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    Berglangenbach

    Den ganzen Tag über herrschte Hochbetrieb

    Erneut strömten Tausende zum Bauern- und Kunsthandwerkermarkt nach Berglangenbach. Auch noch am späten Nachmittag trafen zahlreiche Besucher ein, sodass bei der 18. Auflage von morgens bis abends Hochbetrieb herrschte. Nicht allein die breite Produktpalette macht die enorme Anziehungskraft dieses Marktes aus: Mobilisierende Wirkung hat auch die Aussicht, bekannten Gesichtern zu begegnen.

    Schon in der Frühe rollt eine Autokarawane in den 450-Seelen-Ort. Wer nicht zu den Stammgästen gehört, den mag die Sperrung der Kreisstraße irritieren: Die seit Jahren bewährte Einbahnregelung lenkt den Verkehr über einen Feldweg zum nochmals erweiterten Parkplatz auf den Wiesen oberhalb des Dorfs. Freundliche Feuerwehrleute weisen ein und bieten ihren Fahrdienst an. Kurz hinter dem festlich geschmückten Ortseingang warten die ersten Attraktionen auf die Kinder und sorgen dafür, dass Familien hier viel Zeit verbringen können, ohne dass die Sprösslinge meutern. Unter der fachkundigen Anleitung von Maik Bachs Baumpflegeteam klettern rund 300 Jungen und Mädchen, perfekt abgesichert, auf die imposante Linde. Einen Steinwurf entfernt, fertigt Dachdecker Sascha Horbach aus Schiefer Hunderte von Herzen und Türschildern nach individuellen Wünschen an – alle Angebote sind unentgeltlich.

    Dann kommen auch die Erwachsenen auf ihre Kosten. In schöner Abwechslung haben die Organisatoren die liebevoll gestalteten Stände platziert, die Handwerkskunst und regionale Köstlichkeiten zum Mitnehmen oder zum direkten Verzehr anbieten. Den Käse der lokalen Bauernhöfe verfeinern piemontesischer Trüffel und pfälzische Brennnesseln. Spezialitäten wie Eselsalami, Wild in allen Variationen und köstliche Marmeladen erwecken ebenso wie die stark vertretenen Speise- und Zierkürbisse Aufmerksamkeit. Aus dem typischen Spektrum fehlt nur wenig – etwa das beliebte Brot aus dem Steinbackofen oder frische Kräuter. Viele haben schnell ihre Taschen gefüllt, andere vertiefen sich in Gespräche, gern bei einem Gläschen Likör oder Genüssen aus einer Kaffeemanufaktur. Der Duft von Kartoffelwaffeln und Crêpes aus Eckersweiler und des gegrillten Fleischs lockt auf den Marktplatz, wo sich die kulinarischen Stationen konzentrieren und sich die Leute in geselliger Runde stärken. Gut gelaunte, fröhliche Menschen umarmen alte Freunde oder betrachten interessiert die Vorführungen und die Auslagen. Neben den Eltern auszuharren, behagt den Kleinen wenig. Lieber bestaunen sie die Alpakas, die wiederum die Wolle für hochwertige Bettdecken und Mützen liefern, die Schafe, die Ziegen und die Kaninchen. Begeistert reiten sie die Ponys von der Finkenmühle und lachen herzhaft über Clown Kuni.

    Währenddessen üben auf das ältere Publikum jene der gut 100 Aussteller Faszination aus, die Originelles präsentieren – wie Lampenschirme aus Büchern, Fußbälle aus Keramik, bizarre Formen aus Holz, mit Kreativität geschaffener Schmuck oder herbstliche Dekorationen aus unterschiedlichsten Materialien. Den Eindruck, dass inzwischen fast alle Anbieter dem Titel Bauern- und Kunsthandwerkermarkt gerecht werden, bestätigen Jessica Jung und Ines Klingshirn von der VG-Verwaltung. Sogar für die unvermeidlichen Kurzwaren gilt dies wenigstens zum Teil – handgestrickte Strümpfe sind immer noch gefragt, kann die Familie Knaul zufrieden berichten, die seit der Premiere dabei ist. Bei einem Standgeld von 26 Euro für vier Meter ist das Risiko überschaubar.

    Vor allem die Kreise Birkenfeld, Kusel und St. Wendel umfasst das Einzugsgebiet, wobei nach groben Schätzungen 200 Personen den Shuttleservice vom Heimbacher Bahnhof nutzten. Vor allem Baumholderer reisten mit dem Zug an. Als einer der Kleinbusfahrer ausfällt, übernimmt Bürgermeister Bernd Alsfasser selbst das Steuer. „Einfach gigantisch“, schwärmt der VG-Chef, als er über den Markt schlendert. Zum Erfolg trägt bei, dass sich nach trübem Morgen und Nieselregen zur Mittagszeit die Sonne durchsetzt. Einmal im Jahr zieht Berglangenbach Menschen aus nah und fern wie ein Magnet an – dank einer grandiosen Idee, die die Verbands- und die Ortsgemeinde anno 2000 gemeinsam verwirklichten. Mit einer engagierten, unermüdlichen Dorfgemeinschaft gelingt jede Wiederholung bravourös. Karsten Schultheiß

    Idar-Oberstein Birkenfeld
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