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    Experten raten: Mehr als nur die Kaffeekasse versichern lassen

    Wie Vereine ihre Räume einbruchsicher machen können, fragten wir bei Polizei und Versicherung nach. Viele Vereinsheime liegen fernab der Wohngebiete. Ein Einbruch wird oft spät entdeckt, die Täter werden selten gefasst.

    Viele Vereinsheime liegen einsam am Ortsrand. Kann man diese Gebäude überhaupt sichern?

    In erster Linie sollte an Fenstern und Türen der mechanische Einbruchschutz optimiert werden, rät das Polizeipräsidium Koblenz. Denn so lassen sie sich nicht mehr einfach aufbrechen – Hebelwerkzeuge wie Schraubendreher und Brecheisen zählen zum Einbruchwerkzeug Nummer eins. Darüber hinaus empfiehlt die Polizei, eine elektronische Sicherung wie eine Alarmanlage am Gebäude anzubringen. Ein Sicherheitsexperte kann helfen: Er schaut sich die Gegebenheiten an und berät den Verein.

    Wie häufig sind Vereinsheime von Einbrüchen betroffen? Wer sind die Täter? Was wird gestohlen?

    Wie häufig in Vereinsheime eingebrochen wird und ob es sich bei den Tätern um organisierte Banden handelt, kann das Polizeipräsidium Koblenz nicht beurteilen. Das liegt daran, dass Einbrüche in Vereinsheime in der Statistik nicht gesondert erfasst werden. Sie zählen zur Kategorie "Einbruchdiebstahl aus Dienst-, Büro-, und Lagerräumen". Zudem kommen diese Taten oft erst Tage später ans Licht. In Vereinsheimen werden meist Zigaretten, Speisen und Getränke, aber auch Bargeld aus der Kaffeekasse gestohlen.

    Wie hoch sind die Schäden, die Täter in Vereinsheimen anrichten?

    Die Provinzial Rheinland zum Beispiel sagt, dass der Einbruchschaden an Fenstern und Türen meist größer ist als die Beute selbst, da oft sehr brutal vorgegangen wird, um ins Gebäude zu gelangen. Die Diebe finden meist nur geringe Bargeldbeträge, selten mal einen Laptop. Laut Experten reicht es nach einem Einbruch meist nicht aus, die Schrauben nachzuziehen. Stattdessen müssen defekte Türen und Fenster komplett erneuert werden.

    Gibt es Vereine, die besonders gefährdet sind, weil Täter bei ihnen Wertsachen vermuten?

    Den Schadensregulierern der Provinzial fällt auf diese Frage prompt eine Antwort ein: Die Sparklubs. Diese Vereine seien typisch für den ländlichen Bereich. Leute gründen einen Verein, um Ausflüge zu finanzieren, und dafür sparen sie Geld. Dieses deponieren sie meist leichtfertig im Vereinsheim, statt es in einer Geldkassette mit nach Hause zu nehmen oder zur Bank zu bringen. Satte 20 000 Euro erbeuteten Einbrecher so vor einiger Zeit in einem Dorf in Rheinland-Pfalz, berichtet ein Schadensregulierer der Provinzial.

    Gibt es für Vereinsheime eine besondere Einbruchsversicherung?

    Vereinsheime können gegen Einbruch versichert werden – mit der sogenannten Inhaltversicherung. Die ist vergleichbar mit einer Hausratversicherung: Sie greift bei Einbruch, Diebstahl, Raub, Feuer, Sturm, Hagel und Unfällen mit Leitungswasser. Für eine Standardversicherung zahlt der Verein um die 700 Euro jährlich, für eine bessere Absicherung um die 1000 Euro, sagen die Versicherungsexperten.

    Welche Wertsachen des Vereins sind denn überhaupt versichert?

    Was abgedeckt ist, hängt am Vertrag. Das Inventar werde aber immer entweder komplett oder gar nicht versichert, sagen die Experten. So könne der Verein auch einen Bargelddiebstahl von beispielsweise bis zu 100 000 Euro versichern lassen. Doch dann sei ein VDS-geprüfter Tresor nötig, der eine bestimmte Größe und ein Gewicht von mindestens 240 Kilogramm hat. Erst wenn eine Versicherung abgeschlossen ist und der Erstbeitrag gezahlt wurde, ist ein Vereinsheim tatsächlich versichert. Zudem sollte sich der Verein jährlich über neue Produkte informieren, um immer auf dem neuesten Stand zu sein.

    Von Sabrina Rödder

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