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    Idar-Oberstein: Hallenbadkosten bereiten der CDU Sorgen

    Im Werksausschuss waren die Kostenüberschreitungen mit Blick auf die Hallenbadsanierung bereits Thema. Dort wurde relativ gelassen festgestellt, dass die Mehrkosten rund 12 Prozent über der Planung liegen. Allerdings liegen Schlussrechnungen noch lange nicht vor, man werde erst einmal abwarten müssen (die NZ berichtete). Anders im Stadtrat: Nahezu aus dem Nichts ergab sich in der jüngsten Sitzung eine hitzige Diskussion, bei der es auch mal ein bisschen lauter wurde.

    Die Mehrkosten, die die umfassende Hallenbadsanierung mit sich bringt, war Diskussionsthema im Stadtrat. Einig sind sich alle mit Blick auf die Attraktivität des Bades. Und auch in Sachen Sichtschutz soll es eine Reaktion auf einige Beschwerden geben, stellte Bürgermeister Friedrich Marx in Aussicht.  Foto: Hosser (Archiv)
    Die Mehrkosten, die die umfassende Hallenbadsanierung mit sich bringt, war Diskussionsthema im Stadtrat. Einig sind sich alle mit Blick auf die Attraktivität des Bades. Und auch in Sachen Sichtschutz soll es eine Reaktion auf einige Beschwerden geben, stellte Bürgermeister Friedrich Marx in Aussicht.
    Foto: Hosser (Archiv)

     

    Von unserer Redakteurin Vera Müller

    Armin Korpus, CDU-Fraktionssprecher, betonte, er habe wegen einer anderen kommunalpolitischen Verpflichtung nicht an der Werksausschusssitzung teilnehmen können: „Wäre ich dabei gewesen, hätte ich gleich auf die Euphoriebremse getreten.“ Bei aller Freude über das schöne Bad, das in der gesamten Region Begeisterung auslöse: Er wolle seine Sorge ausdrücken und auf Risiken hinweisen: „Wie können wir künftig mit solchen Kosten umgehen?“ Die Grobschätzung sei wohl doch „sehr grob und sehr optimistisch“ gewesen. Korpus bat Bürgermeister Friedrich Marx darum, in den nächsten Werksausschusssitzungen Zahlen zu allen Gewerken vorzulegen, damit man gegebenenfalls früh reagieren könne. Die CDU-Fraktion stimme den Kostenüberschreitungen zwar zu, wolle aber aufzeigen, dass man „mit solchen Summen vorsichtiger umgehen muss“.

    Josef Mähringer (SPD) reagierte auf die Aussage des CDU-Fraktionschefs mit Irritation und Unmut: Im Ausschuss hätten die Christdemokraten mit Blick auf die Kosten keine kritischen Anmerkungen geliefert. Im Gegenteil: Karl-Heinz Felske habe das Bad in höchsten Tönen gelobt. Mähringer könne nicht nachvollziehen, wie die jetzige Reaktion zustande komme: „Das finde ich nicht gut.“

    Sonja Gottlieb (Die Linke) bewertete die Kostenüberschreitungen vor dem Hintergrund ihrer Tätigkeit als selbstständige Goldschmiedin: „Ich bleibe unter meinen Kalkulationen, wenn es geht. Ich müsste meine Werkstatt wohl schließen, wenn meine Ringe für den Kunden grundsätzlich deutlich teurer würden, als vorher versprochen. Ich verstehe nicht, wieso das bei den Gewerken anders ist.“ Jörg Petry (SPD) kommentierte: „Tja, auch die VG Herrstein ist Nutznießer dieses Bades. Aber sie lässt sich ja leider nicht finanziell beteiligen.“ Stefan Worst (SPD) wies darauf hin, dass man im Bestand gebaut habe. Da seien Überschreitungen in diesem Rahmen üblich und in Ordnung.

