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    Berschweiler bei Kirn: Wahrzeichen Friedenseiche muss gefällt werden

    Die Tage der etwa 140 Jahre alten Friedenseiche in Berschweiler bei Kirn sind gezählt. Viele Jahrzehnte war sie dorfbildprägend und auch ein markanter Blickfang für alle, die aus Richtung Bergen in den Ort fuhren. Nach der Bewertung eines Baumkon-trolleurs ist der Baum nicht mehr zu retten, stellt eher eine Gefahr für Menschen und Verkehr dar. Ortsbürgermeister Hubert Paal stellt dazu fest: „Wir haben uns die Entscheidung nicht leicht gemacht, sie ist uns sehr schwergefallen.“

    Die Eiche könnte nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 gepflanzt worden sein. Nun muss sie gefällt werden.  Foto: Günter Weinsheimer
    Die Eiche könnte nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 gepflanzt worden sein. Nun muss sie gefällt werden.
    Foto: Günter Weinsheimer

    Wie kam die Friedenseiche zu ihrem Namen? Historiker gehen davon aus, dass der Baum nach dem Deutsch-Französischen Krieg 1870/71 gepflanzt wurde.

    In einer Ratssitzung Mitte August hatte der Gemeinderat beschlossen, dass die Fällung der Friedenseiche erfolgen soll. Schon im August 2015 hatte ein Baumkontrolleur festgestellt, dass der Baum vom Porlingspilz befallen ist. Um die Eiche aber noch einige Jahre zu erhalten, sollte die Krone um 30 Prozent reduziert werden. Diese vorgeschlagene Maßnahme wurde im Dezember 2015 auch durchgeführt. In der Folge allerdings hat der Baum weder in der Vegetationsperiode 2016 noch in diesem Jahr ausgeschlagen. „Es ist nun davon auszugehen, dass die Äste eintrocknen, die Wurzeln durch den Pilz weiter geschwächt werden und somit die Standfestigkeit ebenfalls nicht mehr gewährleistet ist. Hier besteht nun eine akute Gefahrenquelle. Daher ist eine Fällung der Friedenseiche unausweichlich notwendig“, heißt es in dem Ratsbeschluss.

    Nach Rücksprache mit dem Revierförster ist lediglich der Baumstumpf wirtschaftlich verwertbar, wenn dieser keine Hohlräume aufweise. Die Äste sind lediglich als Brennholz geeignet. Inwieweit aus dem eventuell verbleibenden Baumstumpf eine Art künstlerisches Objekt gestaltet werden kann, lässt der Gemeinderat noch offen. Das Gremium beauftragte den Ortsbürgermeister zur Beseitigung der Gefahrenquelle. Die Eiche soll zunächst entastet werden. Der Baumstumpf kann stehen bleiben, da von diesem keine direkte Gefahr ausgeht. Möglichkeiten der Verwendung sollen auch im Rahmen der Dorfmoderation gesucht werden. weg

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