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    Horbruch/Hausen

    Bürger in Hausen und Horbruch entscheiden

    Wenn am Wochenende die Bürger in Gösenroth, Oberkirn, Krummenau und Schwerbach entscheiden, ob sie für einen Wechsel in die VG Kirchberg sind, werden auch die Horbrucher und Hausener genau hinschauen.

    Foto: Reiner Drumm

    Hausens Gemeinderat hat beschlossen, ebenfalls einen Bürgerentscheid zur Frage „Wechsel nach Kirchberg? Ja oder nein?“ durchzuführen. Auch Horbruch am Fuß des Idarkopfs zieht es weg von der VG Rhaunen und dem Kreis Birkenfeld – allerdings nicht nach Kirchberg, sondern in Richtung Mosel. Die VG Bernkastel und der Kreis Bernkastel-Wittlich wurden vom Ortsgemeinderat als ideale neue politische Heimat auserkoren. 

    Die Situation in Horbruch: Anders als in den Nachbarorten soll es in Horbruch keinen Wahltermin geben, sondern eine Bürgerversammlung, bei der zunächst über den Sachstand informiert, die Pro- und Kontra-Argumente diskutiert und am Ende per Handzeichen abgestimmt werden soll. Die Stimmung sei eindeutig für einen Weggang, sagt Ortsbürgermeister Klaus Hepp. Laut Hepp bereitet der Gemeinderat als Diskussionsgrundlage gerade ein Antragsschreiben an die VG Rhaunen vor, in dem auch die Argumente für den Wechselwunsch aufgeführt werden. Und die sind mannigfaltig: kürzere Wege in die jeweiligen Verwaltungen, bereits bestehende Verbindungen nach Bernkastel und nach Wittlich, besserer ÖPNV und besser erreichbare Schulen sind da nur einige Argumente. Ohnehin liegt bereits jetzt ein Fünftel der Gemarkung – in erster Linie Wald – im Landkreis Bernkastel-Wittlich.

    Auch das Sicherheitsempfinden der Bürger spiele beim Wechselwunsch eine Rolle. Hepp sagt: „Die Polizeiinspektion Morbach ist einfach besser besetzt als die jetzt für uns zuständige Wache auf dem Hahn.“ Zudem sei das Schulangebot im Nachbarkreis hervorragend, betont der Gemeindechef. Mit Bernkastel-Kues, Traben-Trarbach und Wittlich seien gleich drei Gymnasialstandorte mit vier Schulen leicht erreichbar, die berufsbildenden Schulen in Wittlich genießen einen guten Ruf und haben regen Zulauf. „In die weiterführenden Schulen im Landkreis Birkenfeld kommen unsere Schüler ja nicht“, bohrt Hepp weiter in der Wunde, wonach die Anbindung Horbruchs an den ÖPNV im Landkreis quasi nicht gegeben ist. Schon heute seien Wittlich und Bernkastel zweimal täglich mit dem Bus erreichbar.

    Bei den Gebühren für Wasser, Abwasser und Abfallentsorgung ändere sich wenig, haben die Horbrucher Ortsgemeinderäte bereits eruiert. „Wir wissen natürlich, dass wir auch im Landkreis Bernkastel-Wittlich eine Randlage einnehmen werden. Wir sind aber fest davon überzeugt, dass unsere Bürger nach einem Wechsel besser gestellt sind als bisher.“ Der Wirtschaftsraum BKS/WIL werde sich nach der Fertigstellung des Hochmoselüber-gangs noch dynamischer entwickeln als ohnehin schon, ist Horbruchs Gemeindechef überzeugt.

    Die Situation in Hausen: Die jüngsten Bestrebungen der Nachbardörfer für einen Wechsel in die VG Kirchberg wurden auch in Hausen verfolgt. Die Kommunal- und Verwaltungsreform war bereits Thema einer Einwohnerversammlung Mitte Dezember. Es wurde über das Für und Wider einer geschlossenen Fusion Herrstein-Rhaunen oder eines Wechsels in Richtung Kirchberg diskutiert, jeder Bürger konnte seine Meinung äußern. Allerdings war nach einer gemeinsamen Aussprache kein eindeutiges Meinungsbild erkennbar. Deshalb stellte sich die Frage, wie sich die Ortsgemeinde Hausen positioniert. Ein Bürgerentscheid würde den Ratsbeschluss in Hausen ersetzen.

    Der Ortsgemeinderat Hausen entschloss sich nun in seiner jüngsten Sitzung mit sechs Jastimmen bei einer Enthaltung dazu, ebenfalls einen Bürgerentscheid durchzuführen. Als Termin wurde Sonntag, 21. Mai, ins Auge gefasst. Je nach Ausgang dieses Bürgerentscheids wird sich Hausen für eine Fusion Herrstein-Rhaunen mit der Ortsgemeinde Hausen oder für einen Wechsel der Ortsgemeinde in die Verbandsgemeinde Kirchberg einsetzen. Eine dritte Alternative bleibt nicht.

    Von Stefan Conradt
    und Andreas Nitsch

    Idar-Oberstein Birkenfeld
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