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Idar-Oberstein

Idar-Oberstein: Ex-SBO-Dirigent Stefan Kollmann kehrt ins Stadttheater zurück

Zwölf Jahre lang, von der Gründung im Jahr 1990 bis 2002, war Stefan Kollmann Dirigent des Symphonischen Blasorchesters Obere Nahe (SBO). Einen besonderen Namen machte sich das Orchester mit den bereits 1991 eingeführten Neujahrskonzerten.

Das Symphonische Blasorchester Vulkaneifel ist am Samstag, 17. September, in Idar-Oberstein zu Gast. dadurch gibt es auch Wiedersehen mit Stefan Kollmann, der das SBO zwölf Jahre lang dirigierte. Das Publikum darf sich auf ein anspruchsvolles Programm freuen.
Das Symphonische Blasorchester Vulkaneifel ist am Samstag, 17. September, in Idar-Oberstein zu Gast. dadurch gibt es auch Wiedersehen mit Stefan Kollmann, der das SBO zwölf Jahre lang dirigierte. Das Publikum darf sich auf ein anspruchsvolles Programm freuen.

Bei diesen und anderen Gelegenheiten wie etwa "Classic und Showdance" im Zirkuszelt in Hettenrodt oder einer "Musikalischen Sommernacht" in Bärenbach baute das SBO immer wieder außermusikalische Showelemente in seine Auftritte mit ein, wobei Kollmann mit Dietmar Klein, Organisationstalent und Vorsitzender des SBO-Fördervereins, ein überausproduktives Gespann bildeten. Als Dirigent des Symphonischen Blasorchesters Vulkaneifel kehrt Kollmann auf Einladung des Kunstvereins Obere Nahe am Samstag, 17. September, um 19 Uhr in das Stadttheater, die "gute Stube" des SBO, zurück – und wird dort zeigen, dass die Lust am Experiment bei ihm immer noch lebendig ist.

"Die seltsamen Morde des Mortimer Selsdom" ist der für ein Orchester recht ungewöhnliche Titel des Programms. Und gemordet wird hiertatsächlich, allerdings nur literarisch: Mortimer Selsdom ist der Spross einer Familie mit einer langen mörderischen Tradition, nur Mortimer als letzter Nachkomme ist ein Schmetterlinge sammelnder Träumer und Schöngeist. Aber um an das Familienerbe zu kommen, muss er beweisen, dass er das Handwerk ebenfalls beherrscht und zumindest einen anständigen Mord vorweisen. Und er versucht es wieder und wieder …

Gemeinsam mit dem Eifeler Krimiautor Ralf Kramp haben Kollmann und sein Orchester ein ebenso skurriles wie unterhaltsames Gesamtkunstwerkgeschaffen, in dem Musik und Literatur zu einer Einheit geworden sind. Das Publikum war davon so begeistert, dass damit sogar an diesem Wochenende das Krimifestival "Nordeifel – Mordeifel" eröffnet wurde.

Nicht nur das Werk, sondern auch dessen Entstehungsgeschichte ist ungewöhnlich. Vor gut vier Jahren bekam Kollmann, der in Schweich lebt und an der Ida-Purper-Schule in Idar-Oberstein als Musiklehrer tätig ist, einen Anruf. Ob er nicht beim Symphonischen Blasorchester Vulkaneifel vorübergehend als Dirigent einspringen könne. Zufälligerweise hatte Kollmann gerade im Urlaub einen Krimi von Jacques Berndorf gelesen. "Nach der Lektüre war ich sofort verliebt in die Eifel", berichtet der Musiker.

Das Orchester, das er vorfand, war allerdings in einem eher desolaten Zustand. "Mir war gleich klar, wenn man da wieder Schwung reinbringen will, funktioniert das nur über ein ganz besonderes Projekt, und was lag in der Eifel näher als ein Krimi-Konzert zumachen."

Der Autor Ralf Kramp, der mit seiner Ehefrau in der Krimihauptstadt Hillesheim "Das Kriminalhaus" mit der größten Krimisammlung Deutschlands von rund 30 000 Bänden und das Café Sherlock sowie einen Krimiverlag betreibt war sofort begeistert. Kollmann gab ihm eine Abfolge von Musikstücken, die von der Ouvertüre aus Verdis "Nabucco" bis zum "Blues for a Killed Cat" von Jack End reichte, und in die hinein schrieb Kramp passgenau seine Mordgeschichte. "Kramp hat eine tolle Story geschrieben, die auch als Erzählung eigenständig tragen würde, die aber zusammen mit der Musik noch einmal eine ganz eigene Qualitätentwickelt", schwärmt Kollmann. "Hinzu kommt, dass Kramp ein hervorragender Leser mit großen schauspielerischen Qualitäten ist, der den Text auf der Bühne geradezu inszeniert."

Das Publikum im Idar-Obersteiner Stadttheater darf sich nicht nur auf ein Wiedersehen mit dem Dirigenten Kollmann freuen, sondern auch zwei andere in der Region bekannte Musiker sind direkt und indirekt auf der Bühne vertreten. Von Horst Haas, der einige Jahre Dirigent des Musikvereins Tiefenstein war, stammt die Komposition "Powerplay", und er ist auch als Hornist in dem Orchester vertreten. Die das umfangreiche Programm beschließende "Jewel Fanfare" ist eine Komposition von Rainer Serwe, der als Dirigent Nachfolger von Kollmann beim Musikverein Fischbach wurde.

Karten gibt es im Vorverkauf beider Tourist-Info und in den Buchhandlungen Carl Schmidt & Co. und Schulz-Ebrecht.

Idar-Oberstein Birkenfeld
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