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Birkenfeld

Birkenfelder Prämienmarkt: Flüchtlingswelle auch Thema beim Frühschoppen

Applaus brandete auf, nachdem Miroslaw Kowalski von unzähligen Ehrenamtlern berichtet hatte, die mithelfen wollen, den zu erwartenden Flüchtlingen einen guten Start im Kreis Birkenfeld zu ermöglichen. Der Stadtbürgermeister konnte beim kommunalen Frühschoppen im Rahmen des Prämienmarktes die Flüchtlingsproblematik nicht unerwähnt lassen – zumal geplant ist, in der Birkenfelder Heinrich-Hertz-Kaserne ein Erstaufnahmelager für 700 Menschen einzurichten.

Von unserem Redakteur Andreas Nitsch

Bereits 150 Asylsuchende leben ja bereits in der Stadt Birkenfeld. "Wir stehen da vor einer ganz großen Herausforderung", sagte Kowalski. Die kommunalen Entscheidungsträger, die Verwaltung der Verbandsgemeinde und auch sämtliche Bürger – alle seien in die Pflicht genommen, "um die Betroffenen, die meistens schwer traumatisiert sind, willkommen zu heißen".

Zuvor hatte der Stadtbürgermeister eine knappe Viertelstunde damit verbracht, Gäste aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Kirche, Streitkräfte und weiterer Institutionen zu begrüßen – darunter auch Besucher aus Morbach, dem Saarland und der französischen Partnerstadt Audun-le-Tiche. Dass der Geräuschpegel mit wachsender Fortdauer seiner Rede immer mehr anstieg, wertete Kowalski nicht etwa als Unhöflichkeit, sondern als gutes Zeichen. "Ich sehe, die Gespräche – und das ist ja der Sinn und Zweck unseres kommunalen Frühschoppens – sind bereits in vollem Gang", bemerkte er.

Den zweiten großen Beifall erntete der Stadtbürgermeister, nachdem er "allen, die geholfen haben, den Markt durchzuführen", gedankt hatte – allen vorweg den Beigeordneten Axel Schäfer und Alois Kandels, vor allem aber Marktmeister Jürgen "Schnugga" Schug, der seit einigen Jahren immer wieder frischen Schwung ins Marktgeschehen bringe.

Da hatte es Schirmherr Harald Egidi anschließend schwer, die Aufmerksamkeit der gut 350 Besucher – das Festzelt war bestens gefüllt – hochzuhalten. "Da rollt einiges auf uns zu", griff er den Faden Flüchtlingsstrom auf. Dennoch wollte der Leiter der Nationalparkverwaltung sein neues Aufgabengebiet nicht gänzlich unter den Tisch fallen lassen. Egidi verwies auf neue Kontakte, die bereits geknüpft wurden, etwa nach Irland, ins Partnerland Ruanda und nach South Carolina in den Vereinigten Staaten. "Da entsteht ein ganz interessantes Netzwerk", ist Egidi überzeugt. Er sprach die Beschilderung an, die nun umgesetzt werden soll, erwähnte einen Architektenwettbewerb wie auch die Mobilitätsstudie, die in Kürze vorgestellt wurde. Letztlich aber hielt sich Egidi vornehm zurück und wünschte schon nach acht Minuten ebenfalls "noch gute Gespräche".

Marktmeister Jürgen Schug indes war nicht ganz so euphorisch. "Das ist kein Prämienmarkt wie in den vergangenen Jahren", teilte er mit. Im Zelt sei der Besuch noch ganz okay, aber draußen auf dem Gelände sei es mau. Das liege wohl an der kühlen Witterung.

  • Heute ist ab 11 Uhr Krammarkt. Die Dollberg Musikanten spielen zum Frühschoppen auf.

Idar-Oberstein Birkenfeld
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