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    Baumholder

    Arbeitseinsatz am Weiher: Angler kämpfen sich durch Schilfdickicht

    Die vergangene Saison am Baumholderer Weiher wird den Verantwortlichen und Gästen nicht allzu positiv im Gedächtnis bleiben: Wegen der hohen Konzentration von Cyanobakterien, früher Blaualgen genannt, musste das Gewässer im Sommer gesperrt werden. Um das Risiko zu verringern, dass sich ein solches Szenario 2018 wiederholt, hat der örtliche Angelverein jetzt Taten folgen lassen. In zwei Arbeitseinsätzen wurde das Schilf am Uferrand zurechtgestutzt.

    Mehr als mannshoch stand das Schilf am Ufer des Weihers, das die Mitglieder des Angelvereins abgetragen haben.  Fotos: Angelverein Baumholder
    Mehr als mannshoch stand das Schilf am Ufer des Weihers, das die Mitglieder des Angelvereins abgetragen haben. Fotos: Angelverein Baumholder

    Die Hiobsbotschaft kam mitten in den Ferien: Blaualgen im Weiher, Gesundheitsgefährdung, Badeverbot. Die Saison 2017 hatte ein jähes Ende gefunden. „Für die Bewohner ging damit ein großes Stück Lebensqualität verloren“, erklärt Rainer Marx, Vorsitzender des Angelvereins Baumholder. „Als Sofortmaßnahmen hatten wir dann ein Angelverbot und ein Anfütterungsverbot ausgesprochen.“

    Erschreckend: Viele Bürger werfen ihren Müll noch immer gedankenlos in die Natur. Sogar einen Einkaufswagen fanden die Angler im Weiher.
    Erschreckend: Viele Bürger werfen ihren Müll noch immer gedankenlos in die Natur. Sogar einen Einkaufswagen fanden die Angler im Weiher.

    Doch es war klar, dass auch prophylaktisch etwas getan werden muss, um die Gefahr eines erneuten Blaualgenbefalls zu minimieren. „Wir haben also nach Absprache mit Bürgermeister Günther Jung an zwei Samstagen das Schilf am Ufer abgetragen“, sagt Marx. Dadurch werde vermieden, dass abgestorbene Pflanzen verrotten und große Mengen Nährstoffe ins Wasser gelangen, die wiederum ein Algenwachstum fördern. Die intensiven Arbeiten erledigten die Mitglieder des Angelvereins, der Pächter des Gewässers ist, mit eigenem Gerät. „Die Stadt hat uns dankenswerterweise einen Kleinlaster zum Abtransport des Grünguts bereitgestellt“, betont Rainer Marx. „Außerdem hat Bernd Staudt uns tatkräftig unterstützt.“

    Positiver Nebeneffekt der Aktion: Der komplette Uferbereich wurde von Unrat befreit. Weniger positiv: Viele Leute scheinen noch immer kein bisschen Umweltbewusstsein zu besitzen. Zu 90 Prozent bestand der Abfall aus weggeworfenen Pfand- und Schnapsflaschen. Außerdem fanden die Angler einen Tisch, ein Trampolin und sogar zwei Einkaufswagen im Weiher. Darüber kann auch Rainer Marx nur den Kopf schütteln.

    „Wir sind sicher, dass wir mit diesem Einsatz einen Beitrag zur nachhaltigen Verbesserung der Wasserqualität geleistet haben“, sagt der Vorsitzende. Allerdings sei das bloß ein erster Schritt. „Aus unserer Sicht ist das Hauptproblem des mangelnden Wassereintrags im Sommer noch nicht gelöst.“ Einerseits spielten dabei natürlich der Klimawandel und die zunehmende Trockenheit eine Rolle, andererseits gebe es auch an den Zuflüssen zum Weiher einiges zu tun. „Das Bett des Wasembachs ist teilweise kaputt“, erzählt Rainer Marx. „Deshalb läuft das Wasser auf die Grundstücke der Anlieger, die darüber auch nicht froh sind.“ An diesem Punkt könnte man ansetzen, um das Wasser wieder dem Weiher zukommen zu lassen.

    Marx betont, dass der Angelverein bei allen weiteren Maßnahmen bereit ist, seinen Beitrag zu leisten, und bedankt sich ausdrücklich bei den Helfern, die an den beiden zurückliegenden Einsätzen beteiligt waren. Eine weitere Idee zur Verbesserung der Wasserqualität hat er derweil schon: „Wir würden gern Teichmuscheln in großem Stil in den Weiher setzen“, sagt Marx. „Eine Muschel filtert in der Stunde zwischen 40 und 120 Liter Wasser.“ Dieses Vorhaben muss aber vorher noch mit der Stadt abgesprochen werden.

    Von unserem Redakteur Peter Bleyer

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