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    Birkenfeld: Archiv-Bahnhof ist im Stadtrat nicht unumstritten

    Keineswegs einig waren sich die Stadtratsmitglieder, als es in der jüngsten Sitzung darum ging, die weitere Vorgehensweise in Sachen ehemaliger Bahnhof festzuzurren.

    Foto: Reiner Drumm (Archiv)

    Von unserem Redakteur Andreas Nitsch

    Die Verwaltung hatte zwar ein schlüssiges Nutzungskonzept vorgelegt, das auch schon im Bau- und Umweltausschuss besprochen worden war, doch wollte die SPD-Fraktion keineswegs wortlos zur Tagesordnung übergehen und die Beschlussvorlage abnicken, auch wenn, wie Sozialdemokrat Hans Jürgen Noss sich ausdrückte, "wir wohl keine Alternative haben".

    Der Landtagsabgeordnete war es auch, der in einem kurzen Rückblick erläuterte, was seit der Zuschussbewilligung aus dem Konjunkturprogramm II im Juli 2009 alles schiefgelaufen sei. Weil der Baubeginn nicht rechtzeitig erfolgt sei, habe die Stadt mehr als 100 000 Euro verloren. "Aber dieser Verlust macht der Stadt wahrscheinlich nichts aus", bemerkte Noss ironisch. Zudem seien die Kosten für das Projekt - die Archive von Kreis, Verbandsgemeinde und Stadt sollen im alten Bahnhof untergebracht werden - um gut 200 000 Euro auf jetzt 762 000 Euro gestiegen. Ob die Fehler bei der Stadt oder bei der Verwaltung lägen, spiele dabei keine Rolle mehr: Beides sei gleich schlecht.

    Das wollte Stadtbürgermeister Miroslaw Kowalski so allerdings nicht stehen lassen. "Die Entscheidungsfindung in den Jahren 2009/2010 war sehr schwierig. Und außerdem war der gesamte Stadtrat damals involviert", betonte er.

    Michael Reischl (FDP) pflichtete Kowalski teilweise bei. Durch den Beinaheverkauf des historischen Gebäudes habe sich alles in die Länge gezogen. "Leider habe ich ja für den damals von mir vorgeschlagenen Abriss keine Mehrheit bekommen", sagte er und betonte, dass er die Nachnutzung als Archivgebäude lediglich als Notlösung betrachte.

    Hisso von Selle (CDU) gelang es, die Wogen wieder zu glätten. "Natürlich ist damals einiges schief gelaufen", sagte er. Doch verwies er auch auf jüngste Änderungen im Landesarchivgesetz. Demnach müssten Kreis, VG, Stadt und die Ortsgemeinden einen bestimmten Betrag an das Land für die Archivierung bestimmter Dokumente bezahlen - oder die Archivierung selbst übernehmen. "Nun können wir unser Archiv selbst verwalten und sparen noch Geld", sagte er. Letztlich wurde mehrheitlich beschlossen, die Archivlösung weiterzuverfolgen, auch wenn die Zahl der Jastimmen die der Enthaltungen nur knapp übertraf.

    Idar-Oberstein Birkenfeld
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