40.000
  • Startseite
  • » Region
  • » Aus den Lokalredaktionen
  • » Nahe-Zeitung
  • » B 41: Dickesbacher Kreuzung soll endlich entschärft werden
  • Aus unserem Archiv
    Idar-Oberstein

    B 41: Dickesbacher Kreuzung soll endlich entschärft werden

    Nach einer erneuten öffentlichen Auslegung, die wie erwartet keine neuen Erkenntnisse erbrachte, hat der Bauausschuss in seiner jüngsten Sitzung der Fortschreibung des Flächennutzungsplans im Teilbereich „Auf der Mühlwies“ in Weierbach und des dazugehörigen Bebauungsplans We-25 zugestimmt und damit den Weg bereitet für eine Umgestaltung des heiklen Kreuzungsbereichs Dickesbacher Straße/B 41.

    Seit acht Jahren diskutieren Rat, Ausschüsse, Anwohner, Polizei und der Landesbetrieb Mobilität, wie man die Kreuzung B 41/Dickesbacher Straße entschärfen kann. Jetzt soll versuchsweise eine „geschützte“ Linksabbiegerspur gebaut werden. Foto: Manfred Greber (Archiv)
    Seit acht Jahren diskutieren Rat, Ausschüsse, Anwohner, Polizei und der Landesbetrieb Mobilität, wie man die Kreuzung B 41/Dickesbacher Straße entschärfen kann. Jetzt soll versuchsweise eine „geschützte“ Linksabbiegerspur gebaut werden.
    Foto: Manfred Greber (Archiv)

    Von unserem Redaktionsleiter Stefan Conradt

    Dagegen stimmten zwei Mitglieder der Grünen und der Linken, die beiden LUB-Ausschussmitglieder enthielten sich der Stimme. Hintergrund ist der anhaltende Widerstand gegen die immer noch drohende sogenannte Amtsvariante, die eine kreuzungsfreie Anbindung des Gewerbegebiets und der Ortsgemeinde Dickesbach an die Bundesstraße ermöglichen würde – allerdings bei deutlich mehr Landschaftsverbrauch. Anwohner befürchten zudem Beeinträchtigungen für die Wohnqualität durch mehr Lärm, höhere Schutzwälle und den Verlust von Grünflächen.

    Die Stadt und auch die Mehrheit in Rat und Ausschuss hoffen, dass es so weit nicht kommen wird. In einem Vertrag mit dem Landesbetrieb Mobilität (LBM) ist vereinbart, dass in einem ersten Schritt versucht wird, den Kreuzungsbereich durch eine sogenannte „geschützte Linksabbiegerspur“ zu entschärfen. Dafür wird eine zusätzliche Fahrspur Richtung Idar-Oberstein gebaut, auf die Linksabbieger auffahren, ehe sie sich in den Verkehr auf der B 41 einreihen. Ähnliche Konstrukte gibt es bereits bei Kirn-Sulzbach und Waldböckelheim. Falls diese Maßnahme nicht zu einem Rückgang der Unfallzahlen führt, kommt eine zweite Option zum Tragen: Dann soll Linksabbiegen komplett untersagt werden. Der Verkehr flösse komplett Richtung Bad Kreuznach/ Kirn. Wer in Richtung Idar-Oberstein will, kann die Fahrtrichtung nach wenigen Hundert Metern im Kreuzungsgeflecht bei Weierbach wechseln. Erst wenn auch dann die Unfallzahlen noch überdurchschnittlich hoch bleiben sollten, käme die so genannte „Amtsvariante“ zum Tragen.

    Dass es dazu nicht kommt, hoffen die meisten Ausschussmitglieder. Kerstin Rogoll warnte aber, dass diese „Wahlmöglichkeit“ für die Stadt in den Textfestsetzungen nicht zu finden sei. Zudem würden die Umweltverträglichkeitsgesetze in immer kleineren Abständen verschärft, empfahl die Grünen-Politikerin, die Planung auf die neusten Änderungen abzuklopfen. Für die jetzt vorgeschlagenen Linksabbieger-Regelungen bedürfe es keiner Änderung des Bebauungsplans, da reiche eine verkehrsrechtliche Anordnung. Auch Franz-Josef Gemmel (SPD) mahnte: „Wenn man die Amtsvariante nicht will, sollte man sie auch nicht beschließen.“ Wolfgang Augenstein forderte, nochmals die vom LBM ausgeschlossene Variante vier – ein großflächiger Kreisverkehr mit Durchfahrten in den beiden Hauptfahrtrichtungen – neu zu diskutieren, bevor die Amtsvariante droht: „Die will doch keiner.“ Werner Ruprecht (FDP) sagte, es sei „beschämend, dass wir nach acht Jahren immer noch nicht weiter sind“.

    Bürgermeister Friedrich Marx betonte, er gehe davon aus, dass man mit der jetzigen Vorgehensweise den Belangen der meisten Bürger entspreche, es handele sich um einen „guten Kompromiss“. Er verwies darauf, dass das Wohl und die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer in diesem Fall einen sehr hohen Stellenwert hätten, dem man sich nicht entziehen könne. Die Kreuzung gilt offiziell (noch) nicht als Unfallschwerpunkt, obschon dort in der Vergangenheit zahlreiche schwere Karambolagen zu verzeichnen waren.

    Idar-Oberstein Birkenfeld
    Meistgelesene Artikel
    Ihre Ansprechpartner in der Redaktion
    Stefan Conradt (sc)
    Redaktionsleiter
    Tel. 06781/605-43
    E-Mail
    Vera Müller (vm)
    Redakteurin
    Tel. 06781/605-52
    E-Mail
    Bettina Schäfer (bet)
    Redakteurin
    Tel. 06781/605-56
    E-Mail
    Andreas Nitsch (ni)
    Redakteur
    Tel. 06781/605-45
    E-Mail
    Axel Munsteiner (ax)
    Redakteur
    Tel. 06781/605-44
    E-Mail
    Peter Bleyer (pbl)
    Redakteur
    Tel. 06781/605-58
    E-Mail
    Silke BauerSilke Bauer (sib)
    Redakteurin
    0171-2976119
    E-Mail
    Jörg Staiber (jst)
    Reporter
    Tel. 06781/605-63
    E-Mail
    Online regional

    Bettina TollkampBettina Tollkamp
    Chefin v. Dienst
    E-Mail

    Anzeige
    News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
    wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
    Regionalwetter
    Donnerstag

    2°C - 8°C
    Freitag

    1°C - 6°C
    Samstag

    -1°C - 4°C
    Sonntag

    3°C - 5°C
    epaper-startseite
    Bundestagswahl 2017 im Wahlkreis 201

    Die Kandidaten im Wahlkreis 201: Porträts, Interviews und Aktionen

    Nahe am Ball
    Sebo-Startseite-Regiosport-Nahe-am-Ball
    Anzeige