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Idar-Oberstein

Hunsrücker Naturfototage: Spektakuläre Bilder der wilden, weiten Welt

Die 13 Jahre lang von Hans-Dieter Braun organisierten Hunsrücker Naturfototage haben im vergangenen Jahr eine neue Heimstatt und einen neuen Veranstalter gefunden: Die Messe Idar-Oberstein organisiert in Kooperation mit dem Kunstverein Obere Nahe die inzwischen weit über den Südwesten Deutschlands hinaus bekannte Veranstaltung. Den Programmgestaltern Hans-Dieter Braun und Kai-Uwe Hille ist es wieder gelungen, zwei hochklassige Ausstellungen und neun spannende Vorträge zusammenzustellen.

Spektakuläre Bilder von den Grizzlybären Alaskas zeigt der Berner Biologe David Bittner in seiner Multivisionsshow. Schon seit 15 Jahren verbringt er in jedem Sommer mehrere Monate in der nordamerikanischen Wildnis, mit der Zivilisation nur durch ein Notrufsignal verbunden.
Spektakuläre Bilder von den Grizzlybären Alaskas zeigt der Berner Biologe David Bittner in seiner Multivisionsshow. Schon seit 15 Jahren verbringt er in jedem Sommer mehrere Monate in der nordamerikanischen Wildnis, mit der Zivilisation nur durch ein Notrufsignal verbunden.
Foto: David Bittner

Die Ausstellung „Naturfotograf des Jahres 2017“ der Gesellschaft deutscher Tierfotografen (GDT) umfasst 70 Bilder, es sind die jeweils zehn Besten des in sieben Kategorien ausgeschriebenen Fotowettbewerbs, der zu den renommiertesten seiner Art in Europa gehört. Konrad Funk hat bereits viele großartige Aufnahmen aus dem Bereich des Nationalparks Hunsrück-Hochwald geliefert, die spektakulärsten und schönsten sind in dieser Ausstellung versammelt. „Wir haben uns für die Präsentation wie im vergangenen Jahr wieder etwas ganz Besonderes einfallen“, verspricht Messegeschäftsführer Hille.

Dieser Schnappschuss eines Schimpansenkindes wurde im Mahale-Mountains-Nationalpark in Tansania, Ostafrika, aufgenommen.
Dieser Schnappschuss eines Schimpansenkindes wurde im Mahale-Mountains-Nationalpark in Tansania, Ostafrika, aufgenommen.
Foto: Konrad Wothe

Das gilt auch für die Präsentation der Vorträge. „Wir zeigen in diesem Jahr sämtliche Vorträge auf einer Großbildleinwand und mit einer hervorragenden Tontechnik“, erklärt Hille. „Dadurch, dass wir eine feste Anlage mit einem Techniker haben, wird es auch keine Umbaupausen geben.“ Die Vorträge führen die Besucher wieder fast um den gesamten Erdball von unseren heimischen Nationalparks bis in die wenig bekannten Steppengebiete Südamerikas, die bedrohten Urwälder Borneos, in die Wildnis Afrikas, die Weiten der Antarktis oder die faszinierende Welt der Tiefsee.

Der bekannteste Referent ist der Berner Biologe David Bittner, der die Zuschauer in einer Multivisionsshow mitnimmt zu den Bären Alaskas. Im Jahr 2002 reiste er als 25-Jähriger erstmals in den äußersten Norden Amerikas, um die Lachse während ihrer Laichwanderung zu beobachten – sein Kindheitstraum. Aber wo Lachse sind, sind auch Bären meist nicht weit. „Eine Überraschungsbegegnung mit einer Bärenmutter und ihren drei Jungen mit folgendem Angriff war das Schlüsselerlebnis für meine Begeisterung für diese faszinierenden Lebewesen. Seither verbringe ich wann immer möglich den Sommer in Alaska, um die Grizzlys zu beobachten und ihr Leben zu dokumentieren.“ Oft allein unterwegs, lebt David monatelang in der Wildnis und ernährt sich zum größten Teil von selbst gefangenem Fisch. Mit einem Seekajak paddelt der Abenteurer durch Wind und Wetter entlang der rauen Küsten und ist mit der Zivilisation nur per Notrufsignal verbunden.

Mit viel Einfühlungsvermögen, Zeit und Geduld während seiner Expeditionen ist es dem promovierten Biologen gelungen, ein Vertrauensverhältnis mit einigen wild lebenden Bären aufzubauen. Einzelne Bären auf der Kodiak-Insel und an der Katmai-Küste haben sich längst an David gewöhnt. Sie fressen und schlafen an seiner Seite. Er gibt ihnen Namen – die schöne Bala, der große Bruno, Mammut der alte Patriarch, die fette Berta oder Lili mit ihren Jungen, um nur ein paar zu nennen. Im Zusammenhang mit der aktuellen Rückkehr des Braunbären in die Schweiz erläutert David die daraus entstehende Problematik und wie sich das Zusammenleben zwischen Mensch und Bär in unserer dicht besiedelten Kulturlandschaft gestaltet. Bittners Bilder und Filme gehören zu den aufregendsten und spektakulärsten Aufnahmen, die je von Begegnungen mit wilden Bären gemacht wurden.

Fast surreal muten dagegen viele Bilder von Solvin Zankl an. Seine Bilder entstanden auf sechs Expeditionen in den vergangenen zehn Jahren. Als Fotograf begleitete er verschiedene Forschungsfahrten zwischen Spitzbergen und Kapstadt. Seine Motive kommen aus den unterschiedlichsten Regionen im Atlantik und aus Tiefen von bis zu 6000 Metern.

Von unserem Reporter Jörg Staiber

Idar-Oberstein Birkenfeld
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