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    Mörschied

    Adventssingen in Mörschied: 500 Stimmen erklingen auf der Freilichtbühne

    Das konnte es den Mitgliedern eines rund 500-köpfigen Chors eine Stunde lang ganz warm ums Herz werden: Die Premiere des "offenen Adventssingens bei Karl May" in Mörschied war am Samstag nicht nur ein voller Erfolg, sondern sie übertraf die Erwartungen der Veranstalter bei Weitem.

    Die Freilichtbühne im Nationalparkort ist üblicherweise als Schauplatz für spannende Abenteuer aus dem Wilden Westen bekannt, bei denen Indianer gegen Cowboys kämpfen und Schüsse fallen. Doch es geht auch anders: Als es am Samstag langsam zu dunkeln begann, wurde das Gelände zur stimmungsvollen Kulisse für eine besinnliche Benefizaktion. Nicht Winnetou und Old Shatterhand spielten diesmal die Hauptrolle, sondern vor der Zuschauertribüne hatte sich der Musikverein Mörschied platziert. Daneben prasselte aus vier Tonnen, die die Kerzen darstellten, das Feuer des riesigen Adventskranzes mit einem Durchmesser von 15 Metern, den der im Ort wohnende Nationalparkranger Oliver Groß gebaut hatte.

    Nach dem Einlass füllten sich die Ränge schnell. Und ob Groß oder Klein, Alt oder Jung - jeder, der beim Singen zugunsten des Fördervereins Lützelsoon dabei war und mit seiner 1-Euro-Eintrittsspende krebskranken und notleidenden Kindern sowie deren Familien eine kleine Hilfe leistete, bekam in die eine Hand eine Kerze und in die andere Hand ein Textblatt gedrückt.

    Dass dieses Open-Air-Konzert im Rahmen des Mörschieder Weihnachtsmarkts so viele Menschen anlockte, war natürlich auch einer wichtigen Tatsache geschuldet. Die Gemeinde und die Ortsvereine hätten sich als Veranstalter kein besseres Wetter für die Premiere wünschen können. Es war trocken, aber längst nicht mehr so kalt wie noch eine Woche zuvor.

    Zehn Weihnachtslieder angestimmt

    Schnell waren die Begrüßungsreden gehalten, wobei Landrat Matthias Schneider als Schirmherr vom "ergreifenden Anblick des Lichtermeers", auf das er schaute, ganz begeistert war. Dann sagte Joachim Laukemper, der Dirigent des Musikvereins, das erste Stück an. Er hob den Taktstock und sein Orchester stimmte "Wir sagen euch an den lieben Advent" an. Was folgte, waren insgesamt zehn bekannte Lieder, die der große Chor - darunter die CDU-Bundestagsabgeordnete Antje Lezius, der SPD-Landtagsabgeordnete Hans-Jürgen Noss, VG-Chef Uwe Weber und Edelsteinkönigin Anna-Lena Märker - dann auch kräftig mitsangen. Zum Repertoire gehörte dabei unter anderem "In der Weihnachtsbäckerei", das übrigens nicht nur die Kinder im Chor mit besonderer Inbrunst erschallen ließen.

    Nachdem Martin Schupp, Vorsitzender des Fördervereins Deutsche Edelsteinstraße, noch einige Ausführungen zur Geschichte der Weihnachtslieder im Allgemeinen gemacht hatte und das Publikum erfuhr, dass die Melodie von "O du Fröhliche" auf einem Lied sizilianischer Schiffsfahrer basiert, ertönte zum Finale ebendieses Stück.

    Garniert wurde es dann noch durch die schöne Überraschung, als während der beiden letzten Strophen aus den Kulissenaufbauten der Nikolaus langsam nach vorn in Richtung Adventskranzinneres schritt und sich für das Ziehen seines geschenkebeladenen Schlittens zwei Begleiter engagiert hatte - und zwar Winnetou und Old Shatterhand alias Eric Nisius respektive Hans-Joachim Klein in ihren Kostümen. Zusammen mit Märker nahmen sie, nachdem der letzte Ton verklungen war, die Verlosung vor, an der jeder Sänger mit seiner Spende teilgenommen hatte, und danach durften auch alle Kinder kommen, um eine Tüte Süßigkeiten in Empfang zu nehmen.

    Für die meisten Besucher war danach aber der Aufenthalt in Mörschied noch nicht beendet. Sie blieben noch ein wenig länger, um sich auf dem Weihnachtsmarkt umzuschauen, für den die Holzbuden im Westerndorf direkt vor der Freilichtbühne genutzt wurden. Das sorgte auch bei den Standbetreibern für gute Umsätze und zufriedene Gesichter.

    Besucher spenden großes Lob

    "Wir kennen die Karl-May-Kulisse ja vom Sommer her. Es hat sich aber auch diesmal gelohnt, hierhin zu kommen. Uns hat das Adventssingen sehr gut gefallen, und es war ja auch für den guten Zweck", lautete das Resümee der Besucherinnen Sandra Martin und Michaela Mettmann aus Allenbach beziehungsweise Wirschweiler begleitet wurde.

    Sehr angetan war auch das Kirschweilerer Ehepaar Thomas und Sabine Mauerer: "Die Veranstalter haben sich richtig viel Mühe gemacht, um diese Atmosphäre zu schaffen. Wir fanden es ganz wunderbar, und auch der Weihnachtsmarkt im Westerndorf ist mal was ganz anderes." Neben dem Spaß, den sie beim Singen hatten, war es für die kleine Lilly Blümel aus Regulshausen und deren Freundin Joyce Elligsen ein besonderes Erlebnis, dass sie ihr Geschenk von der Edelsteinkönigin in Empfang nehmen durften. Denn: "Sie ist so schön".

    Schön war schließlich die große Besucherresonanz auch für die Veranstalter, wie sie ausdrücklich betonten. "Ich bin total happy und überglücklich", sagte beispielsweise Marktorganisator Maik Schwinn. Denn im Unterschied zu 2015, als der Markt eine eher maue Angelegenheit war, profitierte er diesmal von den vielen Gästen, die das Adventssingen zum Abstecher Mörschied animiert hatte. Mit 300 Sängern wären die Veranstalter schon sehr zufrieden gewesen, dass es dann aber sogar 500 Besucher wurden, "ist natürlich ganz wunderbar und eine tolle Motivation", betonte Jürgen Römer, der die Idee für das Adventssingen hatte.

    Weil er bereits am Konzertabend mehrfach darauf angesprochen wurde, stellte Römer bereits jetzt klar, dass "keine einmalige Aktion geplant ist und wir auch 2017 ein Adventssingen mit zusätzlichen Attraktionen in Angriff nehmen wollen". Zu den Spendern gehörte neben allen Besuchern auch der Rotary-Club und die Mitglieder des VG-Rats Herrstein, die die Sitzungsgelder ihres jüngsten Treffens für den guten Zweck zur Verfügung gestellt hatten. So konnten nach aktuellem Stand in Mörschied rund 2200 Euro für den Förderverein Lützelsoon gesammelt werden. ax

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