40.000
Aus unserem Archiv
Bundenbach

Altburgfestival: Keltisches Leben kehrte zurück in die Siedlung

Zum 26. Mal bot die Keltensiedlung Altburg das passende Ambiente für das nach ihr benannte Irish-Folk-Festival mit mittelalterlichem Markt, das vom Heimatverein Bundenbach organisiert wurde. Musikalisch hatte jeder der drei Tage Unterschiedliches zu bieten.

Von unserem Mitarbeiter Günter Weinsheimer

Irisches Guiness und Whiskey, mittelalterlicher Rock, aber auch rein keltische Musik, Gesang, Tanz, eine tolle Feuershow und kulinarische Kostbarkeiten punkteten gegen dunkle Wolken und Regenschauer.

Besonders freute sich der Heimatverein-Vorstand über den guten Besuch am Familiensonntag, als die kleinen Gäste bei freiem Eintritt gut unterhalten wurden. Der Vorsitzende Michael Brzoska war mit dem Festverlauf zufrieden. Ihn freut es, dass immer mehr Mitglieder anderer Vereine dem Heimatverein unter die Arme greifen.

Geheimtipp in der Folkszene

"Das Folkfestival im Tal der Jahrtausende ist ein gutes Aushängeschild für unsere Gemeinde. Die an dieser Musik interessierten Besucher zieht es aus einem Umkreis von rund 100 Kilometern rund um Bundenbach hierher", erklärte er. Das Festival ist mittlerweile ein Geheimtipp. "Es ist ein kleines, aber feines Festival, und das ohne Abzocke", war die Quintessenz vieler Bewertungen. Mehr als 150 Helfer waren an den drei Tagen im Einsatz, auch Feuerwehrleute aus der VG Rhaunen.

Der Startschuss am Freitag war – wenn auch vielleicht nicht von den Besucherzahlen her – schon prächtig gelungen. "Das war schon Wacken im Kleinformat", urteilte ein total begeisterter Fan der Gruppe Nachtgeschrei. Irischen Folkrock vom Allerfeinsten bot davor bereits die Band Wanderreigen, die mit ihrer Spielfreude für ausgelassene Stimmung auf dem Festivalgelände sorgte.

Knisternde Spannung kam auch am Samstag auf, als wirbelnde Feuerstäbe durch die Luft sausten, Bewegungskünstler mit Pois und Snakes wundersame Bilder in die Dunkelheit malten und Feuerfontänen meterhoch in die Nacht sausen ließen. Aus musikalischer Sicht bot der Samstagabend Kontrastprogramm zum ersten Festivaltag.

Traditionelle Klänge am zweiten Tag

Traditionelle Jigs, Reels und Hornpipes waren zu hören, aber auch brachiale Rauflieder, Trinklieder und Melancholie erweckende Balladen. Fleadh präsentierten keine populäre Mittelalter- oder Neo-Folk-Punk-Musik, sondern ehrlichen irischen Folk, ähnlich wie zuvor bereits More Maids und Paddy Murphy.

Mit dem Mittelalterrock probierten die Festivalmacher etwas Neues aus. Dagegen findet der Mittelaltermarkt schon seit sieben Jahren statt. Seit dieser Zeit wird das Altburgfestival auch an drei Tagen gefeiert. 28 Händler bestückten in diesem Jahr den Mittelaltermarkt. Seit elf Jahren ist Günter Phillips aus Frankenthal mit seinen Kräutern, Gewürzen und Tees dabei. "Hier stimmt die Atmosphäre, das ist für mich wichtiger als Umsatz", sagte er.

Jörg Schmidt aus Ginsheim-Gustavsburg ist seit fast 20 Jahren mit seinem keltischen Kramladen in Bundenbach präsent. "Das ganze Ambiente ist einfach super. Das Altburg-Festival in Bundenbach ist für mich Pflicht", stimmte er ins Loblied ein. Das hört natürlich der neunköpfige Bundenbacher Festausschuss gern. Aus dessen Reihen stellte Klaus Engel fest, dass immer mehr Menschen das Fest verkleidet besuchen. Alexandra Fey aus Bundenbach – unter anderem am Mitmachprogramm für Kinder beteiligt – macht die Arbeit auch am dritten Tag noch Spaß. "Der Ort und das Museumsdorf liegen mir am Herzen. Ich bin froh, wenn ich durch das Fest was Gutes tun kann", berichtete sie.

Am Sonntag erlebten die Besucher die Tanzweiber aus Trier, die im mittelalterlichen Stil verschiedene Tanzdarbietungen aufführten, sowie die Trommlergruppe um Christopher und Silke Thompson aus Leisel mit ihrer japanischen Klangkunst. Musikalisch wurden die Zuhörer am Nachmittag von der Gruppe B-Way unterhalten, die aus Musikern aus Bundenbach und Umgebung besteht. Hungrigen Gäste wurden an allen drei Tagen mit schottischen Teigfladen versorgt. Innerhalb der keltischen Höhensiedlung Altburg zeigten Darsteller und Lagergruppen keltisches Handwerk und gaben damit einen Einblick in das Leben früherer Zeiten. Auf dem Mittelaltermarkt boten viele Händler in Marktständen ein breit gefächertes Spektrum an keltischen und mittelalterlichen Waren an.

Idar-Oberstein Birkenfeld
Meistgelesene Artikel
Ihre Ansprechpartner in der Redaktion
Stefan Conradt (sc)
Redaktionsleiter
Tel. 06781/605-43
E-Mail
Vera Müller (vm)
Redakteurin
Tel. 06781/605-52
E-Mail
Bettina Schäfer (bet)
Redakteurin
Tel. 06781/605-56
E-Mail
Andreas Nitsch (ni)
Redakteur
Tel. 06781/605-45
E-Mail
Axel Munsteiner (ax)
Redakteur
Tel. 06781/605-44
E-Mail
Peter Bleyer (pbl)
Redakteur
Tel. 06781/605-58
E-Mail
Silke BauerSilke Bauer (sib)
Redakteurin
0171-2976119
E-Mail
Jörg Staiber (jst)
Reporter
Tel. 06781/605-63
E-Mail
Online regional

Bettina TollkampBettina Tollkamp
Chefin v. Dienst
E-Mail

Anzeige
News aus Ihrer Region - Lokalteil wählen
wissenlinz,neuwiedremagenmontabaurandernach,mayenkoblenzdiezbademszellsimmernbirkenfeldkirn,badsobernheim,meisenheimbadkreuznach
Regionalwetter
Mittwoch

-5°C - 4°C
Donnerstag

-7°C - 3°C
Freitag

-7°C - 3°C
Samstag

-10°C - 4°C
epaper-startseite
Bundestagswahl 2017 im Wahlkreis 201

Die Kandidaten im Wahlkreis 201: Porträts, Interviews und Aktionen

Nahe am Ball
Sebo-Startseite-Regiosport-Nahe-am-Ball
Anzeige