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Brücken

Großfeuer bei der Firma Howatherm

Auf rund 6 Millionen Euro schätzt die Polizei den Schaden, den der Großbrand am Mittwochabend bei der Firma Howa- therm in Brücken anrichtete. Die Produktion bei dem Unternehmen für Solar- und Klimatechnik soll bereits nächste Woche wieder anlaufen. Die Ursache für das Feuer ist noch unklar: Die große Hitze und herumliegende schwere Eisenteile ließen gestern noch keine genaue Untersuchung der Brandstelle zu.

Brücken – Auf rund 6 Millionen Euro schätzt die Polizei den Schaden, den der Großbrand am Mittwochabend bei der Firma Howa- therm in Brücken anrichtete. Die Produktion bei dem Unternehmen für Solar- und Klimatechnik soll bereits nächste Woche wieder anlaufen. Die Ursache für das Feuer ist noch unklar: Die große Hitze und herumliegende schwere Eisenteile ließen gestern noch keine genaue Untersuchung der Brandstelle zu.
Eine Lager- und eine Montagehalle, beide insgesamt 2000 Quadratmeter groß, brannten völlig aus. Die Feuerwehr verhinderte ein Übergreifen auf die angrenzenden Gebäude. Wegen den in dem betroffenen Komplex gelagerten Farben und Lacken konnte laut Polizei nicht ausgeschlossen werden, dass Giftstoffe freigesetzt werden. Die Bevölkerung wurde deshalb per Rundfunk vorsorglich aufgefordert, Fenster und Türen zu schließen. Eine Messung der Feuerwehr Baumholder ergab laut Polizei „eine leichte, jedoch nicht gesundheitsgefährdende Belastung der Luft im unmittelbaren Brandbereich“.

Schock am Abend
Proben im benachbarten Wohngebiet waren nach Aussage von Bernhard Schneider, dem Wehrleiter der VG Birkenfeld, einwandfrei. Aus seiner Sicht war es ein Glücksfall, dass sich hinter dem von der Firma angegebenen Gefahrgut „nur“ Farben und Lacke verbargen. „Der hohe Rauchpilz, den ich sah, als ich mich über die Rimsberger Höhe dem Brandort näherte, ließ zunächst nichts Gutes ahnen“, fasst Schneider seine ersten Befürchtungen zusammen. „Das war ein Schock in der Abendstunde“, sagte Christoph Kaup, der Geschäftsführende Gesellschafter des seit Jahren stetig wachsenden, kerngesunden Unternehmens, gestern im Gespräch mit der Nahe-Zeitung. Bei einer Runde auf dem Golfplatz in Eisen wurde er auf den Rauchpilz aufmerksam. In den betroffenen Montagehallen wurden auch Geräte, die zum Ausliefern bereit standen, zerstört. Die durch den Brand verursachten Schäden und Ausfälle „tun uns sehr weh, werden uns aber nicht umwerfen“, betont Christoph Kaup. Nicht betroffen ist die für rund 4 Millionen Euro errichtete neue Halle für die Vorfertigung.

Christoph Kaup: Wir kriegen das hin
In Zelten und mobilen Hallen soll die Produktion voraussichtlich bereits am Montag wieder beginnen – zunächst improvisiert und unter erschwerten Bedingungen. „Ich weiß, dass ich mich auf meine Mannschaft verlassen kann. Wir kriegen das hin“, unterstreicht der Howatherm-Chef, der den rund 140 Mitarbeitern das weitere Vorgehen gestern in einer Betriebsversammlung erläuterte. Er kann sich nicht vorstellen, dass Brandstiftung im Spiel gewesen sein könnte. „Wir gehen vernünftig mit unseren Leuten um und haben ein gutes Betriebsklima.“
Ein Mitarbeiter, der Überstunden machte und dadurch zufällig noch auf dem Firmengelände war, hatte den Brand gegen 19.30 Uhr entdeckt und die Rettungskräfte alarmiert. Das Feuer breitete sich offenbar rasend schnell aus. „Als ich kurz nach 19.30 Uhr in meinem Büro zufällig aus dem Fenster schaute, sah ich eine riesige dunkle Rauchwolke“, berichtet Dr. Bernhard Alscher, Bürgermeister der Verbandsgemeinde. Vor Ort konnte er sich dann davon überzeugen, „wie wichtig eine gut ausgestattete Feuerwehr ist“. Von dem Zusammenwirken der verschiedenen Wehren ist er sehr beeindruckt: „Wahnsinn, was da geleistet wird.“ Der Bürgermeister will der Howatherm jetzt umgehend seine Hilfe anbieten: „Wir tun, was wir können.“ Kurt Knaudt/Klaus-Peter Müller

Idar-Oberstein Birkenfeld
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