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Kreis Birkenfeld

Im Landkreis wird weiter in Eigenregie geputzt

Der Kreis Birkenfeld stellt sich in der Putzfrage gegen den Landesrechnungshof. Der hatte angesichts der Haushaltsschieflage zu hohe Kosten im Bereich Gebäudereinigung moniert und verlangt, dass die Verwaltung die Arbeiten an Fremdfirmen vergeben soll. Bislang wird in Schulen, Verwaltungsgebäuden und Sporthallen vornehmlich von kreiseigenem Personal geputzt. Und das soll auch so bleiben.

Symbolbild: dpa<br>
Symbolbild: dpa
Foto: dpa

Die Verwaltung hatte den Kreistag vorsorglich um ein Votum in der Sache gebeten. Und das fiel eindeutig aus: Einstimmig entschied das höchste Kreisgremium, die Reinigung der kreiseigenen Gebäude durch eigenes Personal beizubehalten.

Erfahrungen mit den Sporthallen, deren Reinigung zum Teil an Fremdfirmen vergeben ist, hätten gezeigt, dass die Einsparungen minimal seien, das Endergebnis in vielen Fällen aber zu wünschen übrig lasse, berichtete Landrat Matthias Schneider in der Sitzung. Zudem stehe man auch als Arbeitgeber in der sozialen Pflicht. Denn es geht um den Arbeitsplatz von etwa 80 Beschäftigten – durch die Bank Frauen, die allesamt im Landkreis leben. Diese Kräfte werden derzeit nach Tarif bezahlt, während bei den Fremdfirmen meist nur der Mindestlohn zur Disposition steht.

Wolfgang Augenstein (LUB) bestätigte die Verwaltungserfahrung durch seine Erkenntnisse aus verschiedenen Schulen: „Die Reinigungsqualität ist bei eigenem Personal immer besser. Und auf Dauer spart man so auch Kosten, weil der Verschleiß geringer ist.“ Das müsse man dem Rechnungshof entgegenhalten. Auch Bernhard Alscher (Freie Liste) votierte für die Lösung Eigenregie: Wenn doch die Leistung deutlich besser sei, aber etwas teurer, stelle sich die Frage gar nicht.

Stefan Worst (SPD) wollte wissen, ob geplant sei, die Reinigungszeiten aufgrund des Kostendrucks nun zurückzudrehen: „Dann müssten die Frauen fürs gleiche Geld länger arbeiten.“ Klare Ansage des Landrats: „Das wollen wir nicht.“ Anfang 2016 waren die Reinigungszeiten neu berechnet und festgelegt worden. Dabei wurde auch die Reinigung von vier Sporthallen (Hallen 1 und 2 auf der Bein, Mikadohalle Idar-Oberstein und die Halle am Berg in Birkenfeld) an ein privates Unternehmen vergeben. Dieser Vertrag läuft dieses Jahr aus und wird neu ausgeschrieben. Dabei soll vermehrt auf Qualitätskontrolle geachtet werden, weil immer wieder Mängel festgestellt und auch bereits Abmahnungen verschickt und Vergütungsminderungen geltend gemacht wurden. „Wenn in einer Halle statt acht Stunden nur vier geputzt werden, sieht man das einfach“, sagt dazu der Büroleiter der Kreisverwaltung, Thomas Spriess.

Aufgrund der Arbeitszeiten – die Sportstätten müssen wegen der Dauerbelegung durch Schulen und Vereine schon mitten in der Nacht geputzt werden – sind diese Jobs bei den Festangestellten nicht sonderlich beliebt, so dass die Verwaltung hier die Empfehlung des Rechnungshofs zumindest in Teilen umgesetzt hat.

Von unserem Redaktionsleiter Stefan Conradt

Idar-Oberstein Birkenfeld
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