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Gollenberg/Oberhambach

Gollenberger Feuerwehr muss Fusion eingehen

Das Rad der Veränderungen im Brandschutzwesen der Verbandsgemeinde Birkenfeld dreht sich rasant weiter. Kurz nachdem bekannt wurde, dass sich die Freiwillige Feuerwehr Ellenberg zum Jahresende auflösen wird, steht nun auch die Fusion der personell ausgedünnten Truppe aus Gollenberg mit der benachbarten Wehr in Oberhambach zum 1. Januar 2018 so gut wie fest. Dazu fehlt nur noch die formelle Zustimmung des Verbandsgemeinderats, der am 13. Dezember zu seiner nächsten Sitzung zusammenkommt.

Zumindest ein Trost bleibt den Gollenbergern: Das Einsatzfahrzeug und die anderem Gerätschaften bleiben trotz der Fusion mit der Oberhambacher Truppe vorläufig im Feuerwehrhaus des 130-Einwohner-Dorfes postiert. Diese Regelung hat aber nur bis Ende 2020 Gültigkeit. Foto: Reiner Drumm
Zumindest ein Trost bleibt den Gollenbergern: Das Einsatzfahrzeug und die anderem Gerätschaften bleiben trotz der Fusion mit der Oberhambacher Truppe vorläufig im Feuerwehrhaus des 130-Einwohner-Dorfes postiert. Diese Regelung hat aber nur bis Ende 2020 Gültigkeit.
Foto: Reiner Drumm

Die Gollenberger Politiker haben bei ihrem jüngsten Treffen am Montagabend diesen Plänen bereits ihr Einvernehmen erteilt. „Es lässt sich nun einmal leider nicht ändern. Aber es ist klar, dass wir in unserem Ort keine eigene Wehr mehr aufrechterhalten können“, sagt Ortsbürgermeister Ralf Simon im NZ-Gespräch.

Sieben Mitglieder hat die Mannschaft von Noch-Wehrführer Engelbert Riehm aktuell. Doch Riehm selbst hat die Altersgrenze bereits erreicht und wird in den nächsten Wochen aus dem aktiven Dienst ausscheiden. Auf weitere Gollenberger Wehrmänner trifft das aus dem gleichen Grund bis Ende 2020 ebenfalls zu. Gemäß Landesfeuerwehrverordnung ist aber eine Mindeststärke von neun Brandschützern vorgesehen.

Da der Kader der Gollenberger Wehr aber schon seit geraumer Zeit unter dieser magischen Grenze liegt und laut Simon „auch all unsere Versuche vergeblich waren, neue Mitglieder zu werben“, blieb nur die ernüchternde Erkenntnis: Es ist überhaupt nicht absehbar, wie der Personalmangel behoben werden soll und sich diesbezüglich etwas zum Positiven ändern kann.

Also wurden bereits frühzeitig erste Fusionsgespräche gestartet. „An einer solchen Lösung hat überhaupt kein Weg vorbeigeführt. Es hätte auch gar nichts gebracht, sich gegen eine Fusion zu sträuben und auf der Eigenständigkeit zu pochen. Viel wichtiger ist doch, dass alle an einem Strang ziehen müssen, damit man im Notfall auch schnell und effektiv Hilfe leisten kann“, stellt Riehm seine Sicht der Dinge klar. Er und Simon weisen aber darauf hin, dass bei diesen Gedankenspielen für die Gollenberger zunächst die Kameraden aus Ellenberg erster Ansprechpartner waren. Dieser Annäherungsversuch sei aber zurückgewiesen worden, „was ich als schade empfunden habe“, blickt der Gollenberger Ortsbürgermeister zurück.

Stattdessen kommt es nunmehr zum Zusammenschluss mit der freiwilligen Feuerwehr aus Oberhambach. Sie besteht nach Auskunft von VG-Wehrleiter Lars Benzel zurzeit aus 16 aktiven Mitgliedern. „So viel ändern wird sich durch die Fusion erst einmal nicht“, betont Benzel. Denn gemeinsame Einsätze und Übungen sind schon seit Längerem Usus.

Schließlich bilden die Wehren aus Oberhambach, Gollenberg, Rinzenberg, Niederhambach und Ellenberg den Ausrückbereich 4 im VG-Gebiet. Auch nach der Auflösung der Ellenberger Truppe werde dieser Verbund noch schlagkräftig genug sein und alle vorgeschriebenen Einsatzgrundzeiten einhalten können, betont der Wehrleiter der VG. Bei Veranstaltungen wie dem Aufstellen des Maibaums oder beim Martinsumzug sei zudem garantiert, dass die Feuerwehr auch in Zukunft in Gollenberg präsent ist und dann zur Begleitung und Absicherung des Geschehens eine Abordnung ins 130-Einwohner-Dorf entsandt wird.

Noch bedeutsamer sind anderen Regelungen, auf die man sich im Hinblick auf den Zusammenschluss verständigt hat. Thomas Wagner, der bereits an der Spitze der Oberhambacher Brandschützer steht und Leiter des Ausrückebereichs ist, wird künftig als Wehrführer der fusionierten Truppe fungieren.

Nach der entsprechenden Wahl soll zudem der Gollenberger Thomas Sander den Stellvertreterposten in der zusammengeschlossenen Wehr übernehmen. „Damit haben wir also weiter einen direkten Ansprechpartner im Ort“, sagt Simon. Außerdem wurde vereinbart, dass Gollenberg zumindest bis Ende 2020 als offizieller Feuerwehrstandort geführt wird. Das heißt: Bis zu dieser Frist bleiben das Tragkraftspritzenfahrzeug und das andere Inventar im dortigen Gerätehaus postiert.

Von unserem Redakteur Axel Munsteiner

Idar-Oberstein Birkenfeld
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