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Herrstein

Herrstein: Junges Paar steht nach der Flut vor dem Nichts

Vera Müller

Diesen 28. Geburtstag wird Jenny Gräf nie vergessen: Er war einer der schlimmsten Tage ihres Lebens. Viele Tränen sind in den vergangenen Tagen geflossen, fließen immer noch, und der Schock sitzt tief. Eigentlich wollte die junge Edelsteinbearbeiterin ein wenig feiern. Gemeinsam mit ihrem Freund in der ersten gemeinsamen Wohnung in einem Mehrfamilienhaus in der Nähe der Firma Wayand.

So sieht es in der Wohnung des jungen Paares aus. Die Autos schwammen weg, sind mehr oder weniger schrottreif. Wie es weitergehen soll? „Im Moment haben wir keine Ahnung“, sagt Jenny Gräf.  Foto: privat
So sieht es in der Wohnung des jungen Paares aus. Die Autos schwammen weg, sind mehr oder weniger schrottreif. Wie es weitergehen soll? „Im Moment haben wir keine Ahnung“, sagt Jenny Gräf.
Foto: privat

Doch dann kam alles anders: Es wurde dunkel, es begann zu regnen. Die Keller liefen voll, alle versuchten, das Schlimmste zu verhindern. Um festzustellen, dass man die Wassermassen nicht aufhalten kann. Auch die beiden Autos des jungen Paares machten sich plötzlich selbstständig, schwammen weg und quetschten sich durch eine enge Passage. „Wir haben noch alles Mögliche versucht, haben um Hilfe gerufen. Aber das ging alles so schnell. Es war schrecklich.“

Und dann kam die Panik: Das Wasser stieg und stieg, reichte bis zur Fensterbank in der Wohnung. „Und dann fiel mir plötzlich ein, dass meine beiden kleinen Katzen noch drin sind. Ich habe geschrien, die Feuerwehr soll helfen“, erinnert sie sich. Die Feuerwehr kam übers Dach, trat die Haustür ein, war schon kurz davor aufzugeben, konnte die Katzen dann aber doch gerade noch retten. Die Wohnung ist völlig verwüstet, verschlammt, ein paar Bilder und Dokumente sowie Kleider konnten die beiden jungen Leute in Sicherheit bringen – mehr nicht. Alles andere landet wohl in Müllcontainern. Keine Möbel, kein Auto, keine Wohnung, keine Elektrogeräte: „Wir stehen vor dem Nichts, sind jetzt bei Bekannten untergekommen. Versichert sind wir nicht so, wie wir müssten. Keine Ahnung, wie es weitergehen soll“, sagt Jenny Gräf mit den Tränen kämpfend. Immerhin: Es wurde niemand verletzt, und auch den Katzen geht es gut. Das Paar ist für Unterstützung und Geldspenden dankbar. Wer helfen möchte: Telefon 0171/707 66 48 (Jenny Gräf).

Von unserer Redakteurin Vera Müller

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