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    Niederwörresbach

    Erste "HerWerz"-Messe kam sehr gut an

    Schornsteinfeger Klaus Wendel führte mit seiner Thermografie-Kamera jedem, der es sehen wollte, vor, wie sich die Wärme an den Wänden des Sportzentrums verteilt; am Stand der Firma Effgen wurden Schachfiguren im Galvanobecken vernickelt und an Besucher verschenkt; die Ratsapotheke hatte ein Blutdruckmessgerät mitgebracht, der Schützenverein Niederwörresbach ein Lasergewehr, der TV Herrstein einen Fitnesstest. Dessen Sportkollegen vom SV Niederwörresbach ließen die erst vor einem Jahr gegründete Cheerleader-Truppe Lunatic Stars auf der Bühne tanzen: Fast alle Firmen, Freiberufler und Vereine, die sich auf der ersten Gewerbeschau für die beiden Orte Herrstein und Niederwörresbach gestern im Sportzentrum präsentierten, hatten die eine oder andere Aufmerksamkeit für die Gäste dabei.

    Niederwörresbach – Schornsteinfeger Klaus Wendel führte mit seiner Thermografie-Kamera jedem, der es sehen wollte, vor, wie sich die Wärme an den Wänden des Sportzentrums verteilt; am Stand der Firma Effgen wurden Schachfiguren im Galvanobecken vernickelt und an Besucher verschenkt; die Ratsapotheke hatte ein Blutdruckmessgerät mitgebracht, der Schützenverein Niederwörresbach ein Lasergewehr, der TV Herrstein einen Fitnesstest. Dessen Sportkollegen vom SV Niederwörresbach ließen die erst vor einem Jahr gegründete Cheerleader-Truppe Lunatic Stars auf der Bühne tanzen: Fast alle Firmen, Freiberufler und Vereine, die sich auf der ersten Gewerbeschau für die beiden Orte Herrstein und Niederwörresbach gestern im Sportzentrum präsentierten, hatten die eine oder andere Aufmerksamkeit für die Gäste dabei.

    Sie soll eines Tages eine Marke werden, die „HerWerz“, wie die Organisatoren der Regionalinitiative diese bunte Schau getauft haben: eine gebündelte Demonstration der Leistungsfähigkeit in den beiden Orten. Die Messe-Premiere am Sonntag ist ein erster Schritt dieser jungen Initiative, für die die Veranstaltung im Sportzentrum die erste größere Herausforderung war. Doch sie sind mit ihren Vorstellungen auf einem guten Weg. „Sie haben schon vieles richtig gemacht“, lobte VG-Bürgermeister Uwe Weber die Organisation. Herrsteins Ortsbürgermeister Reiner Schäfer sprach von einem „Wegbereiter, um sich darzustellen und zu positionieren“, Niederwörresbachs Erster Beigeordneter Werner Dalheimer von einem „Pflänzchen, das wachsen und gedeihen muss“. Wie das „Pflänzchen“ Regionalinitiative gedeihen kann, darüber haben sich deren Sprecher Dominik Beutler und seine Mitstreiter bereits Gedanken gemacht: Ein Kaminabend, verbunden mit einer Vortragsreihe, ein Tag der Offenen Tür... Es gibt viele Möglichkeiten. „Wer Ideen hat, ist bei uns immer willkommen“, lockte Beutler. Die erste Messe hatten Aussteller und Organisatoren gemeinsam aufgebaut. „Alle waren begeistert“, erzählte Mitorganisatorin Cornelia Brix. „Es ist wichtig, dass sich jeder bei uns einbringt.“ Das Premierenkonzept kann sich jedenfalls sehen lassen. Zur Entspannung hatte das Restaurant-Café Zehntscheune in der Vorhalle eine kleine Terrasse aufgebaut und servierte Kaffee und Kuchen, die Metzgerei Juchem bot in einem Zelt kleine, deftige Menüs an, die Bäckerei Moser in der Halle Kuchen und Teilchen, die BRH-Rettungshunde-Staffel zeigte im Freien mit zehn Hunden Vorführungen, am Stand der Jugendfeuerwehr konnte mit Schläuchen gekegelt werden. Der Musikverein Niederwörresbach und der Gemischte Chor Herrstein wechselten sich auf der Bühne ab, die Cheerleader aus Niederwörresbach und Turner aus Herrstein, Zauberer Pablo und die Rope-Skipper aus Mackenrodt traten auf. Dass auf der Gewerbeschau auch viele Einheimische noch Neues entdecken können, hob der VG-Bürgermeister in seiner Ansprache hervor. „In unseren beiden Ortsgemeinden mit knapp 2000 Einwohnern gibt es sehr viele Gewerbetreibende. Wer hier lebt, dem fällt das schon nicht mehr auf.“
    Und manchmal weiß auch die Herrsteiner VG-Verwaltung nicht, welche Firmen sie in ihrem Einzugsgebiet hat. Behauptet jedenfalls Gerd Wobito. Er stellte Heizkessel vor, doch das Geschäft macht seine Firma aus Sienhachenbach mit Großkunden, mit der RWE etwa, oder in Luxemburg. Manche Aussteller nutzten die Gelegenheit, um auf besondere Anliegen aufmerksam zu machen – die Feuerwehr etwa auf ihre Sicherungsmaßnahmen, wenn in den Orten länger als eine halbe Stunde der Strom ausfällt, AWO und Selbsthilfegruppe Asthma auf Atemwegserkrankungen, während die Herrsteiner Firma Effgen um Auszubildende warb.

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