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Stipshausen

In Stipse ist es viel interessanter als in Berlin

94 Akteure und rund fünf Stunden Unterhaltung – was die Gymnastikgruppe Bleib fit für ihr Faschingsprogramm auf die Beine gestellt hatte, war mal wieder ein sehens- und hörenswerter Genuss. Martin Drumm, seit Jahren ein Garant für eloquente Moderation, begrüßte die Gäste aus nah und fern in der „größten Heidelbeerplantage im Linksrheinischen“.

Ein besonderer Gruß galt Patrick aus Lima in Peru, der nach drei Wochen Berlin nun in Stipshausen weilt und auf Drumms Frage, wo denn das Leben interessanter sei, in der Hauptstadt oder im Hunsrück, korrekt antwortete: „Natürlich in Stipse.“

Tänze standen bei Veranstalter natürlich im Vordergrund

Dass bei einer Gymnastikgruppe, dem Hupps Club, wie die Vorsitzende Annika Sauer augenzwinkernd anmerkte, die Tänze im Vordergrund stehen, versteht sich fast von selbst. Den bunten Reigen eröffnete die große Formation der Funky Kids (Leitung: Ramona Müller, Yvonne Schmidt und Gina-Marie Jung), der sehenswerte Nachwuchs von Bleib fit. Das Los der ersten Büttenrede hatte Angela Schmidt gezogen, die über ihre vielfältigen Erfahrungen als Hundesitterin allerhand zu berichten wusste. Alsdann ging es ins Reich der Märchen. Die Geschichte von Rumpelstilzchen fand bei Bleib fit eine überaus humoristische Interpretation. Das Handeln der Akteure war mit dazu passenden Liedern unterlegt, und die Dialoge wurden synchron gesprochen. Vor allem die Reden des Königs, die Thorsten Werner so „voll krass eh“ im Kiezdeutsch rüberbrachte, wären schon allein einen eigenen Auftritt wert gewesen. Zu diesem Zeitpunkt hatte die Stimmung im Gemeindehaus schon einen ersten Höhepunkt erreicht.

Dass das Handwerk goldenen Boden hat, ist als Binsenweisheit hinlänglich bekannt. Ein Handwerker der besonderen Art ist Hausmeister Bolle (Marvin Kusnierz), der vor allem die Rhaunener auf die Schippe genommen hat und zudem von seinen einschlägigen Erfahrungen bei der medizinisch-psychologischen Untersuchung, dem sprichwörtlichen Idiotentest, allerlei Interna zu berichten hatte.

Die Bleib-fit-Sitzung ist seit einigen Jahren die Veranstaltung, bei der das neue Prinzenpaar inthronisiert wird. In dieser Session werden die Narren von Melina von Boorsch aus dem Outback (Melina Kusnierz) und Fredy vom Aldi fern der Heimat unn nommo doo (Fredy Pelke) würdevoll vertreten. Ausgestattet mit den Insignien der närrischen Macht, dem blauen Umhang und dem Stipser Zepter, eine in Stanniol gehüllte Klobürste, betrat das neue Prinzenpaar die Bütt zur Antrittsrede.

In eine Traumwelt entführten die Dancing Girls (Leitung: Myriam Ludwig und Lia Nemeth), die einen elfengleichen Feentanz hinlegten. Den zweiten Teil eröffneten nach der Pause nicht minder farbenprächtig die Flashlights (Leitung: Elena Rupsys) unter dem Motto „Viva las Vegas“. Es folgte ein Tanz der besonderen Art: Beates Dreamboys (Leitung: Beate Bauer), alle scheinbar älteren Baujahrs, legten einen Rollatortanz aufs Parkett, bei dem am Ende die müden Knochen über die Bühne wirbelten. Als Boorsch Gisela, das verrückte Hinkel, betrat Melina Kusnierz die Bühne und war mal wieder so herrlich schräg, dass sich das närrische Publikum vor Lachen auf die Schenkel schlug. Melina ist wie ihr Bruder Marvin Kusnierz mittlerweile für Bleib fit eine sichere Bank.

Das zweite Männerballett des Abends, die Dirty Dancers (Leitung: Gina-Marie Jung), ließ Kindheitserinnerungen wach werden. Mit Pippi Langstrumpf, Biene Maja und Wicky, dem kleinen Wickinger, konnten die Dancers bestens punkten.

Elfriede Grimmelwiedisch erfüllte wieder einmal alle Erwartungen

Als Augenweide („Man muss genau überlegen, was man anzieht, wenn man ausgezogen werden möchte“) betrat Angie Marx die Bühne. In ihrer Paraderolle als Elfriede Grimmelwiedisch erfüllte die Bürgermeistersgattin wieder alle Erwartungen. Einen grandiosen Abschluss bereitete der Flying Circus (Leitung: Bianca Leonhardt-Werner) dem närrischen Auditorium mit der schönen Geschichte von Ronja Räubertochter. Wobei der Tanzgruppe der Spagat zwischen Showtanz, Akrobatik und Choreografie wieder bestens gelungen war. Mit dem großen Finale ging ein farbenprächtiger, kurzweiliger Abend zu Ende.

Von unserem Mitarbeiter
Hermann Mosel

Idar-Oberstein Birkenfeld
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