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Idar-Oberstein

Hattgensteiner Chor glänzte mit "Songs von gestern und heute"

Der Titel der Veranstaltung auf dem leuchtend gelben Informations- und Werbeheftchen nimmt die komplette erste Seite ein: "Songs von gestern und heute im Stadttheater Idar-Oberstein, präsentiert vom Chor-Projekt im Gemischten Chor Hattgenstein unter der Leitung von Maxim Schukov zusammen mit Chorschatten Reinsfeld unter der Leitung von Andrea Stüber und dem MV 1928 Mittelreidenbach unter der Leitung von Armin Renkel".

Glänzend aufgelegt war der Chor: Obwohl das Konzert ein üppiges Programm beinhaltete, kam keine Langeweile auf. Die Beiträge wurden mit viel Beifall bedacht.  Foto: Hosser
Glänzend aufgelegt war der Chor: Obwohl das Konzert ein üppiges Programm beinhaltete, kam keine Langeweile auf. Die Beiträge wurden mit viel Beifall bedacht.
Foto: Hosser

Von unserer Mitarbeiterin Jutta Gerhold

Doch Renkel war verhindert und wurde von Georg Bußmann vertreten. So lang wie der Titel, so lang war auch das Konzert selbst. Aber kurzweilig war es. Schon das außergewöhnliche Foto auf dem Plakat deutete auf Ideenreichtum hin. Es zeigt den Chor inmitten von Hunsrücker Wiesen und Feldern, die Arme weit ausgebreitet, um die Welt willkommen zu heißen. "Die Familie Schukov ist das Beste, was uns passieren konnte", verkündet der Text über den Chor im Heftchen. Maxim Schukov hat den Chor 2002 mit 17 Mitgliedern übernommen. Bis heute sind 30 dazugekommen – ein ganz erstaunliche Entwicklung und ein großer Erfolg.

Selbstbewusst und locker eröffnen die Sänger mit einem rhythmisch geprägten Gloria der amerikanischen Komponistin Emily Crocker. "Schön, dass Sie mit uns ein Konzert feiern", begrüßt die Vorsitzende des Kreischorverbands Birkenfeld, Birgit Klein, das zu ihrer Begeisterung große Publikum. Sie moderiert den Abend.

Und diesen wollen die Chöre feiern, nicht nur ein Programm abspulen. Dieses Programm weist in zwei sehr ähnlich aufgebauten Teilen insgesamt 28 Beiträge aus.

Beim Singen sind sie sich begegnet, Birgit Klein und Andrea Stüber, Leiterin des A-cappella-Ensembles Chorschatten. Vor 17 Jahren habe sich die Gruppe aus dem Gemischten Chor Reinsfeld heraus gebildet und befindet sich "auf der Sonnenseite der Spaß habenden". Drei Soprane, vier Altstimmen, zwei Tenöre und drei Bässe demonstrieren hohe Gesangskultur, wie sie im Laienbereich selten zu finden ist. Sie sprudeln vor Einfällen, haben auch ihren eigenen Arrangeur mit geschicktem Händchen für die Gruppe aus weitgehend solofähigen Stimmen. Interessante Choreografien wie bei "I get around oder das auf Deutsch gesungene "King of the road", in dem das Thema "Der Mann und sein Auto" herrlich persifliert wird, rufen Beifallsstürme beim wohlwollenden Publikum hervor. Einen Knaller landen sie mit "Esso ess" von ABBA. Falsch geschrieben? Weit gefehlt: ein Song von Basta. Häufige Mittagspausen auf der Autobahn haben Folgen. "Ich werde fett und alt, seitdem ich nur noch bei Esso ess."

Totales Kontrastprogramm, aber vom Publikum ebenfalls umjubelt die Auftritte der Schukovs. Mutter Irma singt mit großer Ausstrahlung bekannte russische Volksweisen. Sie wird begleitet von Tochter Marina mit Perkussionsinstrumenten, Maxim am Knopfakkordeon und dessen Frau Maria, die die kleine dreisaitige Domra spielt, ein Instrument aus der Familie der Mandolinen. Mit der Russischen Rhapsodie von Theo Fürst, selbst Akkordeonist, erinnerte das Ehepaar an ihren in der Region unvergessenen Freund und Förderer.

In das Programm der Hattgensteiner hatte sich ein sehr altes Trinklied geschlichen, von Pierre Atteignant im 16. Jahrhundert komponiert. Die Stimmgruppen traten nach und nach leicht torkelnd auf die Bühne, sich Schinken und Korbflaschen reichend, den französischen Originaltext singend. Der Musikverein Mittelreidenbach lieferte drei Beiträge und hatte zudem die Aufgabe, die Chöre bei den beiden letzten Programmpunkten zu begleiten.

Das waren ein Medley aus vier ABBA-Hits und das hymnische "You raise me up", das, obwohl als Popballade vor zwölf Jahren entstanden, auch als Kirchenlied in England gesungen wird.

Die beiden adrett gestylten Schaufensterpuppen am Bühnenrand verfolgten mit ungeteilter Aufmerksamkeit das bunte Chorfest auf der Bühne am Abend dieses geschichtsträchtigen 9.November. Ein gelungenes Fest, waren sich die Gäste einig.

Idar-Oberstein Birkenfeld
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