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    Idar-Oberstein

    In Tinas Pizzeria geht das Licht aus – aber nur kurz

    „Ich werde das alles hier vermissen. Ein bisschen traurig bin ich schon. Aber irgendwann ist Schluss.“ Ein Tränchen wird Franco Infantino (68), der gemeinsam mit seiner Ehefrau Anna 40 Jahre Tinas Pizzeria am Obersteiner Marktplatz betrieb, schon über die Wange laufen: Um 12 Uhr ist Schluss. Eine Ära endet. Das Paar geht in den wohlverdienten Ruhestand. Am 1. November wurde 40-jähriges Bestehen gefeiert, jetzt macht Franco das Licht aus.

    So kennen und mögen ihn die Idar-Obersteiner: Franco Infantino führte mit seiner Anna 40 Jahre lang Tinas Pizzeria. Am heutigen Mittwoch endet eine Ära.  Fotos: privat
    So kennen und mögen ihn die Idar-Obersteiner: Franco Infantino führte mit seiner Anna 40 Jahre lang Tinas Pizzeria. Am heutigen Mittwoch endet eine Ära. Fotos: privat

    Eine gute Nachricht: Francesco Galliero (58) wird das Restaurant, das vor allem im Sommer wegen der idyllischen Lage viele Gäste anzieht und eine treue Stammkundschaft hat, übernehmen. Nach Umbauarbeiten folgt die Neueröffnung, so die jetzige Planung, am 1. Dezember. Auch an Weihnachten und Silvester wird das Restaurant, das traditionelle wie auch gehobene italienische Küche bietet, geöffnet sein. Galliero war in den 1980er-Jahren schon einmal als Koch in der beliebten Obersteiner Pizzeria tätig. Ob Rumpsteak mit Pfeffersoße, „Omas Krabbenschwänze“ oder eine einfache Pizza Salami: Generationen von Idar-Obersteinern haben es sich bei den Infantinos schmecken lassen. Und das soll auch so bleiben.

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    Infantino blickt zurück: „Alles fing an, als ich 1977 mit Enzo, meinem jüngeren Bruder, in der Eisdiele meines ältesten Bruders Toni im Saarland zu Besuch war. Dort hörten wir zufällig bei einem Gespräch zu: Es ging um Tinas Pizzeria am Marktplatz in Oberstein, die man übernehmen könnte. Enzo hatte gerade seine Kochausbildung beendet.“ Der Entschluss wurde spontan gefasst: „Wir probieren es mit dem Restaurant in Oberstein.“

    Am 1. November 1977 wurde unter dem bereits bestehenden Namen geöffnet: „Unser erster Gast war Jupp Pulm.“ Ein halbes Jahr später heiratete Franco seine Anna („Ich bin ihr unendlich dankbar“). Sie übernahm den Servicebereich. Auch Luigi, Francos älterer Bruder, war nun in der Küche mit dabei. Ursprünglich wollte er als gelernter Schneider im Einzelhandel tätig sein. Doch aus einem vorübergehenden Aushelfen in der Küche wurde schnell lebenslanges Wirken. Infantino erzählt weiter: Am Kirchplatz bot es sich an, am damaligen Kaufhaus Hägin die Schaufensterfront als Eisdiele zu gestalten: „So eröffneten wir 1981 eine Eisdiele mit Außenbestuhlung. Das galt als außergewöhnlich. Doch für uns Italiener war das schon damals normal. Gleichzeitig eröffneten wir neben der Eisdiele einen Imbiss. Dort verkauften wir selbst gemachte Burger. Die Jahre vergingen, und wir beendeten die Tätigkeit am Kirchplatz und betrieben für vier Jahre das Ristorante Pavarotti im Stadttheater.“

    1982 heiratete Enzo seine Anna Maria. Sie brachte 1986 Stefania zur Welt: „Unsere Familie wurde größer. So war ich mit Enzo und Anna Maria im Stadttheater tätig, und Anna mit Luigi in Tinas Pizzeria. Stefanie hat immer gern da geholfen, wo Hilfe gebraucht wurde.“ 2005 zog Enzo mit seiner Familie ins Saarland. Dort arbeitet er weiterhin als Koch: „Also blieb ich mit meiner Anna und meinem Bruder Luigi in Tinas Pizzeria, die seitdem den Beinamen Ristorante Pavarotti trägt. 40 Jahre sind nun insgesamt vergangen. Während ich viele Lokale führte, blieb uns Tinas Pizzeria immer erhalten. Es freut mich, dass Francesco und Monika das Restaurant nun weiterführen.“

    Sollte der neue Chef Hilfe brauchen, springen Anna und Franco gern ein. Woran erinnert sich Franco besonders gern? „An die vielen Sektempfänge der Hochzeitsgesellschaften, die oben vom Schloss runter zu uns kamen. Das war immer wunderbar.“ Womit verbringt er jetzt seine üppige Freizeit? „Ich singe gern und liebe Musik.“

    Von unserer Redakteurin Vera Müller

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