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Warcq/Baumholder

Besuch in Warcq: Baumholderer trafen ihre französischen Freunde

Bürgermeister Bernard Pierquin und der Vorsitzende des Vereins „Les Amis du Vieux Warcq“, Jean-Louis Benoît, hatten die Stadt Baumholder und das Partnerschaftskomitee Warcq-Baumholder zur Eröffnung der Ausstellung „1917 dans les Ardennes“ („1917 in den Ardennen“) eingeladen. Da Stadtbürgermeister Günther Jung und seine Beigeordneten wegen anderweitiger Verpflichtungen ihren Besuch in der Partnerstadt leider absagen mussten, war es einer kleinen Delegation des Komitees vorbehalten, die Fahne der Stadt Baumholder in den Ardennen hochzuhalten. Hella und Karl Fritz, Gerhard Hahl und Jürgen Henze wurden von Bürgermeister Bernard Pierquin, seinem Beigeordneten Bernard Maillard und Jean-Lois Benoît auf das Herzlichste willkommen geheißen.

Die Ausstellung „1917 in den Ardennen“ zeigt Dokumente und Fotos aus der Zeit der deutschen Besatzung.  Foto: Stadt Baumholder
Die Ausstellung „1917 in den Ardennen“ zeigt Dokumente und Fotos aus der Zeit der deutschen Besatzung.
Foto: Stadt Baumholder

Im Hof des Soldatenheimes fand die Eröffnung der Ausstellung statt. Bürgermeister Pierquin begrüßte Abgeordnete, Honoratioren der Region und andere Ehrengäste, sowie alle Besucher der Ausstellung und dankte dem Präsidenten der „Freunde des Alten Warcq“, Jean-Louis Benoît, für seine Mühe und Arbeit zur Realisierung der hervorragenden Präsentation. Benoît gab anschließend eine Einführung in die Ausstellung, die im deutschen Soldatenheim, dem vormaligen Kindergarten, stattfand.

Interessant und bedrückend zugleich war sein Überblick über das Geschehen während der deutschen Besatzung im Jahre 1917 in Warcq und Umgebung. Dabei wies Benoît unter anderem darauf hin, dass alle Einwohner ab dem zwölften Lebensjahr die deutschen Offiziere und alle hohen Funktionäre zu grüßen hatten. Und wenn sie ihnen auf den Bürgersteigen begegneten, mussten sie beiseitetreten. Missachtungen dieser Vorschriften hatten eine Strafzahlung in Höhe von 150 Mark zur Folge. Honoratioren verschiedenster Orte seien festgenommen und in Gefangenschaft überführt worden.

Wiederholt hätten Beschlagnahmungen stattgefunden. So seien zum Beispiel alle Gegenstände, die Metall enthielten, requiriert worden, vor allem auch Kirchenglocken. Benoît führte noch zahlreiche, weitere Einzelheiten auf, die den Besuchern die schwere Last vor Augen führte, die die Zivilbevölkerung in den Ardennen in jener Zeit zu tragen hatte.

Zum Mittagessen fuhren Bernard Maillard und Jean-Louis Benoît mit ihren Gästen aus Baumholder nach Charleville-Mézières, wo sie ihnen bei einem kleinen Rundgang durch die Stadt noch verschiedene Gebäude zeigten, die während des Ersten Weltkrieges eine besondere Rolle gespielt hatten. Schließlich wurde bei diesem Freundschaftstreffen auch ein wichtiger Termin festgelegt: Am 2. Dezember 2017 wird der Nikolaus aus Baumholder in Warcq erwartet.

Idar-Oberstein Birkenfeld
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