    Thomas Petry (Bündnis 90/Die Grünen) merkte kritisch an: „Bei den Sanierungskosten startete man 2012 bei rund 4 Millionen Euro. Nachdem dann etwas genauer gerechnet wurde, waren wir bei 5,6 oder 5,8 Millionen. Dann kam das Lehrschwimmbecken hinzu, die bestehenden mussten ja geschlossen werden. So waren wir dann erst bei den 6,9 Millionen, und nun kommen wir bei knapp 8 Millionen raus.“ Man rechne sich froh, wenn man sage, es seien „nur“ 12,46 Prozent Kostensteigerung. Marx führte wie zuvor schon im Werksausschuss aus, wie die Kosten entstanden seien: „Wir haben nichts zu verstecken und den Rat so früh informiert, wie wir nur konnten. Am Anfang waren die Kosten zu schätzen, so gut es geht. Mehr ist beim öffentlichen Bauen nicht drin. Das Ergebnis ist nicht schlecht, wenngleich ich lieber ein besseres präsentieren würde.“ Oberbürgermeister Frank Frühauf stellte klar: „Die Alternative wäre gewesen, dass alles eingespart worden wäre: keine Lehrschwimmbäder mehr und auch kein Hallenbad.“ Letztlich stimmte der Rat den Kostenüberschreitungen einstimmig zu.

     

     

    Also doch: Marx stellt Sichtschutz für planschende Kinder in Aussicht

    Idar-Oberstein. Auf Einladung des Arbeitskreises gegen sexualisierte Gewalt trafen sich dessen Vertreter mit dem Bürgermeister der Stadt Idar-Oberstein, Friedrich Marx, und Jugendamtsleiter Michael Schweizer zu einem gemeinsamen Gespräch in offener Atmosphäre in den Räumen des Frauennotrufs in Idar-Oberstein. Thema war der Sichtschutz am Kinderplanschbecken des Hallenbades.

    Dessen Fehlen sorgt seit Monaten immer wieder für Diskussionen (die NZ berichtete). Marx, so berichten die Akteure des Arbeitskreises, habe die Sichtweise der Stadt dargestellt und darauf hingewiesen, dass das Thema Sichtschutz bei den Stadtwerken und in den städtischen Gremien bereits mehrfach erörtert wurde. Er betonte sein Interesse, im Rahmen des Gespräches die Meinung des Arbeitskreises, der in Fragen des Kinderschutzes über die entsprechende Fachkompetenz verfügt, zu erfahren.

    Die Vertreter des Arbeitskreises machten ihre fachlichen Bedenken zur derzeitigen Situation deutlich und gaben die an sie herangetragenen Rückmeldungen weiter. Aus Sicht des Arbeitskreises ist die gegenwärtige Lösung – es wurden Pflanzkübel aufgestellt – nicht ausreichend, um den vorgetragenen Bedenken Rechnung zu tragen. Marx wies darauf hin, dass es seitens der Stadtwerke konkrete Überlegungen zur Umsetzung eines variablen Sichtschutzes gebe. Damit wären tagsüber ein ausreichender Sichtschutz im Bereich des Kinderplanschbeckens sowie abends die architektonisch gewünschte Einsichtigkeit des Schwimmbades gewährleistet.

    Der Arbeitskreis begrüßte diesen Lösungsansatz und sprach sich für eine baldige Umsetzung aus. Der Arbeitskreis gegen sexualisierte Gewalt ist ein Zusammenschluss von Mitarbeitern aus verschiedenen Beratungseinrichtungen im Landkreis, denen das Thema sexualisierte Gewalt in der täglichen Arbeit begegnet. Er dient der Vernetzung, dem inhaltlichen und fachübergreifenden Austausch sowie der Weiterbildung mit dem Ziel, sich selbst und andere zu sensibilisieren, die Handlungskompetenz zu erweitern und sie im Alltag umzusetzen. In diesem Kontext beschäftigt sich das Gremium auch mit Fragen des Kinderschutzes und der Kindeswohlgefährdung.

    Auch in der jüngsten Sitzung des Stadtrats war der Sichtschutz wieder einmal Thema. Sabine Brunk (CDU), die in den vergangenen Monaten immer wieder anmahnte, es müsse gehandelt werden, erhielt Unterstützung: Verena Buschbaum (LUB) fragte ebenfalls nach, was denn nun in dieser Sache geplant sei. Sie werde angesprochen und wolle Antworten geben können. Marx untermauerte in der Ratssitzung die gegenüber dem Arbeitskreis getroffenen Aussagen. vm

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