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    Oberbrombach

    Arbeitseinsatz in Oberbrombach: Haltestelle am Brandplatz ändert ihr Aussehen

    Die Errichtung eines neuen Buswartehäuschens ist gemeinhin kein Ereignis, das für einen Ort eine besonders herausragende Bedeutung hat. In Oberbrombach, wo am Freitag und Samstag auf dem am Rand der B 41-Ortsdurchfahrt gelegenen Brandplatz mithilfe vieler freiwilliger Helfer eine Holzkonstruktion aufgestellt wurde, liegt der Fall aber anders. Denn die Diskussion, ob Busse überhaupt noch auf dem Brandplatz halten sollten oder nicht, wurde vor zwei Jahren zu einem lokalen Politikum ersten Ranges.

    Ratsbeschluss führte zu Protesten

    Beim Bau des neuen Buswartehäuschens auf dem Oberbrombacher Brandplatz waren am Samstag viele helfende Hände im Einsatz. Foto: Reiner Drumm
    Beim Bau des neuen Buswartehäuschens auf dem Oberbrombacher Brandplatz waren am Samstag viele helfende Hände im Einsatz.
    Foto: Reiner Drumm

    Rückblende: Im Februar 2015 hatte der Oberbrombacher Rat einen Mehrheitsbeschluss gefasst. Er sah vor, dass die Haltestelle am Brandplatz aufgegeben wird, weil es im Ort in Höhe des Gemeinschaftshauses zwei weitere Haltepunkte sowie einen Fußgängerweg mit Ampel gibt. Gegen diese Entscheidung protestierten Eltern von Kita- und Grundschulkindern. Es formierte sich eine Bürgerinitiative (BI), und schließlich wurde die Streitfrage durch den ersten Bürgerentscheid in der Geschichte der VG Birkenfeld geklärt. Bei dieser Abstimmung, deren Ergebnis für den Gemeinderat verbindlich war, stimmten bei einer Wahlbeteiligung von 71 Prozent 232 Oberbrombacher für den Erhalt der dritten Bushaltestelle auf dem Brandplatz und nur 32 dagegen.

    Das Hauptargument der BI hat damals wie heute nichts an seiner Gültigkeit verloren, stellt Alexandra Richter im NZ-Gespräch klar. „Die Fläche am Brandplatz liegt ja etwas von der B 41 zurückversetzt. Hier haben die Kinder zumindest ein bisschen Raum, um gefahrlos spielen zu können, und die Eltern müssen zum Aufpassen nicht immer Gewehr bei Fuß stehen. Außerdem gilt in diesem Bereich Tempo 30, auch wenn sich leider viele Autofahrer nicht daran halten. An den beiden Haltestellen am Gemeinschaftshaus ist der Abstand der Wartehäuschen zur B 41 aber noch viel geringer“, sagt sie.

    Nach dem erfolgreichen Ausgang der Bürgerentscheids hat sich die BI aber nicht einfach zurückgelehnt. „Wir haben es schon sozusagen als Verpflichtung angesehen, uns weiter zu engagieren. Denn es konnte ja jeder sehen, dass bei der Gestaltung des Platzes etwas passieren muss“, betont Richter. Bis vor Kurzem sah es auf dem Gelände in der Tat reichlich trostlos aus. Auf den gewellten Kunststoffscheiben der ohnehin düsteren Wartehalle blühte der Grünspan. Davor standen häufig wild parkende Autos.

    Drei Plätze für Kurzzeitparker

    Damit ist es nun aber vorbei. Bereits verlegt sind auf dem Areal die Verbundsteine für die drei deutlich markieren Plätze, auf denen Kurzzeitparken erlaubt ist. Die alte Buswartehalle wurde demontiert, „aber nicht vernichtet. Sie leistet künftig dem Sportverein als Unterstellmöglichkeit auf dem Hartplatz gute Dienste“, informiert Richter. Die neue Konstruktion aus hellem Holz steht und kann ab dem heutigen Montag fürs Warten auf den Bus genutzt werden. Es soll noch eine Bank gekauft und aufgestellt werden. Geplant ist außerdem, den Grünflächenteil des Brandplatzes etwas zu erweitern und ansprechender zu gestalten. Vorgesehen ist zudem, den vorderen Teil des Areals zu schottern, weil es dort bisher nach Regen matschig wird. „Je mehr wir noch an Spenden bekommen, umso mehr können wir auch machen“, sagt Richter.

    Sie geht davon aus, dass in das Projekt insgesamt zwischen 10.000 und 12.000 Euro investiert werden. Die BI hatte die Planung für die Umgestaltung des Brandplatzes in die Hand genommen. Privatleute und Firmen haben Geld für diesen Zweck gegeben. Im Februar wurde ein Fest auf die Beine gestellt, das mehr als 1000 Euro Reingewinn brachte und dessen Neuauflage Anfang 2018 bereits fest geplant ist. Vom Landesbetrieb Mobilität ist laut Richter ebenfalls ein Zuschuss in Höhe von etwa 2000 Euro in Aussicht gestellt, da die Haltestelle Teil des öffentlichen Verkehrsraums ist. Und schließlich ist auch die Gemeinde Oberbrombach mit im Boot und steuert 5000 Euro bei. Da ihr das Grundstück des Brandplatzes gehört, tritt sie zudem offiziell als Träger des Vorhabens und Auftraggeber für die eingesetzten Firmen − etwa bei den Tiefbauarbeiten − auf.

    Beispiel für gelebte Demokratie

    Rüdiger Scherer, seit Juni neuer Ortschef, betont, dass er die Umgestaltung des Brandplatzes positiv sieht und die Gemeinde das Projekt nun nach Kräften unterstützt. Denn mit Blick auf die Vorgeschichte und den Entscheid vor zwei Jahren sagt er: „Das war ein Lehrbeispiel für gelebte Demokratie und zeigt, dass Bürgerengagement wichtig ist und etwas bewirken kann.“ Scherer hebt zudem hervor, dass bei den aktuellen Arbeiten nicht nur BI-Aktive freiwillig im Einsatz waren, sondern auch mehrere andere Helfer aus Oberbrombach mit angepackt haben.

    Von unserem Redakteur
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