtraut, Servicekraft mit Überblick und einer Neigung zum Eierlikör, hat ein Auge darauf, dass jeder seinen Platz findet und sich dabei prächtig amüsiert – auch die eher schüchterne Anette.

Dieses Ensemble fühlt an Pfingstsamstag den Trauntaldörfern, die nach dem Wiener Kongress niemand wollte, bis sich die Oldenburger erbarmten, und die heute gefragter sein und berühmter werden wollen als das berühmte Glottertal im Schwarzwald, mit allen Tricks und Raffinessen des Showbusiness auf den Zahn. So beschäftigt sich die Truppe zum Beispiel mit Achtelsbach und seinem Landschulheim, wo der Bürgermeister den Hotelier und der Gemeinderat den Service macht. Die Saalü!-Akteure wollen deshalb auch wissen, ob es wirklich stimmt, dass im Landheim fünfmal so zahlreiche Touristen übernachten, wie Achtelsbach Einwohner hat.

Gefragt wird zudem beispielsweise, ob Rinzenberg bis Jahresende seinen Weiher wird geschlossen haben, was es mit legendären Mohrenkopfschlachten in Meckenbach auf sich und was ein Gesangverein mit Schubkarren zu tun hat. Auch „Headquarter-News“ aus der Weltfabrik kommen zur Sprache. Denn das Business-Center im Neubrücker Oak Garden mit seinen Bewohnern aus China ist inzwischen in ganz Deutschland in aller Munde. Beantwortet werden zudem die Fragen, wie es dazu kam, dass die ganze Welt mit Spielzeug aus Hoppstädten spielt und in Pfannen von ebendort brät.

Von Holzhauern und Köhlern wird die Rede sein, von Kohlestaub für schwarze Nylonstrümpfe ebenso und es geht auch darum, bei welcher Kirschenkerb in Dambach 200 Liter Erbsensuppe innerhalb einer halben Stunde weg waren, ob das Buhlenberger Stubbi tatsächlich einen halben Liter misst und welche Wirtin drei Kinder in einem Jahr bekam. Zu den Akteuren aus dem Trauntal selbst, die auf der Saalü!-Bühne stehen werden, gehören beispielsweise die Hopptown Jumping Jacks – ein bei mehreren Wettbewerben erfolgreiches Männertanzballett, das ganz ohne rosafarbene Tutus und dicke Bäuche auskommt. Es flimmert exklusiv die Weltpremiere eine Trauntalinspektion über die Leinwand, und die Ortsbürgermeister des Tales machen sich ihren Reim auf ihre Dörfer.

Bei der Heimatgala ist für das leibliche Wohl der Zuschauer im Hunsrücker Hof in Brücken übrigens bestens gesorgt, obschon die Veranstalter vorsichtshalber darauf hinweisen, dass dieser Genuss nicht grade so günstig wie 1937 sein wird, als der Tanzsaal eingeweiht wurde. „Damals hat ein Glas Bier nämlich nur 25 Pfennig gekostet, und es gingen acht Hektoliter weg“, hat die Saalü!-Truppe schon vorab herausgefunden. ax/red

Karten gibt es im Vorverkauf zum Preis von 10 Euro im Hunsrücker Hof in Brücken, den Buchhandlungen Engel sowie Thiel in Birkenfeld, im Geschäft „Nah und gut“ in Hoppstädten-Weiersbach sowie im Edeka-Markt in Birkenfeld. An der Abendkasse kostet der Eintritt 13 Euro.

Idar-Oberstein Birkenfeld
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