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    FreisenFreisen: Stammkundschaft bleibt Mineralienbörse treu

    Dass auf der Landesstraße zwischen Freisen und Baumholder gerade jetzt gebaut wird, wird den Mineralienfreunden aus Freisen überhaupt nicht gefallen haben. Denn die Mineralienbörse hatte jedes Jahr viele Baumholderer angezogen. Auch Amerikaner hatten sich noch jedes Jahr dafür interessiert, was es auf der kleinen regionalen Mineralienausstellung zu sehen gibt. Der Freisener Mineralienverein hatte wieder in Baumholder Plakate aufgehängt, jede Menge Werbung gemacht: Es zeigt, wie wichtig den Freisenern die Kundschaft aus der Westrichstadt ist.

    Ein paar mehr Besucher hätten es auf der Mineralienbörse in Freisen schon noch sein können. Aber die Stammkunden, die für die Aussteller am wichtigsten sind, blieben der Veranstaltung treu.  Foto: Reiner Drumm
    Ein paar mehr Besucher hätten es auf der Mineralienbörse in Freisen schon noch sein können. Aber die Stammkunden, die für die Aussteller am wichtigsten sind, blieben der Veranstaltung treu.
    Foto: Reiner Drumm

    Aber es führen viele Wege nach Freisen, es kann sein, dass auch mit Baustellenumweg genügend Baumholderer zur Börse am Sonntag gekommen waren. Allerdings: Wenn man die Besucherzahlen am frühen Nachmittag als Grundlage nimmt, könnte die Bilanz eher trüb aussehen. Nicht, weil Wolken über Freisen aufgezogen waren, im Gegenteil: Es war warm und schwül, viele werden einen Ausflug ins Grüne oder ins Schwimmbad einem Besuch in der Bruchwaldhalle vorgezogen haben.

    Die Mineralienbörse in Freisen hat seine treuen Fans, ein Drittel der Gäste seien Stammkundschaft, sagt Reiner Maria Schäfer, der Vorsitzende des Mineralienvereins. Der Verein organisiert diese Börse seit 34 Jahren. Es zeigt aber auch: Man braucht Laufkundschaft, Menschen, die nicht gezielt zum Kauf kommen, aber doch Geld zurücklassen und dafür Achate und andere wertvolle Stücke mitnehmen oder ein Stück Kuchen essen.

    Um neues Publikum zur Bruchwaldhalle zu bringen, hatte der Mineralienverein einen Sandkasten vorm Haus aufgebaut: Die Besucher, die dort krabbelten und nach Achaten schaufelten, waren klein, aber sie kamen mit ihren Eltern, die sich in der Halle umschauten. Auch zwei Sonderausstellungen sollten dazu beitragen, dass Neukunden einfach mal aus Neugier kommen: In einer Vitrine des Mineralienvereins waren bisher nicht bekannte Stücke aus Privatsammlungen zu sehen, Steine aus der Zeit des Autobahnbaus Anfang der 1970er-Jahre, mit dem die Begeisterung in der Region für Achate begann, und Neufunde. Eine weitere Sonderschau gab es am Stand von Heinz Postler aus Hettenrodt, der Gravuren und Skulpturen aus seiner Werkstatt auslegte. Besonders interessant: Ein bunter Achat mit Bergkristall, der Medusa darstellte, der Frau aus der griechischen Mythologie, die mit ihren Schlangenhaaren berühmt wurde. Am Stand eines Glasbläsers aus dem brandenburgischen Rathenow konnten Besucher sich im Kugelblasen versuchen.

    Feste Besucherin ist seit mindestens zehn Jahren die Edelsteinkönigin. Seit vorigem Jahr ist Anna-Lena Märker Repräsentantin der Deutschen Edelsteinstraße. Sie kam mit dem Vorsitzenden des Fördervereins, Martin Schupp, in die Bruchwaldhalle. Aus der Politik waren Landrat Udo Rektenwald, Freisens Bürgermeister Karl Josef Scheer und Ortsvorsteher Gerd Bonenberger bei der Eröffnung in der Halle. „Die Gemeinde“, sagt Vereinschef Schäfer, „steht hinter unserer Börse. Sie hat verstanden, dass das Steinvolk ein touristisches Potenzial darstellt.“

    Am Morgen sahen die Besucherzahlen noch gut aus, berichtete er. Später ließ das Interesse nach. Ohnehin sind die Stammkunden die wichtigste Klientel für die Aussteller. Deshalb hat die Mineralienbörse auch nur am Sonntag geöffnet. „Sie kommen gezielt, um zu kaufen, was ihnen gefällt“, sagt Schäfer.

    Und für die Aussteller? „Für uns ist dieser eine Tag optimal“, sagt Hans-Peter Haag, der die Hans-Peter-Schleife in Idar besitzt: „Man hat weniger Aufwand.“ Neben Haag und Postler war auch Peter Jeckel auf der Freisener Börse: Er organisiert jedes Jahr die Achatbörse in Niederwörresbach.

    Von unserem Mitarbeiter Karl-Heinz Dahmer

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